Sommerabo

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Die Tageszeitung junge Welt berichtet aus marxistischer Perspektive von sozialen Kämpfen im Inland und weltweit. Testen Sie sie drei Monate lang mit einem »Aktionsabo«.

Berichte
  • Marx to go: Kapitel 10

    »Après moi le déluge! [Nach mir die Sintflut!] ist der Wahlruf jedes Kapitalisten und jeder Kapitalistennation.« (Das Kapital. Band I, MEW 23, 285)

    Das Aktionsabo ist letztmalig am 24. September bestellbar. Das Angebot endet automatisch und muss nicht abbestellt werden. Jetzt abonnieren!

  • Endspurt: Bestellung des jW-Sommerabos

    Tageszeitung junge Welt im Druck

    Hunderte Leserinnen und Leser, die bisher die junge Welt eher nur gelegentlich gelesen hatten, nutzen mittlerweile unser günstiges Spezialangebot für den Sommer. Sie lernen so diese Zeitung gründlich kennen: ihre Autoren, ihre Rubriken und ihre Themen. Eine Tageszeitung drei Monate lang in den Briefkasten gesteckt zu bekommen, ist einfach eine hervorragende Gelegenheit dafür. Zumal wir für dieses Angebot besonders attraktive Konditionen einräumen. Statt des Normalpreises von 115,20 Euro zahlen Sie nur 62 Euro! Das kleine Handbuch »Marx to go« mit einer Auswahl von Zitaten des Klassikers gibt es gratis dazu. Das Abo endet automatisch, muss also nicht abbestellt werden. Und es eignet sich auch wunderbar als Geschenk für Freunde, denen Sie diese Zeitung schon immer mal vorstellen wollten. Jetzt aber ranhalten: Trotz immer noch sommerlicher Temperaturen endet die Bestellmöglichkeit am 24. September. Zeit zum Handeln also!

    Aktionsbüro

  • Das verschwiegene Fest

    Woran die Tageszeitung junge Welt mitwirkt und worüber andere nicht einmal berichten

    Wenn 40.000 Linke zusammenkommen, um gemeinsam zu diskutieren, entschlossen Widerstand zu formieren, Kunst zu genießen und entspannt zu feiern, passt das für die ­»Qualitätsmedien« dieses Landes in keine mediale Schublade. Das umfassende Schweigen zum erfolgreichen Verlauf des UZ-Pressefestes am vergangenen Wochenende in Dortmund war zu erwarten. Es verwundert dann allerdings schon, wenn einer erklärtermaßen sozialistischen Tageszeitung das größte linke Fest auf deutschem Boden nicht einmal eine Zeile wert ist. Zumal dieses Presseorgan mit einem, wenn auch eher dezent betriebenen, Infopavillon und einem Lokalredakteur vor Ort vertreten war.

    Die Tageszeitung junge Welt ist in Zeiten wie diesen unentbehrlich, allein ein vergleichender Blick auf die Berichterstattung zum Thema Pressefest genügt, dies festzustellen. Wer uns kennt, weiß, dass wir es nicht beim bloßen Berichten bewenden lassen. Wo linke Debatte und Gegenkultur sich entfalten, bringen sich die Macherinnen und Macher von jW und M&R gern mit eigenständigen Beiträgen ein. Mehr noch: Alljährlich produzieren wir eine Art »junge Welt mit anderen Mitteln« in Form der Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz. Ein vom Aufwand her als Kleinausgabe dieses Forums einzuschätzender Verlagsauftritt war auch in Dortmund zu erleben. 13 durchweg spannende Veranstaltungen, die wichtige Themensetzungen von jW und M&R repräsentierten, zogen weit mehr als 1.000 Besucherinnen und Besucher an. Die in der aktuellen jW-Wochenendbeilage zu findende Bildreportage und eine weitere Fotostrecke in der Onlineausgabe lassen ein wenig die großartige Atmosphäre dieser Veranstaltungen erahnen.

    So wie die Rosa-Luxemburg-Konferenz sind auch unsere Aktivitäten auf dem Pressefest ohne die Mitwirkung aufopferungsvoll tätiger Unterstützerinnen und Unterstützer nicht denkbar. Sandra B., Michael K., Claudia K., Helga H., Günter G., Marion W., Sonja R., Maike W. und Silke A. gilt unser ganz herzlicher Dank! Erschöpft, aber begeistert kündigten einige von ihnen noch am Abschlussabend in Dortmund an, beim nächsten Mal unbedingt wieder dabeisein zu wollen. Weil dieses tolle Fest wie auch diese einzigartige Tageszeitung unverzichtbar seien und Hoffnung machten. Versuche, linke Feste totzuschweigen, werden mit diesem Rückhalt auch künftig nicht fruchten.

  • Die tägliche Überlebensration

    Warum junge Welt in Zeiten wie diesen unentbehrlich ist

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    Geht weg wie warme Semmeln: Verteilung von junge Welt am 1. Mai

    Von »schlimmen Zeiten« sollte man nur mit Bedacht sprechen. Aber wie sonst soll man eine Situation benennen, in der es einem Triumvirat des tiefen Staates möglich ist, dem Toben von Nazis und »Wutbürgern« geradezu regierungsamtliche Legitimation zu verleihen? Ein Aufschrei in den »Qualitätsmedien« bleibt nicht nur aus. Beflissen räumt man ultrarechten Parolen zunehmend Raum in der Berichterstattung ein.

