10.12.2009
Von Hollywoods Gnaden
Nicht jeder Obdachlose ist ein genialer Cellist: Zum Kinostart des pseudoengagierten Films »Der Solist«
Von Anja Trebbin
Um Sozialkitsch zu produzieren, muß ein Regisseur nicht
unbedingt erzählen, wie einer »vom Tellerwäscher
zum Millionär« wird. Auch ohne geradliniges Zulaufen auf
ein ungetrübtes Happy End kann man den Zuschauer zwei Stunden
lang sentimental einlullen. Das beweist Joe Wright (»Stolz
und Vorurteil«, »Abbitte«) mit seinem neuen Film
»Der Solist«, der vor allem eins klarstellt: Sentiment
hat nichts mit Solidarität zu tun und Downtown-Romantik nichts
mit Engagement. Der ...
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