Gegründet 1947 Donnerstag, 12. Dezember 2019, Nr. 289
Die junge Welt wird von 2220 GenossInnen herausgegeben
jW stärken!

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    Eine gute Möglichkeit, Freunden, Bekannten oder Kollegen die Tageszeitung junge Welt nahezubringen, ist das dreimonatige Revolutionsabo. Es ist zum ermäßigten Preis von 60 Euro erhältlich und muss nicht abbestellt werden, weil es automatisch endet. Es ist noch bis zur Liebknecht-Luxemburg-Demo am 13. Januar bestellbar!

  • Rote Insel

    2018 war das Jahr des Abgesangs auf die gedruckte Tageszeitung. Warum die junge Welt trotzdem überleben kann
    Dietmar Koschmieder
    Klarer Trend bei Taz …
    Klarer Trend bei Taz …

    Die Berliner Taz (Tageszeitung) schaut gern in die Glaskugel: Schon im Sommer 2013 sinniert ihr Geschäftsführer öffentlich darüber, wie lange man sich bei dramatisch sinkender Auflage eine täglich gedruckte Ausgabe überhaupt noch leisten könne, und präsentiert seine Lösung des Problems: Neben der Onlinestrategie setze die Taz voll auf die Wochenendausgabe. Die wird ein wenig aufgeblasen, ist seitdem »dick und gemütlich«, eine Zeitung für dann, wenn der Leser Zeit hat. Die verkaufte Auflage sinkt trotzdem weiter, auch am Wochenende. Fünf Jahre später wird im Sommer 2018 verkündet, dass sich das Taz-Management nur noch für dreieinhalb Jahre eine täglich gedruckte Ausgabe leisten wolle: Danach soll die Zeitung ausschließlich digital erscheinen – abgesehen von der Wochenendausgabe, verkündet Taz-Geschäftsführer Karl-Heinz Ruch und wird dafür von der Berliner Morgenpost als »der mutigste deutsche Zeitungsmanager« gelobt. Kritische Hinweise aus der Leserschaft, dass der Auflagenschwund etwas mit austauschbaren Inhalten zu tun haben könne, werden ignoriert.

    Der ökonomischen Not gehorchend, folgt auch das Neue Deutschland diesem Trend: Im Herbst 2018 werden die gedruckten Ausgaben von Montag bis Freitag auf 16 Seiten geschrumpft, dafür aber die Wochenendausgaben aufgehübscht: Bei gleichbleibender Seitenzahl werden sie vom täglichen Nachrichtengerümpel befreit. Aus neues deutschland, sozialistische Tageszeitung wird nd, die Woche. Auch hier fragen viele Leserinnen und Leser, ob der Auflagenverfall nicht auch etwas mit inhaltlicher Beliebigkeit zu tun haben könne – die mit dem Titel- und Imagewechsel eher zu- als abgenommen hat. Das Neue Deutschland wird so jedenfalls keine dreieinhalb Jahre bis zum Ende seiner täglich gedruckten Version durchhalten.

    Aber schon jetzt steht fest, dass die nächste gedruckte Tageszeitung, die dicht macht, nicht aus dem Hause Taz oder ND kommt – sondern aus dem Hause Springer: Zum Jahresende 2018 wird die Fußball-Bild (FuBi) eingestellt: Man habe sich geirrt und den Markt falsch eingeschätzt, obwohl sich im Hause beim Start seinerzeit alle einig gewesen seien, dass das Ding aufgrund der Fußballbegeisterung im Land ein Riesenerfolg werden würde, teilt der Vorstandsvorsitzende des Medienhauses, Mathias Döpfner, Mitte Dezember 2018 mit. Doch nach dem Irrtum ist vor dem Irrtum, denn fast gleichzeitig deutet er das nächste Springer-Projekt an. Und was kommt nach dem Tagesprojekt? Richtig! Das Wochenprojekt: Springer plant ein politisches Wochenmagazin mit dem Titel Bild Politik. Wenn das überhaupt etwas wird, wird es auch so ein dickes und gemütliches Ding werden.

    Die junge Welt soll – neben den verschiedenen digitalen Möglichkeiten – auch weiterhin als gedruckte Tageszeitung verfügbar sein. Ausgerechnet ein konzernunabhängiges und linkes Blatt kann praktisch nachweisen, dass der Verfall der verkauften Auflage am Kiosk oder bei den Abonnements in den letzten 20 Jahren nicht zwangsläufig ist. Das hat viel mit dem speziellen Marketing der jungen Welt zu tun und damit auch sehr viel mit dem außergewöhnlichen Engagement der Leserinnen und Leser. Auch dies ist letztlich nur über den hohen Nutzwert der Zeitung und dieser über ihre klare inhaltliche Positionierung zu erklären: Eine vergleichbare Tageszeitung gibt es nicht, weshalb ihr Verlust nicht durch eine andere zu ersetzen wäre.

    … und ND: Die Bedeutung der Tagesausgaben schwindet
    … und ND: Die Bedeutung der Tagesausgaben schwindet

    Weil aber auch die junge Welt seit 1990 den Gesetzen und Schwankungen des kapitalistischen Marktes ausgesetzt ist, wird der Kampf für ihren Erhalt härter: Dramatische Preiserhöhungen durch die Deutsche Post AG, die für die jW-Zustellung jährlich mindestens 90.000 Euro mehr abkassieren will, juckt andere betroffene Zeitungen kaum: Sie vertreiben in der Regel nur noch Restexemplare über die Deutsche Post. Die Druckpreise steigen, schon deshalb, weil immer weniger Zeitungspapier hergestellt wird. Diese und andere wachsende Kosten muss der Verlag der jungen Welt durch mehr Einnahmen kompensieren – weil aber für ihn die gedruckte Tageszeitung kein Auslaufmodell ist und der Abopreis deshalb erschwinglich bleiben soll, ist er bei Strafe des Untergangs darauf angewiesen, Reichweite und Abobestände kontinuierlich zu erweitern. Dies wird immer schwieriger: zum einen, weil die linke Zeitung immer stärker von Werbeverboten und anderen Repressionen (wozu auch die bewusste Nennung im jährlichen Verfassungsschutzbericht oder Schmähungen durch die Bundeszentrale für politische Bildung gehören) betroffen ist, zum anderen, weil die Zustellqualität durch Zustelldienste (vor allem die der Deutschen Post AG) immer schlechter wird. Auch im digitalen Format sind mittlerweile Reichweiten nur zu vergrößern (und Abonnements zu gewinnen), wenn dafür viel Geld in die Hand genommen – und man nicht trotzdem über diverse Filter blockiert wird.

    Wir haben im Jahr 2018 den offiziellen Abgesang auf die gedruckte Tageszeitung erlebt. Wenn die junge Welt trotzdem überleben will, wird sie ihre Arbeit auf neue Grundlagen stellen müssen: Im digitalen Bereich nicht nur für das Produkt junge Welt, sondern auch bei den Werbeformen dafür. Wir können aber auch verstärkt auf Bewährtes zurückgreifen, um auf die Existenz der jungen Welt (und auf die Notwendigkeit von mehr Abos) hinzuweisen: Keine Demo ohne jW-Verteilung! Keine Buchmesse, kein Gewerkschaftstag ohne rote jW-Insel! Keine Region ohne aktive jW-Leserinitiative!

