23.02.2008
Lyrik gegen Barbarei
Literatur und Engagement (5): Michael Mädes Gedichte berichten von der Liebe in Zeiten des Krieges
Von Thomas Wagner
Ein Morgen vor dem März/Es knistert im Gebälk untoten Holzes./Kraftlos glänzt der Frost./Vorsichtig atme ich geklärte Luft./Um mich keine wirkliche Stille./Heimtückisch liegt das Frühjahr/auf der Lauer.« Dieses Vorfrühlingsbild aus Michael Mädes schmalem Gedichtband »Balance am Rand« (2004) bricht mit liebgewordenen Erwartungen, die wir an den Jahreszeitenwechsel zu richten gewohnt sind. Die blanken Nerven des 1962 in Karl-Marx-Stadt geborenen Dichters reagieren auf...
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