    Verantwortung übernehmen

    Widerstand tut not, gerade im medialen Bereich. Um so alarmierender ist es, wenn gerade zwei der sich als links verstehenden Tageszeitungen ihre schrittweise Verabschiedung von der Druckversion propagieren. Die Tageszeitung junge Welt geht diesen Weg nicht mit. Uns ist die flächen­deckende Präsenz an den Kiosken schon deshalb wichtig, weil so vielerorts unsere Titelseiten mit antirassistischen und antimilitaristischen Inhalten weithin sichtbar sind. Wir wissen es zu schätzen, Zehntausenden Menschen eine gedruckte Ausgabe in die Hand geben und sie mit aufklärerischem journalistischem Angebot versorgen zu können. Wie viele unserer Leserinnen und Leser auch gehen wir davon aus, dass komplexe Sachverhalte in einem Printmedium strukturiert, übersichtlich und damit lesbar sein müssen. Die Präsenz im Internet dabei nicht aus dem Auge zu verlieren versteht sich von selbst. Wir setzen auf die optimale Kombination von Print und Online.

    Auf Inhalte kommt es an

    Für viele Leserinnen und Leser ist junge Welt mittlerweile zu einem »medialen täglich Brot zwecks Überleben in einer immer rauheren Welt« geworden, wie Margit K. aus Halle/Saale unlängst in einem Leserbrief schrieb. Artikel in jW benennen und analysieren die Ereignisse im Land und anderswo auf der Welt von einem der Arbeiterklasse verbundenen Standpunkt aus. Als einzige deutschsprachige Tageszeitung, die sich klar zu ihrer marxistischen Orientierung bekennt, bezieht jW konsequent Position gegen Ausbeutung und Rassismus, gegen den Abbau demokratischer und sozialer Rechte, gegen Rüstung und Krieg – erst recht mit deutscher Beteiligung.

    Gegen Lüge und Hass

    Beiträge in jW immunisieren gegen die Verbreitung von Lüge und Hass, benennen, was andere gern verschweigen. So sind etwa die jW-Themenseiten vom 4. und 5. September ein wichtiges Hilfsmittel, um zu verstehen, warum Arbeiter und Angestellte rechten Rattenfängern der AfD auf den Leim gehen und wie man dem widerstehen kann. Die Berichterstattung über die vermeintlich Unabhängige Patientenberatung Deutschland (zuletzt in jW vom 6. September, Seite 2) wiederum liefert exklusiv Fakten, auf welch skandalöse Weise eine gemeinnützige Organisation zum Schutze von Patienten faktisch in die Hände jener gelangte, vor deren Fehlleistungen dort Schutz gesucht wird. Man darf gespannt sein, wann die zuständigen Institutionen ihre Schlüsse ziehen. Ebenfalls am 6. September analysierte Susann Witt-Stahl auf unserer Schwerpunktseite, wie Linke-Politiker mit falschen Antisemitismusvorwürfen agieren und friedenspolitische Grundsätze über Bord werfen. Drei Beispiele dafür, was häufig nur in junge Welt zu lesen ist, worauf viele nicht mehr verzichten möchten.

    Sollten Sie eher sporadisch lesen und sich noch nicht sicher sein, ob junge Welt auch für Sie täglich unverzichtbar werden könnte, nutzen Sie am besten unser Sommer-Spezial-Angebot: Sie erhalten dann diese Zeitung drei Monate lang für nur 62 Euro (Normalpreis 115,20 Euro) sowie das Handbuch »Marx to go«. Das Aktionsabo kann natürlich auch verschenkt werden. Noch sind zwei Wochen Zeit zum Bestellen!

    Verlag, Redaktion, Genossenschaft

  • Marx to go: Kapitel 9

    »Die Waffe der Kritik kann allerdings die Kritik der Waffen nicht ersetzen, die materielle Gewalt muss gestürzt werden durch materielle Gewalt, allein auch die Theorie wird zur materiellen Gewalt, sobald sie die Massen ergreift.« (Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie. Einleitung, MEW 1, 385)

    Mit den Analysen von Karl Marx lässt diese Gesellschaft trefflich kritisieren. Lernen Sie die Tageszeitung junge Welt kennen mit dem Marx-Aktionsabo.

  • Chemnitzer Blutbad

    Wie potentielle Killer-Flüchtlinge in Sonderwirtschaftszonen deutsche Interessen befriedigen könnten

    Dietmar Koschmieder
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    Ausgezeichneter Mann: Günter Nooke, Merkels Afrikabeauftragter

    Viele der Informationen, die täglich der jungen Welt zu entnehmen sind, können ganz schön auf die Stimmung schlagen. Besonders in schlechten Zeiten wie diesen. Hier nur zwei Beispiele aus den letzten Tagen. Da nutzen Faschisten den gewaltsamen Tod eines jungen Mannes für Lügenpropaganda und offene Hetze, die zu organisierten Treibjagden gegen alle, die nur aussehen wie Ausländer, führen. Der Staat übt vornehme Zurückhaltung gegen die rechten Umtriebe und fordert damit die Nazis geradezu auf, ihr Treiben fortzusetzen. Politiker finden klare Worte für ihre Empörung: »Antifaschisten sind auch Faschisten. Feuer mit Feuer zu bekämpfen ist keine gute Idee«, kommentiert etwa der Vorsitzende der FDP-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus per Twitter die gewaltsamen Ausschreitungen in Chemnitz. Nicht zufrieden mit der Berichterstattung über die Vorfälle zeigt sich die »DDR-Bürgerrechtlerin« Angelika Barbe von der CDU: »Wenn es noch eines einzigen Beweises bedurft hätte, dass die ›gebührenfinanzierten Staatsmedien‹ nicht unabhängig, sondern fest in links-grüner Hand sind, wurde er am Chemnitzer Blutsonntag erbracht.« Wie man es richtig unabhängig macht, kann Frau Barbe beim Blog Halle-Leaks nachlesen (»Blutbad in Chemnitz – wieder morden Merkels Killer-Flüchtlinge mit Messern«) und die an gleicher Stelle angebotenen Aufkleber kaufen, auf denen ein schwarzes Gesicht mit hängender Zunge und der Unterzeile »Ficki, Ficki?« abgebildet ist. Ein Chemnitzer Blutbad mit über 30 Toten und über 100 Verletzten hat es übrigens tatsächlich gegeben – am 7. und 8. August 1919, als eine Arbeiterdemonstration von deutschem Militär zusammengeschossen wurde.

