17.04.2009
Gehaßt und verehrt
Zum 20. Todestag von Hilde Benjamin. Erste Justiziministerin der Welt und eine der wichtigsten Politikerinnen der DDR setzte sich auch für die Emanzipation der Frauen ein
Von Cristina Fischer
Sie gehöre zu den intellektuellen Frauen, bei denen den
Männern fröstelt, gruselte sich 1952 ein Journalist in
der Zeit und folgerte hämisch: »Kam sie als Frau nicht
zur Geltung, so suchte sie um so mehr, in der Politik eine Rolle zu
spielen.« In trüber Synthese von
emanzipationsfeindlicher und rassistischer Hetze, wie sie für
die Nazis typisch gewesen war, schrieb er Hilde Benjamin »ein
knochiges Gesicht mit fahlgelber Haut« zu, »ein
mongolisches Aussehen« und »Aug...
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