    Die Bedingungen für Erhalt und Weiterentwicklung der jungen Welt sind so schwierig wie noch nie – die Notwendigkeit wenigstens einer kritischen Tageszeitung gegen Krieg und Ausbeutung war aber auch noch nie so offensichtlich. Wenn wir unsere Möglichkeiten klug nutzen, wird genau diese Zeitung auch in den nächsten zehn Jahren verfügbar sein.

  • rlk19
    Die Ideen von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht werden von den Besuchern der Konferenz aufgegriffen

    Die junge Welt gibt es nicht nur digital oder in gedruckter Form: Sie findet auch einmal jährlich als Tagesveranstaltung in Form der Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz statt. Ohne jW wäre diese Konferenz nicht durchführbar! Zeitung wie Konferenz sind einmalig im deutschsprachigen Raum, das erkennen auch immer mehr internationale Organisationen. So wird die kommende XXIV. Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz am 12. Januar 2019 im Berliner MOA-Kongresszentrum mehr als je zuvor ein internationales Meeting linker Kräfte vor allem aus Europa, aber auch aus anderen Teilen der Welt. Delegationen fortschrittlicher Organisationen und Gewerkschafter sind bisher aus Großbritannien, Spanien, Österreich, Belgien, Dänemark, der Schweiz und aus Kuba, der Türkei und Luxemburg angekündigt.

    Die Ideen von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, die vor einhundert Jahren die Kommunistische Partei Deutschlands mitbegründet und mit anderen Revolutionären den Kaiser und seine Getreuen davongejagt haben, werden von den Besuchern der Konferenz aufgegriffen: Wir erinnern gemeinsam daran, dass das Werk der Revolutionäre noch zu vollenden ist – so wie das die kubanischen Genossinnen und Genossen vor 60 Jahren vollbracht haben. Das ist kein Schnee von gestern, sondern dringende Zukunftsaufgabe. Es zeichnet sich schon heute ab, dass die kommende Konferenz die bestbesuchte ihrer Geschichte sein wird. Den Leserinnen und Lesern der jungen Welt empfehlen wir deshalb dringend, sich Einlassbänder im Vorverkauf zu sichern (online unter www.rosa-luxemburg-konferenz.de oder in der jW-Ladengalerie in Berlin). Alle Bestellungen, die uns bis zum 4. Januar erreichen, werden rechtzeitig ausgeliefert. Weil danach ein zuverlässiges Zusenden der Bänder nicht mehr gewährleistet werden kann, nehmen wir ab dem 5. Januar nur noch Reservierungen entgegen. Reservierte Einlassbänder müssen am Veranstaltungstag bis spätestens 10.45 Uhr an der Tageskasse abgeholt werden. Im Moment ist unklar, wie viele Restkarten an der Tageskasse ohne Vorbestellung noch verfügbar sein werden.

    Vorbereitungsgruppe Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz 2019

    Informationen und Vorverkauf unter rosa-luxemburg-konferenz.de

  • mr1-19
    Die Waffe der Kritik hat wieder ein Magazin

    Innerhalb von nur zehn Monaten ist es uns gelungen, den Abobestand von Melodie & Rhythmus, unserem Magazin für Gegenkultur, fast zu verdoppeln und so seine Fortführung zu sichern. Das neue Heft ist seit wenigen Tagen am Kiosk erhältlich – die Reaktionen sind überschwenglich, es mischen sich aber auch skeptische Töne darunter: Ein hervorragendes Heft, meinte ein Teilnehmer der außerordentlichen Vollversammlung der LPG junge Welt eG (Genossenschaft, die junge Welt und Melodie & Rhythmus herausgibt) am vergangenen Sonnabend. Allerdings, so meinte der Genosse, wird es wohl schwierig sein, das hohe Niveau des Heftes auch mit dem nächsten fortzuführen. Da die kommende Ausgabe den Schwerpunkt »Kriegspropaganda« haben wird, sieht es die M&R-Redaktion als ihre Aufgabe, sie noch ideologiekritischer und bissiger zu gestalten – und das hohe Niveau mindestens zu halten. Eine Aufgabe, die noch einfacher zu bewältigen wäre, wenn mit zusätzlichen Abonnements die materielle Ausstattung der Redaktion weiter verbessert werden könnte. Die 26,90 Euro für ein Jahresabo sind eine gute Investition in kritische linke Gegenkultur. Nutzen Sie den Abocoupon, der der heutigen Ausgabe der jungen Welt beiliegt (oder das Onlineformular unter melodieundrhythmus.com/abo). Und jetzt schon vormerken: Gefeiert wird der Neustart der Kulturzeitschrift am 25. Januar 2019 im Maschinenhaus der Berliner Kulturbrauerei.

    Aboservice

  • Auf eigene Kraft setzen

    junge Welt wird es weiter gedruckt und digital geben
    kraft
    Auch vereint ein starkes Angebot: Abonnieren!

    Uns stehen harte Zeiten bevor – aber wir sind bester Dinge, sie zu meistern! Mut und Zuversicht gewinnen wir aus den zahlreichen Reaktionen unserer Leserinnen und Leser, darunter viel konkrete Unterstützung: Spenden erreichen uns und Genossenschaftsanteile – vor allem jedoch viele Abobestellungen, Print- wie Onlineabos. Und genau darauf kommt es an: Wir haben nur dann eine Chance, langfristig die junge Welt als alternatives Medium zu erhalten und auszubauen, wenn viele Menschen sie auch abonnieren. Um aber ganz bewusst ein Abo abzuschließen, muss man zunächst wissen, dass es die junge Welt überhaupt gibt und dass sie im Vergleich zu anderen Tageszeitungen einen hohen Nutzwert hat. Heute ist besonders wichtig, dass möglichst alle, die unsere Zeitung kennen und schätzen, sie auch abonnieren. Und damit wir auch morgen Abonnements gewinnen können, müssen viel mehr Menschen erfahren, dass es so ein Zeitungsprodukt gibt! Wenn die junge Welt auch in drei, vier Jahren noch existieren soll, muss der Bestand an bezahlten Online- und Printabonnenten beständig wachsen – entgegen allen Trends in der Branche. Deshalb gehört es zu unseren wichtigsten Aufgaben, den Bekanntheitsgrad der Zeitung zu erhöhen. Da wir allerdings auch in dieser Frage oft behindert werden (Werbeverbot bei der Deutschen Bahn, bei Radiosendern und Zeitungen, auch durch das Schweigekartell von Taz bis FAZ), müssen wir uns vor allem auf eigene Kräfte verlassen.