    Deutsches Militär treibt sich heute wieder in Afrika herum. Um dessen Präsenz auszubauen, weilt Frau Merkel derzeit auf dem Kontinent. Womöglich hat sie noch andere Absichten, erläutert ihr Sonderbeauftragter für Afrika, der »DDR-Bürgerrechtler« Günter Nooke, gegenüber einer Nachrichtenagentur: Auf dem Kontinent sollten Sonderwirtschaftszonen eingerichtet werden, um die Migration nach Europa einzudämmen. Sonderwirtschaftszonen? Um potentielle Ficki-Ficki-Killer-Flüchtlinge gleich vor Ort wie Sklaven ausbeuten zu können? Weil bei vorherrschender Korruption beste Verwertungsbedingungen für deutsches Kapital bestehen? Nooke formuliert das vornehmer: »Heute gibt es weniger Industrieproduktion in Afrika als zur Kolonialzeit. Das ist erschreckend.« Ein Grund dafür sei die Korruption in vielen afrikanischen Staaten, die ausländische Firmen abschrecke. »Warum schafft man da nicht Sonderentwicklungszonen, in denen die Staaten für 50 Jahre ihre Hoheitsrechte abgeben und vielleicht die EU den Rechtsrahmen für Investitionen von Firmen aus dem Ausland garantiert?« Merkels Afrikabeauftragter lässt auch diese Frage nicht unbeantwortet: »Entweder, die Staats- und Regierungschefs machen selbst eine bessere Politik, oder sie geben Sonderwirtschaftszonen frei.« Deutsches Militär steht sozusagen bereits Gewehr bei Fuß. Der geschäftsführende Ausschuss des deutschen Kapitals wird wohl wissen, warum er gerade diesen Mann mit dem Nationalpreis und dem Bundesverdienstkreuz erster Klasse ausgezeichnet hat.

    Nicht alle unsere Leserinnen und Leser können solche Nachrichten so ohne weiteres wegstecken. Manche dürfen deshalb auf ärztlichen Rat hin die junge Welt nur noch am Wochenende lesen. Als ob dadurch die Welt besser würde. Es geht auch anders. Unser Leser und Genossenschaftler Eddi K. aus Magdeburg rief diese Woche verzweifelt wegen der rassistischen Hetze und der rechten Umtriebe bei jW an. Er sei noch nie auf dem UZ-Pressefest gewesen, könne sich aber vorstellen, dass ein Besuch dort notwendige Kraft geben könnte, das alles auszuhalten. Tatsächlich ist das so, und wir können Eddi und allen anderen nur empfehlen, am kommenden Wochenende nach Dortmund zu reisen. Denn dieses Pressefest hat nicht nur ein umwerfend vielfältiges Programm zu bieten – dort treffen sich Tausende von Menschen, die für eine Welt eintreten, in der Menschlichkeit und Fortschritt den Lauf der Dinge bestimmen und nicht Dummheit, Hass und Profitgier. Aber auch das tägliche Lesen der jungen Welt gibt Kraft. Denn dort werden nicht nur aktuelle Entwicklungen des Kapitalismus geschildert – sondern auch, wer wie und wo Widerstand dagegen leistet.

  • Marx to go: Kapitel 8

    »Je mehr eine herrschende Klasse fähig ist, die bedeutendsten Männer de beherrschten Klasse in sich aufzunehmen, desto solider und gefährlicher ist ihre Herrschaft.« (Das Kapital, MEW 25, 614)

    Die Theorien von Karl Marx bleiben ein wichtiger Leitfaden für die Analysen in der Tageszeitung junge Welt. Überzeugen Sie sich davon – bestellen Sie unser Marx-Aktionsabo!

  • Lesen und genießen

    Aktionsabo, Münsterländer Schieferbrot und Markgräfler Gutedel: Warum Sie einen Besuch beim jW-Festzelt nicht verpassen sollten

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    Spende für die Lenin-Bar

    Ein Besuch unseres Festzeltes auf dem UZ-Pressefest, das vom 7. bis 9. September 2018 im Revierpark Wischlingen bei Dortmund stattfindet, lohnt sich nicht nur wegen spannender kultureller und politischer Angebote. An unserer Lenin-Bar im Zelt bieten wir auch kulinarische Genüsse wie unsere deftig und süß belegten Bemmen an. Das Brot dazu stammt von einem Bäckermeister, der das alte Handwerk ganz traditionell fortführt und auch alte Rezepte wieder umsetzt. Für unsere Lenin-Bar schlägt er ein Brot vor, das nach althergebrachtem Münsterländer Rezept auf Schieferplatte gebacken wird. Für das Fest wird er spezielle 1,5-Kilo-Laibe anfertigen, die dann von uns liebevoll geschnitten und belegt werden. Natürlich halten wir auch kleine Snacks wie Käsewürfel, Oliven oder Nüsse bereit. Neben alkoholfreien Getränken kredenzen wir einen guten badischen Gutedel aus dem Markgräflerland – von einer Genossenschaft für Genossinnen und Genossen zum Genießen! Der Rotwein wird aus Spanien stammen, soviel Internationalismus muss schon sein. Und der russische Wodka im Angebot wurde aus Winterweizen und reinem Gletscherwasser hergestellt. Unsere Lenin-Bar dekorieren wir unter anderem mit Medaillen, Statuen, Fotografien und anderen Kunstwerken, die Lenin zum Thema haben. Dafür können noch weitere Gegenstände im jW-Aktionsbüro abgegeben werden. So hat uns unser Leser Gerd Sch. aus Waldau eine Kreidezeichnung »Lenin im Gespräch« geschickt, Alexander W. aus Stralsund spendiert für unseren Lenin-Salon eine kleine Sammlung mit 31 verschiedenen Lenin-Briefmarken aus der Sowjetunion.

