04.02.2008
Bösartig und dünn
Die Ausstellung »Karl Valentin: Filmpionier und Medienhandwerker« im Berliner Martin-Gropius-Bau
Von Ambros Waibel
Ausgerechnet am Rosenmontag ist Karl Valentin 1948 in seinem Haus in Planegg bei München gestorben, an einer nicht ausgeheilten Bronchitis und halbverhungert. Seine Landsleute wollten da schon lange nichts mehr von ihm hören oder sehen. Noch ganz im Sinne ihrer gerade besiegten Naziführer, die seinen Film »Die Erbschaft« 1936 wegen »Elendstendenzen« verboten, mochten die hungernden Hauptstädter der Bewegung über solche Witze nicht mehr lachen: »Fettlosigkeit? Das is...
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