14.02.2009
BND-Akten gefälscht
Früherer Geheimdienstchef: Vermerke über Observation von Journalisten wurden manipuliert. Kanzleramt wußte bereits 1993 von Überwachungsmaßnahmen
Von Jörn Boewe
Das Bundeskanzleramt war bereits 1993 über Observierungen von
Journalisten durch den Bundesnachrichtendienst (BND) informiert
– und hat nicht, wie die Regierung bislang behauptet, erst im
November 2005 davon erfahren. Dies geht aus der Aussage des
früheren BND-Präsidenten Konrad Porzner am Freitag in
Berlin vor dem Untersuchungsausschuß des Bundestages
hervor.
Porzner erklärte, 1993 die Observation des Journalisten Erich
Schmidt-Eenboom angeordnet zu haben. D...
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