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Frankreich: Entschädigung für Testopfer

Paris. Nach fast 50 Jahren übernimmt der französische Staat erstmals die Verantwortung für Opfer seiner Atomwaffentests in der algerischen Sahara, in der pazifischen Inselregion Polynesien und unter dem Mururoa-Atoll. Zehn Millionen Euro werde die Regierung zunächst für die Entschädigung von bis zu 150000 Betroffenen bereitstellen, erklärte Verteidigungsminister Hervé Morin bei der Ankündigung eines entsprechenden Gesetzentwurfes. Bislang hatte sich der Staat geweigert, auf die Klagen der an den Tests beteiligten Militärangehörigen und Zivilpersonen über Leukämie und andere Krebserkrankungen einzugehen. Noch 2001 stritt die Regierung ab, daß es bei den insgesamt 210 Tests überhaupt Strahlenopfer gegeben hat.

(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 25.03.2009, Seite 6, Ausland

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