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Ecuador bricht Beziehungen ab

Quito. In dem monatelangen Streit um den Angriff kolumbianischer Truppen auf ecuadorianischem Gebiet hat Ecuador der Wiederaufnahme bilateraler diplomatischer Beziehungen eine Absage erteilt. Der ecuadorianische Präsident Rafael Correa sagte am Mittwoch in der Küstenstadt Manta, sein Land werde die beiderseitigen Beziehungen »auf unbestimmte Zeit« abbrechen. Er schloß einen Dialog während der Amtszeit des kolumbianischen Präsidenten Alvaro Uribe aus. Erst wenn in Kolumbien ein Präsident »mit Willen zum Frieden« regiere, werde er seine Entscheidung überdenken, sagte Correa.

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Am Montag hatte der kolumbianische Außenminister Fernando Araújo die Wiederaufnahme der beiderseitigen Beziehungen verschoben. Als Grund nannte er die Forderung von Correa, den Angriff vom 1. März zu untersuchen. Bei diesem war die kolumbianische Armee auf ecuadorianischem Territorium gegen Rebellen der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) vorgegangen und hatte u. a. deren Vizechef Raúl Reyes getötet. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 27.06.2008, Seite 7, Ausland

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