16.08.2008
Irmgard Keun
Die Zigarette danach (33)
Von Peer Schmitt
Frühjahr 1934. Die Schriftstellerin Irmgard Keun fährt in die Sommerfrische in das Örtchen Moselkern. Sie hat so gut wie kein Geld mehr. Im angebrochenen Nazideutschland ist für auch nur halbwegs vernünftige Schriftsteller nichts mehr zu verdienen. Sie schreibt an ihren langjährigen Geliebten und Briefpartner Arnold Strauss: »Im Hotel hab’ ich einen mächtigen Schwips. Ich zieh’ mich aus – hab’ noch gar keine Lust zu Bett zu gehen, möcht’ noch was schreiben (...) Da ...
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