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Deutsche Bank muß Schaden ersetzen

Würzburg. Im Prozeß um Millionenverluste der Stadt Würzburg aus riskanten Zinsgeschäften ist die Deutsche Bank am Montag vom Würzburger Landgericht zu einem Schadensersatz von rund 950000 Euro verurteilt worden. In dem Rechtsstreit hatte die Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH (WVV) von ihrer Hausbank insgesamt rund 2,6 Millionen Euro als Schadensersatz gefordert. Die Verluste waren dem städtischen Unternehmen durch den Abschluß sogenannter Spread-Ladder-Swaps entstanden, mit denen zur Senkung der Zinslast von Darlehen auf die künftige Entwicklung von Zinsenspekuliert wird. Die WVV behauptete, sie sei von den Beratern der Deutschen Bank nicht ausreichend über das hohe Risiko der Geschäfte aufgeklärt worden. (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 01.04.2008, Seite 9, Kapital & Arbeit

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