    Deshalb werden wir bis zur Rosa-Luxemburg-Konferenz unsere aktuelle Kampagne überarbeiten. Eine Probe­aboaktion im Frühjahr, die große Verteilaktion rund um den 1. Mai 2019 und Aboaktionen im Sommer und Herbst sollen dazu führen, dass die junge Welt trotz aller Angriffe ökonomisch handlungsfähig bleibt. Das Onlineangebot soll ausgebaut und besser bekannt gemacht werden. Und wir werden auch weiterhin in das Kulturgut gedruckte Tageszeitung investieren! Denn die Lage ist einfach zu skizzieren: Ohne ausreichend Onlineabonnenten werden wir keine Printausgabe, ohne ausreichend Printabonnenten keine Onlineausgabe herstellen können. Gemeinsam mit unseren Leserinnen und Lesern sorgen wir dafür, dass es auf beiden Kanälen munter weitergeht.

    Verlag, Redaktion, Genossenschaft

    jungewelt.de/abo

  • jW in Gefahr

    Ohne Vorwarnung und entgegen anderen Versprechungen will die Deutsche Post AG ab dem kommenden Jahr für die Zustellung der jungen Welt mindestens 90.000 Euro zusätzlich kassieren – und das jedes Jahr. Noch vor wenigen Jahren hätte solch ein unverschämtes Vorgehen durch einen Geschäftspartner das Aus für die junge Welt bedeutet. Dank aktiver Leserinnen und Leser und dank unserer Genossenschaft haben wir heute Chancen, diesen Anschlag der Deutschen Post AG zu überstehen. Entscheidend ist allerdings, ob wir in den kommenden Wochen ausreichend neue Abonnentinnen und Abonnenten für die Print- wie die Onlineausgabe gewinnen können.

    Natürlich bitten wir zunächst alle, die die junge Welt bereits kennen und nutzen, um ein Abonnement. Es kommt aber auch darauf an, Bekanntheitsgrad und Reichweite der jungen Welt deutlich zu erhöhen, damit möglichst viele Menschen diese Zeitung für sich entdecken. Helfen Sie uns dabei, indem Sie unser Revolutionsabo weiterempfehlen oder verschenken. Zum günstigen Preis von 60 Euro kann man damit drei Monate lang die junge Welt erkunden. Das Abo endet automatisch, muss also nicht abbestellt werden. Drei Monate sind eine gute Zeit, den hohen Nutzwert der Zeitung zu erfahren und die Bereitschaft zu entwickeln, ein unbefristetes Abonnement abzuschließen. Das Revolutionsabo kann zwar bis zur Rosa-Luxemburg-Konferenz bzw. auch noch einen Tag später auf der Liebknecht-Luxemburg-Gedenkdemonstration bestellt werden – wer allerdings ein Weihnachtsgeschenk daraus machen will, sollte darauf achten, dass die Bestellung bis zum 21. Dezember, 12 Uhr, bei uns eintrifft. Denn nur dann können wir sicherstellen, dass Geschenkurkunde und Prämie den Briefkasten des Bestellers noch rechtzeitig erreichen. Nutzen Sie einfach den nebenstehenden Coupon!

    Bereits für 26,90 Euro (für vier Ausgaben) können Sie auch gern ein Jahresabonnement der Kulturzeitschrift Melodie & Rhythmus verschenken! Das aktuelle Heft (1. Quartal 2019) ist seit diesem Freitag im gut sortierten Einzelhandel erhältlich. Und falls Sie in letzter Minute noch ein Geschenk brauchen: Kaufen Sie doch dieses Heft und legen Sie es mit einen ausgefüllten Abocoupon unter den Weihnachtsbaum. Und es gibt eine dritte Möglichkeit, revolutionär zu abonnieren: Ein Jahresabonnement der deutschen Ausgabe von Granma International kostet für zwölf Ausgaben im Jahr gerade mal 18 Euro. Abobestellformulare finden Sie im Internet.

    Aboservice Verlag 8. Mai GmbH

    Deutsche Ausgabe Granma International: www.jungewelt.de/granma
    Revolutionsabo: www.jungewelt.de/revolutionsabo
    Melodie & Rhythmus: www.melodieundrhythmus.com/abo

  • Wir feiern die Revolution

    Nieves Iliana Hernández, Abel Prieto und Eduardo Sosa sind Ehrengäste aus Kuba
    Dietmar Koschmieder (Verlag 8. Mai), Stefan Huth (junge Welt), Susann Witt-Stahl (Melodie & Rhythmus), Simon Zeise (LPG junge Welt eG)
    Abel Prieto
    Fidel Castro mit dem langjährigen kubanischen Kulturminister Abel Prieto (m.) und dem argentinischen Autor Atilio Boron in Havanna am 11. Juni 2005

    Im Januar vor 100 Jahren gelang es der Reaktion, die Novemberrevolution in Deutschland militärisch abzuwürgen, dem Blutbad fielen auch Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht zum Opfer. Im Januar vor 60 Jahren gelang es der Reaktion nicht, die Kubanische Revolution der Frauen und Männer um Fidel Castro und Che Guevara zu verhindern. Auch Überfälle, Blockaden, Boykott, Lüge und Hetze konnten nicht verhindern, dass das kubanische Volk bis heute an der Revolution festhält. Selbst als das sozialistische Weltsystem wegbrach und Kuba wegen großer ökonomischer Probleme vor riesigen Herausforderungen stand, hielt die rote Insel stand. Kuba ist und bleibt für uns ein Ansporn, selbst unter härtesten Bedingungen unnachgiebig für eine gerechte Welt zu kämpfen. Deshalb haben wir schon vor einem Jahr beschlossen, auf der kommenden Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz am 12. Januar 2019 den 60. Jahrestag der Kubanischen Revolution mit einer einstündigen Manifestation zu feiern und den kubanischen Genossinnen und Genossen zu danken.

    Seit wenigen Tagen steht nun das Programm für die Manifestation fest. Es ist uns eine ganz besondere Ehre und Freude, dass wir unseren Leserinnen und Lesern eine hochkarätige Delegation aus Kuba ankündigen können: Mit dem Liedermacher und Sänger Eduardo Sosa kommt ein beliebter Musiker der Insel, mit Nieves Iliana Hernández die Europaverantwortliche der internationalen Abteilung des ZK der Kommunistischen Partei Kubas und mit Abel Prieto ein Schriftsteller, der viele Jahre hindurch Kulturminister des Landes und Berater von Raúl Castro war. Sie werden darüber berichten, mit welchen Anstrengungen die Kubanische Revolution weiterentwickelt wird und welche Rolle die Kultur in den revolutionären Prozessen spielt.

    Die Manifestation mit Liedern, Vortrag und Diskussion findet am späteren Nachmittag des 12. Januar im großen Saal des Mercure-Hotels MOA statt. Schon morgens wird um 10.20 Uhr die kubanische Band Proyecto Son Batey durch die Veranstaltungsräume in den großen Versammlungsraum ziehen, wo um 11 Uhr die Konferenz eröffnet wird. Beendet wird sie mit dem gemeinsamen Singen der »Internationale« um 20 Uhr im selben Saal, danach darf in der Lounge mit Mojitos zu den Klängen der Band weitergefeiert werden (falls man nicht lieber an der Lenin-Liebknecht-Luxemburg-Feier der DKP im Hause teilnehmen will).

