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Ende der Visumpflicht für Balkanländer

Belgrad. Serben, Mazedonier und Montenegriner können seit Samstag ohne Visum in die Europäische Union einreisen. Viele Menschen in den drei Balkanländern zählten in der Nacht den Countdown zum Wegfall der Visumspflicht und feierten ausgelassen. Serbien will sich am Dienstag offiziell um den EU-Beitritt bewerben. Der serbische Fernsehsender RTS zitierte den schwedischen Ministerpräsidenten und EU-Ratsvorsitzenden Fredrik Reinfeldt mit den Worten, er freue sich darauf, den serbischen Präsidenten Boris Tadic am Dienstag zu empfangen. Mazedonien ist seit 2005 EU-Beitrittskandidat, Montenegro bewarb sich im Dezember vergangenen Jahres.

Vor zehn Jahren war ein Großteil der EU-Staaten Teil der NATO-Kriegsallianz gegen Jugoslawien. Als es den Vielvölkerstaat noch gab, genossen alle Bürger Reisefreiheit in die EU. Nach der Auflösung des Landes 1991 und den Bürgerkriegen der folgenden Jahre wurde jedoch eine Visumspflicht eingeführt, die im Falle von Serbien, Mazedonien und Montenegro fast 20 Jahre lang galt. Für viele bleibt der Wegfall der Visumspflicht wegen der Armut in der Region jedoch bedeutungslos. (APD/AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 21.12.2009, Seite 1, Ausland

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