17.04.2009
Krise trifft Spätstarter
Bulgarien hat als letztes osteuropäisches Land neoliberale Reformen durchgesetzt. Nach kurzem Boom stürzt die Wirtschaft jetzt in Rezession
Von Tomasz Konicz
Bulgariens Immobilienmarkt galt vor Ausbruch der
Weltwirtschaftskrise als einer der gewinnträchtigsten
Investitionsstandorte in Europa. Viele Angehörige der
westeuropäischen Mittelklasse, insbesondere aus
Großbritannien, konnten hier im mediterranen Ambiente
Grundstücke und Häuser erwerben, die trotz stürmisch
steigender Preise nur einen Bruchteil dessen kosteten, was in
Südfrankreich, Italien oder Spanien fällig gewesen
wäre. Wie in kaum einer anderen Region Mittel...
Artikel-Länge: 5810 Zeichen


