-
29.09.2009
- → Ausland
Karadzic will Prozeß verschieben
Den Haag. Der frühere bosnische Serbenführer Radovan
Karadzic hat Berufung gegen den Beginn seines Prozesses am 19.
Oktober eingelegt. Bis dahin sei nicht genug Zeit zur Vorbereitung,
begründete Karadzic sein Anliegen in am Montag in Den Haag
veröffentlichten Dokumenten. Die »Fairneß«
des Verfahrens sei dadurch gefährdet. Bereits vor der
Festsetzung des Termins durch den Internationalen Strafgerichtshof
für das ehemalige Jugoslawien hatte der 64jährige zehn
Monate Zeit zur Vorbereitung gefordert. Karadzic will sich selbst
verteidigen. Die Anklageschrift umfaßt rund 938 000 Seiten.
Karadzic muß sich wegen Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen
die Menschlichkeit und Völkermordes während des
Bosnien-Kriegs (1992–1995) vor dem UN-Tribunal
verantworten.
(AFP/jW)
(AFP/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Ausland