    Mit dem jW-Festzelt wollen wir nicht nur zum Gelingen des größten Festes der Linken im Lande beitragen: Besuchern, die die junge Welt schon schätzengelernt haben, bieten wir ein Vollabo an. Denn eine linke Tageszeitung wird es auch künftig nur dann geben, wenn sich genügend Leserinnen und Leser für den regelmäßigen Bezug entscheiden. All jenen, die unsere Zeitung noch nicht so gut kennen, empfehlen wir das dreiwöchige, kostenlose Probeabo – oder gleich unser Marx-to-go-Angebot, das wir bis zum 24. September anbieten. Und noch immer fehlen einige Bestellungen für die Kulturzeitschrift Melodie & Rhythmus, um unser neues Ziel (1.700 zusätzliche Abos bis zum Jahresende) abhaken zu können – auch dafür werden wir auf dem UZ-Pressefest fleißig werben.

    Unser Sommeraktionsangebot kann man aber auch nutzen, wenn man schon längst Abonnent der jungen Welt ist, wie Bodo M. aus Ludwigsburg. Er hat es für die örtliche Stadtbibliothek bezahlt: »So können viele Leute mal eine gute Zeitung lesen«, teilt uns Bodo diese Woche mit. Vor einiger Zeit hat er schon ein M&R-Doppelabo bestellt – das zweite Exemplar wird ebenfalls an die Stadtbibliothek gehen. Eine wunderbare Anregung auch für andere Leserinnen und Leser!

    Verlag, Redaktion, Genossenschaft

  • Marx to go: Kapitel 7

    »Das Recht auf Arbeit ist im bürgerlichen Sinn ein Widersinn, ein elender, frommer Wunsch.« (Klassenkämpfe in Frankreich, MEW 7, 42)

    Die Geschichte hat gezeigt, dass die unterdrückten Klassen stets ihre Rechte erkämpfen müssen. Von den Kämpfen für eine bessere Welt lesen Sie in der Tageszeitung junge Welt.

  • Papier und Klasse

    Warum die junge Welt kein Zentralorgan, aber noch lange als Printzeitung zu lesen sein wird

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    Täglich ein inhaltliches Angebot, das so kein zweites Mal zu finden ist: jW am Kiosk

    Wie wir demnächst feste feiern werden, berichteten wir bereits an dieser Stelle. Bevor wir uns aber beim UZ-Pressefest in Dortmund treffen, haben wir noch drei Wochen feste zu arbeiten. Auch in dieser Zeit bleibt das tägliche Erstellen einer guten Tageszeitung unsere wichtigste Aufgabe. Die wird es weiterhin als solide Printausgabe geben (auch wenn andere schon jetzt das Ende der gedruckten Zeitungen ankündigen), wir arbeiten aber auch intensiv an Verbesserungen unserer jW-Onlineversion. Die entscheidende Frage sehen wir allerdings nicht darin, wo und wie wir unsere Beiträge veröffentlichen, sondern was in ihnen zu finden ist: unverwechselbare Berichte und Analysen – die im Gegensatz zu vielen anderen Medien nicht vom Standpunkt derjenigen ausgehen, die alles einer optimalen Profitmaximierung unterwerfen wollen.

    Manche unserer Leserinnen und Leser finden das so gut, dass sie der Ansicht sind, dass es mit junge Welt schon ein Zentralorgan gäbe, es bräuchte nur noch eine passende Partei oder Bewegung, die dieses herausgibt. Das lehnen wir aus zwei Gründen ab: Zum einen wird die junge Welt bereits von unserer Genossenschaft LPG junge Welt eG herausgegeben, zum anderen aber verstehen wir uns ganz bewusst als journalistisches Produkt, das grundsätzlich zu einer kritisch-analytischen Haltung verpflichtet ist. Nicht alle Leserinnen und Leser stimmen mit jeder Einschätzung unserer Autoren überein, sie erhalten aber täglich ein inhaltliches Angebot, das sie so kein zweites Mal finden und mit dem sie sich auseinandersetzen können. Genau das macht die junge Welt für viele Print- wie Onlineleser unverzichtbar.

    Wir arbeiten aber auch an anderen Dingen. So haben wir mit einer großartigen Aktion über 1.500 zusätzliche Abonnenten für unsere Kulturzeitschrift Melodie & Rhythmus gewinnen können. Das hilft bei der ökonomischen Sicherstellung der M&R – jetzt kämpfen wir darum, mit nach wie vor bescheidenen Mitteln ein neues Redaktionsteam aufzustellen. Wie sich herausstellt ein schwieriges Unterfangen. Und dann bereiten wir nicht nur das UZ-Pressefest vor, wir werden am 1. und 2. September auch beim Volksstimme-Pressefest in Wien, der größten Versammlung der österreichischen Linken, präsent sein. Weil die junge Welt nur überleben kann, wenn wir möglichst viele Abonnentinnen und Abonnenten für sie gewinnen, bereiten wir gerade eine neue Abokampagne vor, die im Herbst startet und nur mit Unterstützung unserer Leserinnen und Leser ein Erfolg werden wird.

    Zuvor aber genießen wir erst einmal gemeinsam mit vielen Freunden und Genossen ein paar schöne Tage in Dortmund.