    Besuchern der Rosa-Luxemburg-Konferenz empfehlen wir, sich rechtzeitig in der jW-Ladengalerie oder über das Onlineformular das Einlassbändchen zu bestellen. Das erspart lange Wartezeiten an der Tageskasse. Dort wird es – wenn überhaupt – nur noch Restkarten geben: Bis heute wurden bereits 1.100 verkauft.

    Bestellung von Eintrittsbändern und Programm der Konferenz: www.rosa-luxemburg-konferenz.de

  • Gegenkultur am Kiosk

    Die Waffe der Kritik hat wieder ein Magazin
    Geschafft dank der Unterstützung vieler Leserinnen und Leser sow
    Geschafft dank der Unterstützung vieler Leserinnen und Leser sowie zahlreicher Kulturschaffender

    Dass wir kämpfen und siegen können, belegt folgende Nachricht: Die aktuelle Ausgabe der Kulturzeitschrift Melodie & Rhythmus ist gedruckt und wird in diesen Tagen an unsere Abonnenten ausgeliefert. Ab nächster Woche ist sie am Kiosk erhältlich. Alles andere als eine Selbstverständlichkeit!

    Melodie & Rhythmus wurde 1957 in der DDR gegründet und avancierte rasch zu einer der beliebtesten Zeitschriften des sozialistischen Landes. 2008 sollte sie eingestellt werden. Um das zu verhindern, hat die Verlag 8. Mai GmbH, in dem auch die junge Welt erscheint, die weitere Herausgabe übernommen. In den letzten Jahren bauten wir M & R zum Magazin für Gegenkultur aus. Der damit verbundene erhöhte materielle Aufwand konnte aber nicht über Kioskverkäufe und Abonnements gedeckt werden. Deshalb eröffneten wir im Januar dieses Jahres unseren Leserinnen und Lesern: Nur wenn wir genügend zusätzliche Abonnements gewinnen, kann M & R weiter erscheinen! Dank der Unterstützung von über 50 Kulturschaffenden aus dem In- und Ausland, aber auch durch das Engagement vieler Leserinnen und Leser konnten die materiellen Voraussetzungen für die Fortführung der Zeitschrift erkämpft werden. Dazu zählen über 1.700 zusätzliche Abonnements, aber auch Anzeigen von Verlagen und anderen Kulturinstitutionen für die Zeitschrift. Es ist uns gelungen, ein begeistertes und besonders qualifiziertes erweitertes Redaktions- und Produktionsteam aufzustellen. Das Ergebnis der langen Arbeit dürfen Sie nun in Augenschein nehmen: Ab kommenden Freitag, den 14. Dezember, können Sie M & R 1/2019 im Einzelhandel, im jW-On­lineshop oder in der jW-Ladengalerie kaufen. Aber auch für Melodie & Rhythmus gilt: Der wichtigste Faktor für die Absicherung bleibt das Abo. Ihr Abo!

    Verlag 8. Mai GmbH

    melodieundrhythmus.com

  • Kraft für den Kampf

    Zustellung von junge Welt kostet 90.000 Euro mehr. Große Solidarität unserer Leserinnen und Leser
    Monopol im deutschen Zeitungsvertrieb – die Deutsche Post AG lan
    Monopol im deutschen Zeitungsvertrieb – die Deutsche Post AG langt zu

    Die Deutsche Post AG schlägt zu: Entgegen allen Versprechungen fordert der Vorstand des Konzerns für die Zustellung der jungen Welt ab Januar 2019 satte 28,5 Prozent mehr – das sind jedes Jahr mindestens 90.000 Euro an zusätzlichen Kosten. Verschärft wird das Problem durch die schlechte Zustellqualität, weshalb neue Abonnenten immer schwieriger zu werben sind. Darüber haben wir am vergangenen Sonnabend in der jungen Welt ausführlich berichtet – aber auch darüber, wie Sie uns in dieser existenzgefährdenden Situation konkret helfen können.

    Leser machen Mut

    Die ersten Reaktionen geben uns viel Kraft, den Kampf für die Weiterentwicklung der jungen Welt fortzuführen. Neben großen und kleinen Spenden erreichten uns vor allem Abonnementbestellungen: Zum einen von Menschen, die die junge Welt bislang gratis genutzt hatten, etwa online. Andere verschenkten unser Revolutionsabo, das für drei Monate zum Sonderpreis von 60 Euro angeboten wird und sich auch als Weihnachtspräsent eignet, weil es automatisch endet. Nicht wenige Print- und Onlineabonnenten stiegen auf eine höhere Preisklasse um.

    Viele Fragen

    Andere Leserinnen und Leser stellten uns Fragen zum Thema: Kann man denn nicht einfach auf einen anderen, billigeren überregionalen Dienstleister umsteigen? Leider geht das nicht: Die Konkurrenz der Post bietet einen solchen Service nicht an, die Post hat das Monopol bei der bundesweiten Belieferung mit Tageszeitungen – und wird im Gegensatz zur Konkurrenz vom Staat finanziell unterstützt. Kann die junge Welt nicht, wie andere, stärker auf die Frühzustellung durch örtliche Trägerdienste umsteigen? Das prüfen wir für einzelne Orte, ist aber bundesweit nicht zu leisten. Da wir die junge Welt nur an zwei Orten drucken, sind die Anlieferungszeiten für solche Dienste in der Regel nicht zu schaffen. Könnten wir nicht einen eigenen, alternativen Zustellservice aufbauen? Auch dies ist bundesweit und in der notwendigen Qualität nicht machbar. Können wir nicht ein Kioskabo einführen, bei dem der Abonnent seine Zeitung täglich am örtlichen Kiosk abholt? Diese Möglichkeit gibt es schon heute, ist aber nur in Einzelfällen eine Lösung. Hinzu kommt, dass der Preis für ein Kioskabo höher liegt als der Normalpreis, weil der Zwischenhandel an den Einnahmen beteiligt ist.

    Politischer Druck

    Eine Option wäre, dass durch politischen Druck die Preiserhöhung ganz oder teilweise zurückgenommen wird. Mittlerweile haben auch andere Medien (zum Beispiel dpa, Handelsblatt, ZDF und Fachzeitschriften) über das unglaubliche Gebaren der Post berichtet, im Bundestag läuft eine Anfrage von Doris Achelwilm, medienpolitische Sprecherin der Partei Die Linke, zu diesem Vorgang. Die andere Seite ist, dass ebenfalls betroffene Medienhäuser leider noch immer stillhalten, wie etwa das Neue Deutschland.

    Was zu tun ist

    Der wichtigste Faktor für die ökonomische Absicherung der jungen Welt sind Abonnements. Wir werden weiter für den Erhalt einer täglich gedruckten Tageszeitung kämpfen, also sind Printabos gerade jetzt sehr wichtig. Wir arbeiten zudem mit Hochdruck am Ausbau unserer Onlineausgabe. Man kann schon heute die junge Welt über das PDF-Format bequem wie eine gedruckte Tageszeitung auf dem Bildschirm lesen, ein Onlineabo ist günstig zu erwerben, Kosten für Druck und Vertrieb entfallen. Deshalb bitten wir alle, die das Printabo nutzen, zusätzlich ein Onlineabo zu buchen. Beide Formate zusammen bieten schon heute ganz spezielle Vorteile, so haben Sie die optimale Verfügbarkeit und den besten Nutzen aus unserer journalistischen Arbeit. Beispielsweise können Sie online die Zeitung bereits am Vorabend vollständig lesen und haben uneingeschränkten Archivzugriff.

