26.03.2009
Ungarn im Crashtest
Rezession, Überschuldung, Regierungskrise – das Scheitern des neoliberalen Wirtschaftsmodells bringt den Magyaren neues sozialpolitisches Ungemach
Von Tomasz Konicz
Es kracht an allen Enden. Doch Ungarns Ministerpräsident
Ferenc Gyurcsány bleibt der neoliberalen Ideologie bis zum
bitteren Ende treu. Auf dem Parteitag der sozialdemokratisches MSZP
in der vergangenen Woche kündigte er seinen Rücktritt an
und begründete ihn damit, daß seine Person inzwischen zu
einem »Hindernis« bei der Umsetzung »notwendiger
Reformen« geworden sei. Der Sozialdemokrat hat hart an seinem
politischen Abstieg gearbeitet: Bereits kurz nach der 2006
ge...
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