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Guantànamo-Häftling fordert Entschädigung

Kabul. Nach seiner Freilassung will Mohammed Jawad, einer der jüngsten Guantànamo-Häftlinge, von den USA eine Entschädigung für seine siebenjährige Gefangenschaft erstreiten. Zudem fordere er eine sofortige finanzielle Unterstützung für Essen und Unterkunft, sagte sein Anwalt Eric Montalvo am Donnerstag in Kabul. Es sei inakzeptabel, Jawad nicht bei seiner Wiedereingliederung in die Gesellschaft zu helfen, nachdem er sieben Jahre lang festgehalten wurde. Gegen Jawad war nie Anklage erhoben worden, da seine Aussagen nach Einschätzung der US-Justiz unter Folter erzwungen worden waren. Anfang der Woche wurde er nach Kabul geflogen. Die USA verdächtigten Jawad, mit einer Handgranate einen Anschlag auf ein US-Militärfahrzeug verübt zu haben. Seiner Familie zufolge war er erst zwölf Jahre alt, als er Ende 2002 in Kabul festgenommen worden war. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 28.08.2009, Seite 1, Ausland

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