    All jene, die die junge Welt im Internet lesen, dafür aber noch nichts bezahlen, bitten wir, unserer Abogemeinschaft beizutreten. Ihnen muss klar sein, dass wir unsere journalistische Arbeit nur weiterführen können, wenn den steigenden Kosten steigende Einnahmen gegenüberstehen. Natürlich helfen auch Spenden und Genossenschaftsanteile: Sie helfen, Zeit zu gewinnen, uns auf die neue Situation einzustellen und handlungsfähig zu bleiben.

    Weitere Beratung

    Über das weitere Vorgehen beraten wir auf einer außerordentlichen Genossenschaftsvollversammlung am kommenden Sonnabend, dem 15. Dezember, von 13 bis 16 Uhr in der jW-Ladengalerie, Torstraße 6, in 10119 Berlin. Auch auf der XXIV. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz am 12. Januar im Berliner MOA-Kongresshotel spielt das Thema eine Rolle. Gemeinsam mit unseren Leserinnen und Lesern werden wir die vor uns liegenden großen Aufgaben meistern!

    Verlag, Redaktion und Genossenschaft

    Hier können Sie online Ihr Abo bestellen oder auf eine höhere Preisklasse umsteigen: jungewelt.de/abo

    Hierhin können Sie spenden: Verlag 8. Mai GmbH, IBAN: DE50 1001 0010 0695 6821 00, BIC: PBNKDEFF, Kennwort »Abospende«, oder online unter jungewelt.de/spenden

    Hier finden Sie das Programm zur Außerordentlichen Vollversammlung: jungewelt.de/genossenschaft

    Hier finden Sie Infos zur Rosa-Luxemburg-Konferenz: rosa-luxemburg-konferenz.de

  • Die unsichtbare Hand

    Post-Boss Appel zeigt, wie man auf Kosten von Beschäftigten und Kunden Milliarden scheffelt
    Denis Gabriel
    Appel
    Frank Appel, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Post

    Die Deutsche Post AG verlangt für die Zustellung der Tageszeitung junge Welt mal eben 90.000 Euro mehr pro Jahr. Für den Vorstandsvorsitzenden Frank Appel sind das Peanuts: Sein Ziel ist, mit dem Postkonzern täglich (!) einen operativen Gewinn von 13,7 Millionen Euro zu erzielen. Er selber ließ sich seine Tätigkeit im Jahr 2016 mit bescheidenen zehn Millionen vergüten, das sind 27.000 Euro täglich. Auch an den Wochenenden, versteht sich. Das alles hat natürlich seinen Preis: Da werden mal eben 10.000 Paketzusteller der Post trickreich in niedrigere Einkommensklassen gedrängt, da spart man bei der Einstellung von Zustellern der Brief- und Zeitungspost, verdichtet Arbeitszeiten, verschlechtert die Qualität der Dienstleistungen und erhöht nebenbei saftig die Preise.

    Das ist leicht möglich, weil die Post privatisiert und immer mehr den Marktextremisten überlassen wird. Obwohl ja ganz andere Dinge versprochen werden: »Privatisierung wird damit begründet, dass private Unternehmen wirtschaftlicher arbeiten und gleiche Güter und Leistungen kostengünstiger bereitstellen«, meint zum Beispiel die Bundeszentrale für politische Bildung, sie spricht sogar von der »unsichtbaren Hand des Marktes«, die so ihre »segensreiche Wirkung« entfalten könne. Und: »Eine Abkehr von der Liberalisierung durch zunehmende Staatseingriffe (…) führt zu verschlechterten Wohlfahrtsergebnissen«. Reine neoliberale Propaganda, wie das Beispiel Deutsche Post AG eindrücklich belegt. Appel und sein Vorstand sind jedenfalls gerade dabei, mit saftigen Preiserhöhungen den Niedergang der gedruckten Tageszeitungen zu beschleunigen. Dagegen kann man sich wehren: Jedes Print- und Onlineabo für die Tageszeitung junge Welt ist nicht nur ein Abo gegen Dummheit, Lüge und Hass – sondern auch gegen Profitgier!

  • Die junge Welt in Gefahr!

    Wie Sie konkret helfen können. Genossenschaftsvorstand beruft außerordentliche Mitgliederversammlung ein
    UDB
    Frisch aus der Druckmaschine: junge Welt

    Heute vor acht Wochen startete an dieser Stelle unsere aktuelle Kampagne. In einem Aufruf erklärten wir, dass für den Erhalt und die Weiterentwicklung der jungen Welt zusätzlich 1.300 Print- und 600 Onlineabos benötigt werden. Nur so sei unser Verlag in der Lage, trotz steigender Kosten die Herausgabe unserer der Aufklärung verpflichteten Tageszeitung längerfristig zu sichern. Was wir vor acht Wochen allerdings nicht wussten: Die Deutsche Post hält ihr Versprechen nicht und erhöht die Zustellpreise statt um 2,8 Prozent um satte 28,5 Prozent. In unseren Berechnungen fehlen also plötzlich 90.000 Euro, die wir nun ab 2019 zusätzlich einnehmen müssen. Ob wir das schaffen werden, ist im Moment noch unklar. Fest steht aber: Mehreinnahmen in dieser Größenordnung sind nur über deutlich höhere Zuwächse an Abos zu schaffen.

    Das unglaublich rücksichtslose Vorgehen der Post zeigt aber auch: Wir brauchen neben deutlich mehr Einnahmen eine Strategie, die den sich verändernden Verhältnissen besser entspricht. Zwar werden wir weiterhin darum kämpfen, so lange wie möglich eine gedruckte Tageszeitung zur Verfügung zu stellen, aber der Ausbau unseres Onlineangebotes muss wesentlich schneller vorangehen, und seine Vorteile sind viel stärker in den Mittelpunkt zu stellen. Denn gerade der Bestand an bezahlten Onlineabonnements wird vermutlich auf lange Sicht darüber entscheiden, ob die junge Welt überleben kann. Deshalb lädt der Vorstand der Genossenschaft LPG junge Welt eG alle Mitglieder zu einer außerordentlichen Vollversammlung am Samstag, den 15. Dezember, ab 13 Uhr in die jW-Ladengalerie (Torstr. 6, 10119 Berlin) ein. Dort soll über die aktuelle Situation informiert und über Strategien, die uns aus dieser fundamentalen Krise führen können, beraten werden (zu Einladung und Vorschlag für die Tagesordnung).