    Verlag, Redaktion, Genossenschaft

    jungewelt.de/aktionsabo

  • Zwischen neun und neunzig

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    Traditionell gibt es bei der »Blende« einen kleinen Extrafotowettbewerb für alle unter 18 Jahren mit einem eigenen Thema. Wer sich daran beteiligt, kann selbstverständlich auch Bilder zu den anderen, den »Erwachsenen«-Ausschreibungen einsenden – da gibt es keine Altersbeschränkung. Wir hatten daher schon Teilnehmerinnen und Teilnehmer zwischen neun und neunzig Jahren. Alter ist auch beim Fotografieren kein Argument, es gelten allein ein guter Blick und/oder Glück beim Schnappschuss. Das Foto auf dieser Seite schickte uns Martin Menzel aus Dresden im vergangenen Jahr, da war er 14. Die Aufgabe hatte gelautet, ein Bild zum Thema »Schattenwelt« zu finden. Das lässt sich im Grunde nur in Schwarzweiß gestalten, eine Sache, die nicht ganz einfach zu bewältigen ist. Martin hat, meinen wir, eine überraschende und schöne Lösung gefunden.

    Wichtig ist noch der Hinweis: Die Einsendungen, die uns zum Jugendthema erreichen, werden nicht nur von der jW-Jury beurteilt und eventuell ausgezeichnet. Alle diese Beiträge werden vielmehr anschließend zum Endausscheid des Deutschen Zeitungsleser-Fotowettbewerbs nach Frankfurt am Main geschickt. Dort werden zusätzlich für Jugendliche 55 Preise und 111 Verlosungspreise vergeben. Wer also unter 18 ist und ein Foto (oder zwei oder drei Aufnahmen) zu »Das bewegt mich« hat – ganz schnell einschicken! Es lohnt sich.

    Verlag und Redaktion

  • Wer kann uns noch helfen?

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    Mit anpacken – ob bei der Zeitungsverteilung oder beim Auf- und Abbau

    In genau vier Wochen tobt das UZ-Pressefest in Dortmund. junge Welt und Melodie & Rhythmus sind mit eigenem Programmzelt, der Lenin-Bar und jW-Shop vor Ort und freuen sich auf viele Besucherinnen und Besucher. Damit wir alle gut versorgen können – aber auch, damit die Kolleginnen und Kollegen von Verlag und Redaktion etwas mehr von diesem wunderbaren Fest mitbekommen –, brauchen wir noch Unterstützung: Falls Sie sowieso auf dem Fest sind und uns gerne bei der einen oder anderen Einsatzschicht (oder beim Auf- und Abbau) helfen würden, melden Sie sich bitte umgehend bei unserem Aktionsbüro und sprechen Sie Einzelheiten ab. Es kann übrigens viel Spaß machen, das Fest und die junge Welt auch mal aus einer anderen Perspektive kennenzulernen.

    Sie erreichen unser Aktionsbüro telefonisch unter 0 30/53 63 55-10 oder unter aktionsbuero@jungewelt.de

  • Konzert für Allende

    Nicht nur am Sonntag spielt die internationale Solidarität im jW-Zelt auf dem UZ-Pressefest eine zentrale Rolle

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    Nicolás Miquea (Foto) und Rolf Becker erinnern an den US-gesteuerten Pinochet-Putsch in Chile vom 11. September 1973

    Das UZ-Pressefest, das diesmal vom 7. bis 9. September in Dortmund stattfindet, ist das größte Fest der Linken im Lande – und es war schon immer ein Fest der internationalen Solidarität! Bereits 33 Delegationen von Schwesterparteien aus allen Gegenden der Welt haben sich angemeldet, teilte am vergangenen Samstag Patrik Köbele, Vorsitzender der DKP, bei einem Vorbereitungstreffen auf dem Festgelände mit.

    Auch im Zelt von junge Welt und Melodie & Rhythmus spielt der Internationalismus eine zentrale Rolle. Das Programm für Freitag und Samstag haben wir Ihnen an dieser Stelle ja schon vorgestellt. Am Sonntag geht es nach einem ausgiebigen Bemme-Frühstück mit Kaffee, Tee und Saft weiter: André Scheer, Ressortchef der jW-Auslandsredaktion, skizziert ab 11 Uhr »Strategien der Konterrevolution in Lateinamerika«. Hier wird auch über das, was gerade in Venezuela oder Nicaragua geschieht, berichtet und diskutiert. Konterrevolutionen haben in Lateinamerika eine lange Tradition. Am 11. September 1973, also vor 45 Jahren, fand der US-gesteuerte Pinochet-Putsch in Chile statt, an diesem Tag ließ der sozialistische Präsident Salvador Allende sein Leben. Ihm zu Ehren trägt ab 12 Uhr der chilenische Liedermacher und Gitarrist Nicolás Miquea ein eigens dafür zusammengestelltes Programm vor. Der Schauspieler und Gewerkschafter Rolf Becker begleitet ihn und trägt Textauszüge der Lieder in deutscher Übersetzung vor.

    Der türkische Präsident hat mittlerweile seine Herrschaft auch mit deutscher Hilfe gefestigt. Zehntausende politische Gefangene füllen die Knäste, die deutsche Regierung billigt Lieferungen von Waffen, die Erdogans Armee auch in Syrien und im Irak einsetzt. Gegen die Waffenbrüderschaft der herrschenden Klassen gilt es, internationale Solidarität zu entwickeln. Darüber diskutieren jW-Autor Nick Brauns und jW-Redakteur Sebastian Carlens mit Besuchern am Sonntag ab 14 Uhr. Leider endet auch das schönste Fest einmal – das jW-M&R-Festzelt schließt nach drei Tagen mit vollem Programm um 17 Uhr. Zuvor darf aber an der Lenin-Bar noch ein Abschiedstrunk mit neuen und alten Bekannten und Genossen eingenommen werden.

