17.07.2008
Das Armenhaus von Berlin
Galerien und Kneipen eröffnen, doch hinter den Fassaden hat sich nichts verändert. Dem Bezirk Neukölln droht der Absturz
Von Christian Linde
Rütli-Wear gegen Schulfrust«, »Kneipenmeile für Studenten« und »Galerienlandschaft für Touristen«: Diese Stichworte beherrschen inzwischen die Berichterstattung, wenn es um den Berliner Bezirk Neukölln geht. Vorbei scheint die Zeit, in der Horrorstories nach dem Muster der Spiegel-Geschichte über das »größte Sozialamt Deutschlands« aus dem Jahre 1997 reißerisch die Aufmerksamkeit auf den Stadtteil lenkten. Und in der Tat: Baulich hat sich in den zurückliegenden Jahr...
Artikel-Länge: 4149 Zeichen


