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05.12.2008
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Ermittlungen wegen Nazikriegsverbrechen
Dortmund/Duisburg. Die Staatsanwaltschaft Dortmund ermittelt wegen Mordes gegen einen 89jährigen mutmaßlichen Nazikriegsverbrecher. Der in Duisburg lebende Mann soll 1945 im österreichischen Burgenland an einem Massaker an bis zu 80 ungarisch-jüdischen Zwangsarbeitern beteiligt gewesen sein. Entsprechende Berichte bestätigte am Donnerstag der Dortmunder Oberstaatsanwalt Ulrich Maaß auf Anfrage. Maaß sprach von einer »erdrückenden Beweislast« gegen den Mann. Laut Maaß hält sich derzeit ein von der Dortmunder Behörde entsandter deutscher Staatsanwalt in Österreich auf. Er besichtige den Tatort und befrage Zeugen. Ob es zu einer Anklage kommen werde, sei derzeit offen. Rechtlich könne der 89jährige auch 63 Jahre nach der Tat noch zu lebenslänglicher Haft verurteilt werden. (ddp/jW)
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