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Erstmals assistierter Suizid in Italien

Senigallia. In Italien ist ein Mann gestorben, dem als erstem Patienten in der Geschichte des Landes gerichtlich ein ärztlich assistierter Suizid erlaubt worden war. Der 44jährige, der nach einem Verkehrsunfall seit zehn Jahren komplett unterhalb des Halses gelähmt war, verabreichte sich am Donnerstag selbst ein tödliches Medikament. Dies gab der Verein Associazione Luca Coscioni bekannt, der sich für Sterbehilfe einsetzt und den Mann in seinem jahrelangen Rechtsstreit bis vor das Oberste Gericht unterstützt hatte. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 17.06.2022, Seite 7, Ausland

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