    Wie können unsere Leserinnen und Leser jetzt ganz konkret helfen? – Jetzt kommt es erst recht darauf an, möglichst viele Print- und Onlineabos einzuwerben. Die ursprüngliche Zielsetzung muss allerdings deutlich übertroffen werden. Deshalb bitten wir alle, die noch kein Abo haben, unsere Zeitung zu bestellen. Alle Printabonnenten regen wir an, zusätzlich ein Onlineabo zu buchen – und Onlineabonnenten sollten zur Ergänzung ein Printabo bestellen, solange das noch geht. Darüber hinaus bitten wir Sie, im Freundes- und Bekanntenkreis verstärkt für Abonnements zu werben. Dazu können Sie für den Einstieg auch gerne unser Revolutionsabo (gilt für drei Monate), aber auch das kostenlose Probeabo (gilt für drei Wochen) nutzen.

    Uns hilft aber auch jeder Umstieg! Egal, ob Sie über ein Online- oder Printabo verfügen: Steigen Sie auf eine höhere Preisklasse um. Das können Sie sofort umsetzen, indem Sie den Coupon in der gedruckten jW ausfüllen. Einstieg oder Umstieg beim Onlineabo ist einfacher über unsere Aboseite im Internet zu bewerkstelligen.

    Weiterhin freuen wir uns über jede Abospende: Für 326 Euro jährlich können wir ein Print- und für 139,20 Euro jährlich ein Onlineabo kostenlos zur Verfügung stellen. Hier können Sie spenden.

    Die junge Welt steht nicht zum ersten Mal vor einer existentiellen Krise. Auch dieses Mal werden wir gemeinsam mit den Leserinnen und Lesern kämpfen. Unsere Munition sind Abonnements: Und zwar Print- wie Onlineabos. Sie ermöglichen es, trotz problematischer Umstände noch möglichst lange täglich eine gedruckte Zeitung mit kritischen Berichten, Hintergründen und Analysen anzubieten. Und was machen wir mit der Deutschen Post? Wladimir I. Lenin wollte die gesamte sozialistische Volkswirtschaft nach dem Vorbild der Deutschen Reichspost organisieren. Wir kämpfen dafür, dass eines Tages die Deutsche Post nach dem Vorbild einer sozialistischen Planwirtschaft organisiert wird.

    Verlag, Redaktion und Genossenschaft

  • Recht auf Abo
    Es gibt viele Wege, um mit der jW in Kontakt zu kommen – Zeitungsverteilung auf der »Unteilbar«-Demonstration am 13. Oktober 2018 in Berlin

    Maik Uhl ist Schüler und jW-Unterstützer. Damit er seine Lieblingszeitung weiter lesen und sie auch regelmäßig in der Schule und anderswo bekannt machen kann, braucht er ein Printabo (ein Onlineabo kann man nicht so gut im Aufenthaltsraum plazieren). Da er aber das notwendige Abo nicht aus eigener Tasche bezahlen kann, suchten wir letzten Samstag an dieser Stelle einen Leser bzw. eine Leserin der jungen Welt: Falls jemand in seinem Umfeld niemanden für ein jW-Abo gewinnen kann, könnte er ja statt dessen dieses Patenschaftsabo für Maik übernehmen! Womit wir wirklich nicht gerechnet haben: Sehr viele Leserinnen und Leser erklärten sich dazu bereit. Andere fragten nach, ob sie einen Geldbetrag spenden könnten, weil sie ein volles Abo für eine längere Zeit nicht tragen können. Daraus entstand nun die Idee, eine Abobörse einzurichten! Melden Sie sich also, falls Sie ein Patenschaftsabo übernehmen wollen. Melden Sie sich aber auch, wenn Sie eine Person, eine Bibliothek, ein Jugendhaus oder ein Kommunikationszentrum kennen, die an einem jW-Abo interessiert sind, sich ein solches aber nicht leisten können. Die dritte Möglichkeit: Spenden Sie einen Betrag auf unser Konto unter dem Stichwort »Abospende«. Aus den Einzelspenden können wir so ebenfalls Patenschaftsabos zusammenstellen: Für jeweils 326 Euro liefern wir ein ganzes Jahr werktäglich unsere Zeitung. Auch das ist ein Abo gegen Dummheit, Lüge und Hass mehr. Maik Uhl aus Hessen bekommt jedenfalls ab sofort die junge Welt nach Hause geschickt!

    Aktionsbüro

    Jetzt abonnieren: jungewelt.de/abo

    Spendenkonto:
    Kontoinhaber: Verlag 8. Mai GmbH
    IBAN: DE50 1001 0010 0695 6821 00
    BIC: PBNKDEFF
    Stichwort: Abospende

  • Vor der Revolution kommt das Revolutionsabo

    Von wegen verschenkt: Wer sich schwertut, ein unbefristetes Abo zu bestellen, kann nun auf das befristete Abonnement zurückgreifen
    Richter Weihnachtsmann
    Eine gute Idee: Die junge Welt gibt's im Geschenkabo drei Monate lang für 60 Euro (statt 115,20 Euro)

    Eine andere gute Möglichkeit, einen konkreten Beitrag für unserer Kampagne »Dein Abo gegen Dummheit, Lüge und Hass« zu leisten: Verschenken Sie doch ein Revolutionsabo! Das dauert genau drei Monate, läuft automatisch aus und kostet nur 60 Euro (und eine Prämie gibt es noch obendrauf). Bei vielen reicht schon ein Probeabo für die Erkenntnis, dass auf die Berichte, Analysen und Kommentare der jungen Welt einfach nicht verzichtet werden kann. Und dass eine Printausgabe dieser Zeitung besonderen Lesegenuss bereitet. All jenen empfehlen wir, nach dem Probeabo ein reguläres Vollabo zu buchen. Wer aber noch nicht restlos überzeugt ist oder sich einfach schwertut, ein unbefristetes Abo zu bestellen, kann nun auf das befristete Revolutionsabo zurückgreifen. Natürlich ist diese Variante auch ein wunderbares Weihnachtsgeschenk: Der Beschenkte erhält eine Geschenkurkunde, die Sie ihm unter den Weihnachtsbaum legen können. Und ob Sie die Prämie (also die Fidel-Castro-Biographie von Volker Hermsdorf oder die Schriften von Rosa Luxemburg) dazulegen oder selber behalten, entscheiden Sie ganz alleine. Wenn Sie das Abo bis zum 20. Dezember bestellen, erhalten Sie (oder der Beschenkte) die junge Welt vom 2. Januar bis Ende März 2019 nach Hause geliefert. Viele Menschen lernen so diese Zeitung kennen – und gut die Hälfte bestellt danach ein reguläres Abonnement. Die brauchen wir dringend, damit wir ökonomisch überleben können.

    Aboservice

    jungewelt.de/revolutionsabo

  • Recht auf eine gute Zeitung

    Vorschlag eines hessischen Schülers für unsere Abokampagne
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    Für unsere aktuelle Kampagne »Dein Abo gegen Lüge, Dummheit und Hass« suchen wir möglichst viele Menschen, die die junge Welt abonnieren, neue Abonnenten gewinnen oder ein Abonnement verschenken. Dazu gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, so suchen zur Zeit etwa 22 Gefangene Spender für ein jW-Knastabo.

