31.03.2009
Eine persönliche Geschichte
Von der Vermessung der Gliedmaßen bis zur Vernichtung von Menschen: Die Ausstellung »Tödliche Medizin« in Berlin
Von Matthias Reichelt
Täter haben Gesichter. Ihre Lebensgeschichten sind oft, viel
zu oft durch keinerlei Verurteilung getrübt. Sie leben ein
»normales« Leben weiter, während ihre Opfer anonym
bleiben. Dies gilt für viele Bereiche des NS-Terrors,
insbesondere für Ärzte, Klinik- und Anstaltspersonal
sowie die – meistens männlichen – Bürokraten,
die über Leben oder Tod von Kranken, Alten, Behinderten
entschieden. Im deutschen Faschismus wurden 210000 Menschen
aufgrund ihrer gei...
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