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Streit um Ermittlung gegen Milliardär

Stuttgart. Die Ermittlungen gegen den baden-württembergischen Unternehmer und Multimilliardär Reinhold Würth wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung sorgen für politischen Zündstoff. Die oppositionelle SPD verlangte am Montag Aufklärung über die Rolle von Ministerpräsident Günther Oettinger und Finanzminister Gerhard Stratthaus (beide CDU). Der stellvertretende SPD-Fraktionschef, Nils Schmid, sagte in Stuttgart: »Die Landesregierung muß den Verdacht ausräumen, daß sie auf eine geräuschlose Erledigung des Falles Würth drängt.« Nach einem Spiegel-Bericht droht Würth eine Geldbuße in Höhe von 40 Millionen Euro. Gegen den Gründer des Befestigung- und Montagekonzerns wird seit einem Jahr ermittelt.

(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 01.04.2008, Seite 9, Kapital & Arbeit

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