    Auf eine andere Idee ist der Schüler Maik Uhl (Name geändert) aus Hessen gekommen. Er hat ein kostenloses Probeabo der jungen Welt bestellt und sie nicht nur mit Zustimmung und Begeisterung gelesen – er hat sie auch täglich an seiner Schule ausgelegt, »damit jeder nach Lust, Zeit und Informationsgier eine gute, informativ gemachte Zeitung lesen kann. (...) Denn es herrscht meiner Meinung nach ein starkes Verlangen nach einer Zeitung, die wirklich aktuell und ohne Skrupel Themen anpackt. Wir haben in unserer Oberstufe nämlich keine Zeitung, die man sich kostenlos in Freistunden oder Pausen nehmen kann. Nun kommt meine Anfrage, warum ich überhaupt diese E-Mail schreibe. Ich selber habe wenig Geld und kann mir, ehrlich gesagt, kein Abo, auch kein Sozialabo, leisten.«

    Deswegen schlägt Maik vor, dass er die Zeitung kostenfrei erhält. »Normalerweise bin ich kein Mensch, der groß um etwas bettelt, aber ich finde die Idee an sich gut und appelliere, dass wir es als unsere gemeinsame Aufgabe sehen müssen, linkes Gedankengut in unsere Gesellschaft hineinzutragen, wofür sich diese Zeitung auf jeden Fall einzigartig eignet.« Nicht jeder habe Einfluss darauf, welche Zeitung in der Familie abonniert wird, aber jeder sollte ein Recht auf eine gute Zeitung haben, meint Maik. Wir finden den Vorschlag gut, allerdings können wir Abos nicht länger als drei Wochen zur Probe verschenken. Deshalb suchen wir heute einen Leser, eine Leserin, der bzw. die für Maik die junge Welt bezahlt – damit er sie lesen und in der Schule aktiv für sie werben kann. Wir halten das für ein wunderbares Beispiel, das auch anderswo gerne kopiert werden darf.

    Aktionsbüro

  • Kämpfen lohnt!

    Das nächste Heft von Melodie & Rhythmus ist ab 14. Dezember am Kiosk erhältlich
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    Der M&R-Gegen­kulturbeutel wird Anfang Dezember ausgeliefert

    Linke in diesem Land können noch Siege erkämpfen: Melodie & Rhythmus, das Magazin für Gegenkultur, geht wieder an den Start! In diesen Tagen beginnt die Endphase der Produktion des Heftes 1/2019, das dann ab Freitag, den 14. Dezember, am Kiosk erhältlich sein wird. Schon eine Woche zuvor werden alle Abonnenten mit ihrem druckfrischen 116seitigen Exemplar beliefert.

    Lange sah es nicht so aus, als ob das klappen könnte. Im Januar erschien mit dem Afrika-Heft die zunächst letzte Ausgabe des Magazins. Dort wurde mitgeteilt, dass der Verlag 8. Mai, in dem auch die Tageszeitung junge Welt erscheint, den notwendig hohen Aufwand für das erweiterte Konzept nicht finanzieren kann. Viele Leser und Künstler meldeten sich zu Wort und wiesen darauf hin, dass auf ein linkes Kulturmagazin in Zeiten, in denen die Rechten auf dem Vormarsch sind, nicht verzichtet werden kann. Es kam zur folgenden Vereinbarung: Wenn es gelingt, bis zum 30. Juni 2018 mindestens 1.000 zusätzliche Abonnements zu werben, wird der Kampf für die Fortführung des Heftes aufgenommen. Viele Künstler und Kulturschaffende meldeten sich daraufhin zu Wort, warben mit kurzen Videoclips und Statements für die Fortführung von Melodie & Rhythmus – und für ein Abonnement. Leser unterstützten mit vielfältigen Aktivitäten den Plan, so wurden eine Weinverkostung und ein Solikonzert veranstaltet. Erfreulicherweise konnte bis Ende Juni mit 1.300 Abos das gesetzte Ziel deutlich übertroffen werden. Allerdings war das weitere Erscheinen von M&R damit noch nicht gesichert: Nicht weniger schwierig als die materielle Absicherung hat sich auch der erneute Aufbau eines Redaktionsteams erwiesen.

    Mittlerweile aber laufen die Vorbereitungen für das nächste Heft auf vollen Touren. Artikel sind bestellt, die Druckerei ordert das benötigte Papier, über 1.700 Abonnements konnten bisher dazugewonnen werden. Alle, die in den letzten Monaten das sogenannte Perspektivabo bestellt haben, bekommen bis Anfang Dezember vom Verlag Post mit der Bestätigung der Abobestellung und als Dankeschön den exklusiven M&R-Gegenkulturbeutel. Am 7. Dezember beginnt die Auslieferung des M&R-Heftes an die Abonnenten. Sie dürfen sich über spannende Inhalte freuen: Als Schwerpunkt wird dort ein »Manifest für Gegenkultur« zur Diskussion gestellt, im Mittelpunkt steht die Rettung verlorengegangener Ideen von Hanns Eisler, Bert Brecht, Peter Hacks und vielen anderen fortschrittlichen Künstlern und Intellektuellen. Das Heft hat weitere Highlights zu bieten, so ein Exklusivgespräch mit dem Kabarettisten Max Uthoff zum fünfjährigen Jubiläum von »Die Anstalt«, Konstantin Wecker äußert sich im »Kritischen Duett« über antifaschistische Kultur heute, der Schauspieler Peter Simonischek (»Toni Erdmann«) spricht über seinen neuen Film »Der Dolmetscher« und die Aufarbeitung der Nazivergangenheit, der deutsch-britische Komponist Wieland Hoban stellt sein Werk »Rules of Engagement« zum Gaza-Krieg 2008/09 vor und kritisiert die mangelnde Kunstfreiheit in Deutschland, der Wiener Fotograf Robert Newald liefert eine Fotostrecke über 30 Jahre Neofaschismus in Österreich, zum 100. Todestag von Rosa Luxemburg erscheint ein Feature über den Mord an der Revolutionärin, und der kubanische Essayist Enrique Ubieta beschreibt die Auswirkungen der kubanischen Revolution auf die Kultur seines Landes seit 60 Jahren.

    Auch wenn die materiellen Ausgangsbedingungen für die Produktion von M&R verbessert werden konnten – ausreichend kann man sie trotzdem nicht nennen. Deshalb bitten wir um Ihr Abonnement, auch weil dies erheblich mehr zur Kostendeckung beiträgt als etwa der Kauf am Kiosk. Übrigens: So ein M&R-Abo kann auch ein wunderbares Geschenk sein. www.melodieundrhythmus.com/abo/

    Verlag und Genossenschaft

  • Über die Revolutionen von 1918/19 und 1959 wird viel erzählt, aber wirklich fair berichtet wird darüber nur in der Tageszeitung junge Welt. Wir spannen den Bogen von der Oktoberrevolution über den 100. Jahrestag der Novemberrevolution bis zum siegreichen Einzug der kubanischen Revolutionäre vor 60 Jahren in Santiago de Cuba. Wenn das kein wunderbarer Anlass für den Einstieg in die Lektüre der marxistischen Tageszeitung junge Welt ist!

    Unser Revolutionsabo kostet nur 60 Euro (statt 115,20 Euro), läuft genau drei Monate und endet automatisch. Es muss nicht abbestellt werden und eignet sich daher auch als Geschenk für Familie, Freunde und Bekannte. Dazu können Sie sich eine passende Buchprämie aussuchen.

