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Rote-Khmer-Prozeß vor Abschluß

Phnom Penh. Wegen der Ermordung von mehreren tausend Häftlingen und »unerbittlicher Brutalität« soll einer der Führer des Pol-Pot-Regimes in Kambodscha nach dem Willen der Staatsanwaltschaft für 40 Jahre ins Gefängnis. Kaing Guek Eav, genannt Duch, leitete das berüchtigte Foltergefängnis der Roten Khmer in Phnom Penh mit der Bezeichnung S-21. Dem 67jährigen werden Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen, Folter und Mord zur Last gelegt. Während der Herrschaft von Pol Pot von 1975 bis 1979 wurden in S-21 rund 16000 Männer, Frauen und Kinder umgebracht. Insgesamt verloren damals mindestens 1,7 Millionen Menschen ihr Leben. Der Völkermordprozeß, der erste seiner Art in Kambodscha, soll am Freitag nach acht Monaten abgeschlossen werden. (AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 26.11.2009, Seite 6, Ausland

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