    Wir haben Ihnen an dieser Stelle in den letzten Wochen unser umfangreiches Zeltprogramm für das UZ-Pressefest vorgestellt. Das ganze Fest hat aber auf zehn Bühnen und zwölf Programmzelten noch viel mehr zu bieten.

    Das Gesamtprogramm finden Sie unter pressefest.unsere-zeit.de, das Programm von jW und M&R unter jungewelt.de/pressefest.

    Verlag, Redaktion, Genossenschaft

    jungewelt.de/pressefest

  • Bemme, Theater & Musik

    Auch am Samstag bietet das jW-M&R-Zelt auf dem UZ-Pressefest ein spannendes Programm

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    Andrang im Zelt von junge Welt und Melodie & Rhythmus beim UZ-Pressefest 2014

    Warum es sich lohnt, zum nächsten UZ-Pressefest (7. bis 9. September in Dortmund) schon am Freitag nachmittag anzureisen, haben wir letzte Woche an dieser Stelle dargestellt. Aber auch am Samstag hat (nicht nur) das Zelt von junge Welt und Melodie & Rhythmus einiges zu bieten. Da geht es um 9 Uhr mit frischem Kaffee oder Tee, liebevoll belegten Bemmen, Obst und Saft los. Punkt 11 Uhr berichtet Roland Weber, Redakteur der jW-Themaseiten, über seine spektakuläre Biographie »Peter Hacks. Leben und Werk«. Um 13 Uhr spricht Susann Witt-Stahl mit Rolf Becker und Esther Bejarano über das neue Buch von Moshe Zuckermann: »Der allgegenwärtige Antisemit oder die Angst der Deutschen vor der Vergangenheit«.

    Natürlich können Sie zwischendurch gerne ein Glas kühlen Weißwein an unserer Lenin-Bar ordern, ansonsten geht es gleich weiter im Programm: Zum großen Podiumsgespräch »Gegenkultur – Künstler für eine Ästhetik wider den Zeitgeist« lädt die M&R-Chefredakteurin Susann Witt-Stahl um 14.30 Uhr Diego Castro, Frontmann der Band Black Heino (»Heldentum und Idiotie«), Robert Newald, Fotograf und Filmproduzent (Standard, Falter, Wiener Zeitung u. a.), Nirit Sommerfeld, Sängerin des Orchesters Shlomo Geistreich (»KlezMeshugge«), und Anja Panse, Schauspielerin und Regisseurin (»ROSA – Trotz alledem«), ein. Weil aber Gegenkultur nicht nur diskutiert, sondern auch praktiziert werden muss, folgen dem Gespräch der Auftritt des Rappers Diego Castro sowie ein Konzert von Nirit Sommerfeld und dem Orchester Shlomo Geistreich, das Klezmer mit Jazz und anderen modernen Tönen verbindet. Zwischen 17.30 und 19.00 Uhr findet die zentrale Friedensveranstaltung des UZ-Pressefestes auf der Hauptbühne statt.

    Von 19.30 (pünktlich!) bis 21.00 Uhr laden wir Sie in unser Theaterzelt zum Stück »ROSA – Trotz alledem!« (Text und Regie: Anja Panse) ein. Es ergründet die Herrschaftsverhältnisse unserer Zeit und stellt mit Rosa Luxemburg die Frage nach Alternativen. Auszüge der Inszenierung wurden bereits auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz aufgeführt, jetzt können Sie das komplette Werk erleben! Und weil ab 22 Uhr auf dem Pressefest aufgrund von Amtsauflagen überall die Stecker aus den Verstärkern gezogen werden, machen wir im Zelt von M&R und jW unplugged weiter: Die sympathischen Jungs von Cressy Jaw laden mit ihrem Crossover-Sound zum Tanz in die Nacht ein. Ein bisschen Kraft sollten Sie sich aber aufsparen, denn auch am Sonntag bieten wir (und andere) ein spannendes Programm. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

    Verlag, Redaktion, Genossenschaft

  • Sammlung für Lenin-Bar wächst

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    Erstausgabe der Iskra 1906

    Die Sammlung interessanter Materialien für unsere Lenin-Bar auf dem UZ-Pressefest wächst dank weiterer Schenkungen. Einen nunmehr auch schon historischen Reprint der Erstausgabe der Iskra schickte uns Ruth (Jahrgang 1933) aus Potsdam. Ein Berliner Leser stellt uns eine Fotodokumentation über geschändete Lenin-Denkmäler auf Grundlage einer Reportageserie von Carlos Gomes in der jungen Welt zur Verfügung. Eine schöne Anregung: Finden und dokumentieren Sie verschwundene oder verschandelte Lenin-Denkmäler! Auch andere Gegenstände zum Thema Lenin nehmen wir weiterhin gerne entgegen.
    Gemeinsam feiern und dabei auch noch die junge Welt stärken wollen wir nicht nur beim UZ- Pressefest, sondern auch auf dem Fest der Volksstimme am 1. und 2. September im Wiener Pratergarten. Für beide Veranstaltungen suchen wir noch Unterstützer: Beim Auf- und Abbau, aber auch für Verteilaktionen, Probeabowerbung oder Tresenschichten wird jede helfende Hand gebraucht! Für Sie eine Möglichkeit, junge Welt mal auf ganz andere Art kennenzulernen!
    (Bitte melden Sie sich unter aktionsbuero@jungewelt.de oder Telefon 0 30/53 63 55-10)

  • Auf nach Dortmund!

