14.11.2009
Sterbender heiliger Fluß
Am Ganges: Die Lebensader Nordindiens gleicht einer Kloake. Millionen Gläubige kommen trotzdem an den verehrten Ort, der nun mit einem Großprojekt gerettet werden soll
Von Thomas Berger
Ungefähr zwanzig Meter hoch ist die Shiva-Statue am
Flußufer. In rostbrauner Farbe erhebt sich der
mächtigste der indischen Götter weithin sichtbar,
umzüngelt von Schlangen, in der Hand den Dreizack, eines
seiner Erkennungszeichen. Shiva ist neben Brahma und Vishnu Teil
des Dreigestirns im hinduistischen Pantheon. Diese drei halten die
Welt am Laufen: Vishnu als ihr Bewahrer, Shiva als ihr
Zerstörer, damit Brahma sie sofort neu erschaffen kann –
Kreislauf aus ...
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