26.01.2009
Aber wenn es doch wahr ist
Vom Telegrafenamt in die Psychiatrie und zurück: Angelina Jolie schluchzt sich in Clint Eastwoods »Der fremde Sohn« durch die Gesetzeslücken der 20er Jahre
Von Anja Trebbin
Der Stoff hätte für fünf Filme gereicht: Mutter-Kind-Drama, Psychiatrie-oder Korruptionskritik, Serienmordfall, Gerichtsthriller. Clint Eastwood hat einen draus gemacht. Optisches Zentrum seines fast zweieinhalbstündigen Monuments: Angelina Jolies grellroter Mund unter tiefschwarz geschminkten, meist tränenumflorten Augen. Dramaturgisches Zentrum? Wenn das so einfach wäre. Zwar haben alle Erzählstränge denselben Ausgangspunkt: das Verschwinden des neunjährigen Soh...
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