Zum Inhalt der Seite

Japan: Abgeordnete bei Yasukuni-Schrein

Tokio. Mehr als hundert japanische Abgeordnete haben am Freitag den Yasukuni-Schrein besucht. Zu Beginn eines viertägigen Herbstfestes gedachten 110 Parlamentarier verschiedener Parteien in der Gedenkstätte der japanischen Kriegstoten. Die Besuche von Politikern in dem 145 Jahre alten Schrein stehen in der Kritik, da dort auch 14 verurteilte Kriegsverbrecher geehrt werden. Die Besuche in der Gedenkstätte führen regelmäßig zu wütenden Protesten in den Nachbarländern, die während des Zweiten Weltkriegs von Japan besetzt waren. China zeigte sich am Freitag »zutiefst besorgt« über den Besuch japanischer Abgeordneter in dem Schrein. Außenamtssprecher Hong Lei erklärte, eine Verbesserung der Beziehungen sei nur möglich, wenn Japan sich ernsthaft seiner »aggressiven Vergangenheit stellt und sich vom Militarismus distanziert«. (AFP/jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 18.10.2014, Seite 7, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!