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    »Riesenansturm beim Pressefest der UZ«, betitelte die Junge Welt in ihrer Ausgabe vom 23. September 1974 einen Beitrag über »das erste Fest der Arbeiterpresse in der BRD«. Vom 7. bis 9. September 2018 wird das Ereignis mittlerweile zum zwanzigsten Mal stattfinden. Seit 1995 ist der Dortmunder Revierpark Wischlingen der Veranstaltungsort. Konstanten des Festes sind ein anspruchsvolles kulturelles und politisches Programm, Zehntausende Besucher aus aller Welt und aller Altersgruppen, eine kämpferisch-fröhliche Stimmung sowie die solidarische Begleitung durch unsere Tageszeitung. Viele Gründe also, um dabeizusein.

    Übernachtungsmöglichkeiten gibt es auf dem Zeltplatz vor Ort. Den Revierpark erreicht man bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Der Eintritt ist frei, die Veranstalter (DKP und ihre Wochenzeitung Unsere Zeit) bitten aber darum, einen Festivalbutton für fünf bzw. zehn Euro zu erwerben. Über das umfangreiche Programm können Sie sich auf pressefest.unsere-zeit.de informieren und dort auch Ihren Zeltplatz buchen. Noch ist Zeit dazu!

    Aktionsbüro

  • Viel Arbeit? Feste feiern!

    Wie Sie die Lenin-Bar beim UZ-Pressefest mitgestalten können

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    Geschäftiges Treiben beim UZ-Pressefest

    Alle zwei Jahre leisten sich die Linken im Lande eine große Sause: Das Pressefest wird traditionell von der DKP organisiert, die die Wochenzeitung Unsere Zeit (UZ) herausgibt – gefeiert wird gemeinsam mit vielen linken Freunden und Genossen aus dem In- und Ausland. Auch die Tageszeitung junge Welt und die Kulturzeitschrift Melodie & Rhythmus werden das Fest mit einem Polit- und Kulturzelt bereichern. Und wie überall auf dem Gelände findet man dort in einem kreativ-bunten Ambiente eine spannende Mischung aus politischen Beiträgen, Konzerten, Diskussionen und kulinarischen Genüssen. Zum zweiten Mal werden wir dort die Lenin-Bar mit Hilfe unserer Leserinnen und Leser und der Festbesucher gestalten: Ab sofort sammeln wir wieder Bilder, Skulpturen, Büsten, Dokumente, Briefmarken, kurzum alles, was mit Wladimir Iljitsch Lenin zu tun hat. Gerne darf man sich dazu auch selbst als Künstler versuchen und das Werk dann in unserer Bar ausstellen. Wir bitten um Voranmeldung, falls Sie den Gegenstand nicht schon vorher bei uns abgeben. In der Lenin-Bar kann man übrigens auch prima verweilen, wenn im Zelt gerade kein Programm läuft: zum Quatschen, Entspannen, Kennenlernen.

    Und das schon ab Freitag, 17 Uhr: Da wird die Bar feierlich eröffnet. Nur eine halbe Stunde später geht es mit dem vollen Programm los: Chefredakteur, Geschäftsführer und Verlagsleiter berichten über absurde Vorwürfe und Kampagnen gegen die junge Welt: Ist diese unglaubliche Tageszeitung denn nun tatsächlich Deutschlands auflagenstärkstes und bedeutendstes linksradikales Medium – oder in Wirklichkeit doch nur ein Brückenkopf der NATO-Trans­atlantiker? Eine Antwort gibt es schon vornweg: Wir verstehen junge Welt vor allem als Antikriegszeitung – und deshalb beschäftigt sich gleich der zweite Programmpunkt mit dem Thema »Gegen Russland geht’s – Aufmarsch der Kriegstreiber im Baltikum«. Mit Liedern und Geschichten beschreibt anschließend die Künstlergruppe Quijote deutsche Kriegsverbrechen in Griechenland. Danach geht es unplugged weiter: Die Folkpunker von The Pokes werden ganz ohne Stromgitarren für Stimmung und gute Laune im Zelt sorgen und mit uns bis in die Nacht feiern.

    Nein, liebe Leserinnen und Leser, das war keinesfalls unser ganzes Festprogramm – sondern lediglich das der Eröffnung am Freitag abend. Ganz klar: Es lohnt sich wie nie zuvor, zum Pressefest bereits am Freitag nachmittag anzureisen! Unser gesamtes Programm veröffentlichen wir demnächst auch an dieser Stelle.

    Verlag, Redaktion, Genossenschaft

  • »Werden die AfD im DGB-Haus nicht dulden«

    Im hessischen Hanau haben Mitglieder der rechten Partei Gewerkschafter verunglimpft. Die erhalten auch Drohbriefe. Gespräch mit Ulrike Eifler

    Gitta Düperthal
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    Wie hier im hessischen Neu-Isenburg im April, so gingen am 20. Juli in Hanau Hunderte gegen die Hetze der AfD auf die Straße

    Vergangenen Montag hat die AfD eine »Mahnwache zur linksextremen Gewalt« vor dem Hanauer Gewerkschaftshaus abgehalten – im Vorfeld ihres Wahlkampfauftakts für die Landtagswahl in Hessen im Herbst. Die rechte Partei hat dabei gegen Sie und DGB-Gewerkschaftssekretär Tobias Huth persönlich polemisiert. Wie geht sie vor?

