Zum Inhalt der Seite

Tumulte bei Fatah-Kongreß

Bethlehem. Auf dem Parteitag der palästinensischen Fatah ist der Streit um die weitere Politik zwischen der Parteiführung um Palästinenserpräsident Mahmud Abbas und vielen Delegierten am Mittwoch offen zutage getreten. Mehrere hundert Fatah-Mitglieder beklagten am zweiten Tag der Versammlung in Bethlehem lautstark, daß das Zentralkomitee seit dem letzten Kongreß vor 20 Jahren keinen Rechenschaftsbericht vorgelegt habe.

Mit ihrem Protest unterbrachen die Delegierten eine Rede des zweithöchsten Fatah-Vertreters im Zentralkomitee, Ahmed Ghneim, der daraufhin das Rednerpult verließ. Erst eine Intervention von Abbas, der bei der Debatte zuvor nicht anwesend war, sorgte für eine Beruhigung der Lage. Abbas gestand »Fehler, sogar Sünden« der Parteiführung ein. Diese allerdings müßten in den entsprechenden Gremien und nicht durch »anarchische Einwürfe« besprochen werden, sagte Abbas, der ebenfalls mehrmals unterbrochen wurde.
Anzeige


Die Fatah will auf ihrem dreitägigen Treffen bis zum heutigen Donnerstag ein politisches Programm verabschieden sowie ein neues Zentralkomitee und einen neuen Revolutionsrat wählen. (AFP/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 06.08.2009, Seite 6, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!