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Mumia ab Januar 2010 in höchster Gefahr

San Francisco. Der Oberste Gerichtshof der USA wird nicht mehr in diesem Jahr über das Schicksal von Mumia Abu-Jamal entscheiden. Der U.S. Supreme Court wird erst ab 11. Januar 2010 seine Arbeit wieder aufnehmen. Das teilte Abu-Jamals Hauptverteidiger, Robert R. Bryan, am Montag in San Francisco mit. Mumia Abu-Jamal wurde 1982 von einem Gericht in Philadelphia wegen angeblichen, niemals bewiesenen, Polizistenmordes zum Tode verurteilt und sitzt seit 1981 in Haft. Das US-Bundesberufungsgericht stellte am 27. März 2008 die Umwandlung des Todesurteils in lebenslange Haft in Aussicht. Der Verurteilte befindet sich jedoch weiter im Todestrakt weil die Staatsanwaltschaft vor dem Obersten Gerichtshof gegen diese Entscheidung Berufung einlegte, um die Hinrichtung durchzusetzen. Laut Bryan war die Gefahr für die Vollstreckung des Todesurteils nie so groß wie gegenwärtig. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 16.12.2009, Seite 1, Ausland

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