    Sie hat zunächst das Gerücht in die Welt gesetzt, dass Straftaten im Zusammenhang mit angeblichem Linksextremismus zunehmen würden. Dann hat sie uns damit in Verbindung gebracht, indem sie im Anschluss unsere Namen erwähnte. Die Tatsache, dass AfD-Anhänger die Mahnwache vor dem DGB-Haus gemacht haben, zeigt, dass sie den Eindruck erwecken wollen, Gewerkschaftsfunktionäre seien politische Straftäter. Zudem greifen sie mich ganz persönlich an: Der DGB sei fest in der Hand der Linkspartei, und als deren Direktkandidatin würde ich die DGB-Strukturen für den Landtagswahlkampf der Partei nutzen. Die AfD sucht offenbar die politische Auseinandersetzung mit den Gewerkschaften. Das wird allerdings ein juristisches Nachspiel haben. Denn DGB-Strukturen für den Wahlkampf einer Partei zu nutzen, das wäre Veruntreuung von Mitgliedsbeiträgen. Damit wird mir eine Straftat unterstellt. Wir lassen gerade juristisch prüfen, inwieweit das anzeigerelevant ist.

    Von welchen angeblichen linksextremen Straftaten haben die AfDler vor dem DGB-Haus gesprochen?

    Es war die Rede davon, dass man Kreistagsabgeordneten im Main-Kinzig-Kreis die Autoreifen zerstechen, Radmuttern lockern, ihnen die Fensterscheiben einschmeißen würde. Völlig unklar ist, in welchem Ausmaß dies passiert ist und wer dahintersteckt. Fakt ist nur, dass unmittelbar danach die Namen von Tobias und mir fielen, so, als hätten wir damit zu tun.

    Sie und Tobias Huth hatten Drohmails erhalten – welchen Inhalts?

    Es waren Unterstellungen und Drohungen wie »Es klebt Blut an euren Händen; ihr veruntreut Arbeitergelder für bolschewistische Propaganda und Volksverrat.« Oder: »Ihr rotfaschistischen Drecksverbrecher werdet so enden wie 1933 ...« Das Ziel ist klar: Angriff auf die Führung mit dem Ziel der Spaltung. Aber die Attacken richten sich gegen uns alle. Sie müssen deshalb auch gemeinsam von allen abgewehrt werden: Gewerkschaften, Sozialdemokraten, Grünen und Linken. Ich bin froh über die vielen Solidaritätsschreiben, die uns derzeit erreichen.

    Wie reagierte die Gewerkschaftsbewegung auf die Angriffe?

    Dass die AfD einzelne herausgreift und verunglimpft, empört viele. Vergangenen Montag waren sofort 50 Kollegen auf der Straße, um das DGB-Gebäude zu schützen. Wir werden nicht dulden, dass Rechtsnationale wieder vor den Gewerkschaftshäusern aufmarschieren. Zu unserer Kundgebung am Freitag abend anlässlich der Wahlkampfveranstaltung der AfD in der Kulturhalle Hanau-Steinheim kamen 400 Teilnehmer. Dabei wurde einer unserer Kollegen angegriffen; er liegt noch immer im Krankenhaus.

    Der Steinheimer AfD-Direktkandidat Walter Wissenbach hatte zuvor dem DGB den Dialog angeboten. Was ist davon zu halten?

    Aus meiner Sicht wollte er sich als Saubermann darstellen und uns die Krawallkarte zuschieben. Nachdem wir zum Protest aufgerufen hatten, betonte er in der Öffentlichkeit die angeblichen Gemeinsamkeiten zwischen AfD und DGB. Er bat um eine Unterredung im Gewerkschaftshaus und äußerte, danach müsse der Protest gegen die AfD gar nicht mehr stattfinden. Ich habe das Gespräch abgelehnt und klargestellt, dass wir politische Gegner sind, dass wir die AfD im Gewerkschaftshaus nicht dulden und notfalls von unserem Hausrecht Gebrauch machen würden. Rassismus ist keine Gesprächsgrundlage. AfD-Bundesvorstandsmitglied Beatrix von Storch wurde von der Kölner Polizei wegen eines hetzerischen Tweets angezeigt. Wer nichts daran findet, mit ihr Veranstaltungen durchzuführen, ist kein Gesprächspartner für uns.

    Ist die AfD im Main-Kinzig-Kreis besonders stark?

    Die Auseinandersetzung mit ihr bekommt zumindest eine neue Qualität, weil sie jetzt ganz offen Gewerkschaften angreift. Wir müssen uns klar gegen sie positionieren. Auf unwahre Behauptungen müssen wir reagieren und dagegen protestieren. Immer wieder.

    Ulrike Eifler ist Geschäftsführerin der DGB-Region Südosthessen

  • Melodie & Rhythmus: Der Kampf geht weiter!

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    Melodie & Rhtyhmus fand auch beim UZ-Pressefest 2016 in Dortmund allerhand Freunde

    Bis gestern sind 1.438 Abobestellungen für unser Magazin für Gegenkultur eingetroffen. Damit haben wir auch die zweite Zielmarke geknackt. Von dieser hervorragenden Ausgangsbasis kann nun die letzte Etappe der M&R-Rettungsaktion angetreten werden: Bis zum Jahresende soll die Zahl der Bestellungen auf mindestens 1.700 Abos ansteigen, werden Anzeigen akquiriert, wird das erweiterte Produktionsteam aufgebaut und das erste Heft erarbeitet! Wir möchten schon heute allen Leserinnen und Lesern, Unterstützern und Künstlern danken, die mit ihrem Engagement dieses wunderbare Ergebnis ermöglicht haben! Auch dies werden wir auf dem UZ-Pressefest feiern, das vom 7. bis 9. September 2018 im Dortmunder Revierpark Wischlingen stattfindet. Im Zelt von junge Welt und Melodie & Rhythmus beim Leninplatz ist auch eine spannende Diskussionsrunde zum Thema Gegenkultur geplant; geboten werden neben weiteren politischen auch akustische und gastronomische Delikatessen! Wir freuen uns auf Euch!

    Verlag, Redaktion M&R, Genossenschaft

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