29.06.2026: Verschwundene Verlage
Zum Auftakt unserer antiquarischen Buchwoche möchten wir mit dem langjährigen Verleger und Publizisten Christoph Links ein Gespräch über die Verlagslandschaft der DDR führen.
Zum Ende der DDR gab es nur noch 78 zentral zugelassene Verlage, obwohl von der Sowjetischen Militäradministration nach 1945 mehr als 200 eine Genehmigung erhalten hatten. Der Verlagshistoriker Christoph Links hat die Geschichte von 150 verschwundenen Verlagen recherchiert und geht in seinem Buch der Frage nach, warum und wie sie verschwanden. Wurden sie vom Staat aus politischen Gründen enteignet, steuerrechtlich zum Aufgeben gezwungen, sind sie in den Westen abgewandert, haben sie aus eigenem Antrieb aufgegeben oder wurden sie gegen ihren Willen fusioniert? Dahinter steht die grundsätzliche Frage, mit welchen Mitteln und Methoden die SED-Führung im Bereich der Kulturwirtschaft agierte, wie sie geistige und wirtschaftliche Konkurrenz aus dem Wege räumte, um für die bevorzugten Firmen finanziell ertragreiche Monopolstellungen zu schaffen.
Referent: Christoph Links
Moderation: Birgit Ziener
Wir freuen uns, wenn Sie uns besuchen: Wir werden jeden Tag in der Woche das Antiquariat öffnen und müssen Platz schaffen. Viele Bücher sind uns im Laufe der letzten Jahre als Spende oder als Erbschaft zugegangen und es sind zuviele geworden. Wir wollen sie gegen kleine Spenden weitergeben und hoffen, dass Sie viele neue und wissbegierige neugierige Leser*innen finden.
Kosten: 2 €