30.04.2009
SPD läßt schießen
Geschichte. 1. Mai 1929: Berlins Polizeipräsident Karl Friedrich Zörgiebel wußte von den friedlichen Demonstrationsabsichten der KPD. Trotzdem richtete er in Berlins Straßen ein Blutbad an
Von Nick Brauns
Nach gewaltsamen Zusammenstößen zwischen der
faschistischen SA und linksstehenden Arbeitern verfügte der
sozialdemokratische Berliner Polizeipräsident Karl Friedrich
Zörgiebel am 13. Dezember 1928 ein Verbot aller Versammlungen
unter freiem Himmel. Doch der Anstieg politischer Gewalt war nur
ein Vorwand. Denn am Vorabend des Verbots hatte es ein Treffen
zwischen dem preußischen Innenminister Albert Grzesinski,
Reichsinnenminister Carl Severing und dem preußischen
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