Zum Inhalt der Seite

»Kaffeemonopole werden enteignet«

Caracas. Wegen Ausnutzung ihrer Marktmacht hat Venezuelas Staatschef Hugo Chávez die Verstaatlichung der zwei größten Kaffeeproduzenten angekündigt. »Natürlich werden wir sie enteignen«, sagte Chávez am Mittwoch in Caracas. Die venezolanischen Behörden hatten am Montag die beiden Fabriken von Fama de América und Café Madrid besetzt und für die nächsten 90 Tage unter ihre Kontrolle gestellt. Den Firmen wurde zur Last gelegt, durch Betrug und eine Monopolstellung für einen Kaffeemangel im Land gesorgt zu haben. Nach Ablauf der 90 Tage sollten die Unternehmen enteignet werden, sagte Chávez nun.

Fama de América und Café Madrid produzieren zusammen 80 Prozent des in Venezuela verkauften Kaffees. Chávez warf den Unternehmen auch vor, Kaffee nach Kolumbien zu schmuggeln, um ihn dort teurer zu verkaufen. (AFP/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 07.08.2009, Seite 1, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!