    Jetzt bestellen unter www.jungewelt.de/revolutionsabo!

  • Erste Zwischenbilanz

    Die junge Welt braucht dringend mehr Abos. Der Einstieg in die Kampagne ist gelungen
    Zwischenstand November

    Am 6. Oktober haben wir unsere aktuelle Kampagne »Dein Abo gegen Dummheit, Lüge und Hass« mit einem Aufruf an unsere Leserinnen und Leser gestartet (www.jungewelt.de/jwstaerken). Damit wir auch weiterhin kritisch von einem linken Standpunkt aus mit journalistischen Mitteln das Weltgeschehen begleiten und Ihnen unsere Arbeit in gedruckter und digitaler Form zur Verfügung stellen können, brauchen wir die entsprechende ökonomische Grundlage. Bei einem Zeitungsbetrieb wie dem unsrigen kann das nur heißen, dass wir ausreichend Abonnements brauchen. Deshalb haben wir uns zum Ziel gesteckt, bis Ende Februar 1.300 Print- und 600 Onlineabonnentinnen und -abonnenten zu gewinnen sowie den Kioskverkauf um 200 Exemplare pro Tag zu steigern. Und wir haben unsere Leserinnen und Leser gebeten, uns dabei zu helfen, diese Sache zu unserer gemeinsamen zu machen.

    Heute rechnen wir die erste Etappe ab. Bis Freitag konnten wir 461 Print- und 105 Onlineabos gewinnen, es wurden zudem 1.565 Euro auf unser Abospendenkonto eingezahlt, der tägliche Kioskverkauf liegt allerdings im Oktober um 148 Exemplare niedriger als im Vorjahr. Ganz herzlichen Dank an alle für diesen wunderbaren Aufschlag! Interessant ist der Umstand, dass es offensichtlich einfacher ist, Interessenten für die gedruckte Zeitung als für die Onlineausgabe zu finden: Vom sowieso höher gesteckten Printziel haben wir bereits 35,5 Prozent, vom digitalen Ziel erst 17,5 Prozent erreicht. Wir führen das vor allem darauf zurück, dass wir mit der Seite 16 der gedruckten Wochenendausgabe eine sehr gute Option haben, mit unseren Leserinnen und Lesern zu kommunizieren – hingegen ist es uns noch nicht gelungen, ein ähnlich wirksames Kommunikationsinstrument im digitalen Bereich zu schaffen. Und für die aktiven Leserinnen und Leser ist es wohl einfacher, mit einem Printexemplar Interessierte anzusprechen, ihnen ein Probeabo zum Kennenlernen zu empfehlen und sie später konkret auf ein unbefristetes Abo anzusprechen. Mit Sicherheit gibt es aber auch Möglichkeiten, im Netz Freunde für ein Abo zu gewinnen. Wir freuen uns auf Ihre Ideen, Anregungen, Beispiele, die wir dann gerne an dieser Stelle präsentieren.

    Eines der neuen Kampagnenmittel ist Ihre persönliche Unterstützererklärung, die dieser Ausgabe der gedruckten jungen Welt beiliegt, die aber auch online abgerufen werden kann (https://www.jungewelt.de/erklaerung). Wir wollen Sie heute darum bitten, dieses Formular zu nutzen und uns Ihre persönlichen Ziele mitzuteilen. Jeder noch so kleine Beitrag hilft – denn die Kraft, die Wirkung der Aktion erzielen wir in einer großen, kollektiven Leistung. Nur gemeinsam sind wir stark, können wir die gesteckten Ziele bis Ende Februar erreichen!

    Aktionsbüro

    jungewelt.de/abo

  • Herr und Knecht

    Nicht nur US-Präsident Donald Trump sieht in kritischen Journalisten »Volksfeinde«
    Andreas Hüllinghorst
    Trump PK
    Widersacher werden zum Verstummen gebracht: Trump-Pressekonferenz mit CNN-Journalist Jim Acosta

    Fake News ist eine Wortschöpfung aus dem engeren Umfeld des Unternehmers, Entertainers und 45. US-Präsidenten Donald Trump. Seit zwei Jahren im Amt, stellt er laut Statistik der Washington Post im Durchschnitt pro Tag 6,5 falsche Behauptungen auf. Wer allerdings so etwas behauptet, dem wird von Herrn Trump umgehend vorgeworfen, Fake News, also Erdichtungen über seine Politik, zu verbreiten. Diese Woche hat es James »Jim« Acosta getroffen; er sei eine »unverschämte, fürchterliche Person«. Der CNN-Korrespondent hatte am 7. November dem Präsidenten in einer Pressekonferenz unbequeme Fragen gestellt. Nun ist er seine Akkreditierung »bis auf weiteres« los und muss sich gegen die Anschuldigung wehren, er habe die junge Mitarbeiterin des Weißen Hauses, die ihm das Mikrofon abnehmen wollte, berührt (»placing his hands on a young woman«), was die Videoaufnahmen allerdings nicht belegen. Widersacher werden zum Verstummen gebracht, natürlich nur, um Amerika wieder »great again« machen zu können. Trump beschimpfte bei der Gelegenheit Acosta auch als »Volksfeind« – dem natürlich er, der US-Präsident, als Volksfreund gegenübersteht.

    Das ist in Deutschland nicht viel anders. Wie selbstverständlich werden Dummheit, Lüge und Hass als Mittel eingesetzt, um »gesundes Volksempfinden« gegen angebliche Feide des Volkes mobilisieren zu können. AfD und andere Rechte nutzen »Lügenpresse« als gängige Schimpfvokabel. Handgreiflichkeiten gegen Journalisten mehren sich auf rechten Demonstrationen. Aber auch von Regierungs- und Oppositionsparteien werden verbliebene unbequeme Journalisten und Medien in Deutschland beschimpft, von Geheimdiensten diskreditiert und ökonomisch bedrängt.

    Die junge Welt geht dieser politischen Entwicklung auf den Grund. Und sie kämpft um die ökonomischen Voraussetzungen, um auch weiterhin umfassende Analysen und Informationen in einer täglich erscheinenden Printausgabe zur Verfügung stellen zu können. Sie ist eine Zeitung auf Gegenseitigkeit – ohne finanzielle Absicherung durch Abonnements kann dieses Konzept nicht aufgehen. Wer also Dummheit, Lüge und Hass informiert entgegentreten will, braucht dazu die junge Welt. Täglich und im Abonnement.

    Jetzt junge Welt abonnieren: jungewelt.de/abo

  • Kraft schöpfen

    Warum die 24. Ausgabe der Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz eine besondere ist
    RLK 2018

    Dass die XXIV. Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz, die am Sonnabend, 12. Januar 2019 in Berlin stattfindet, eine ganz besondere sein wird, steht seit langem fest. Nicht nur, weil der 100. Jahrestag der Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht ansteht – sondern auch, weil der Imperialismus mittlerweile wieder ungehemmt seine alles bestimmende Profitlogik ausleben kann. Vor hundert Jahren bildete sich die Sowjetunion heraus, schon alleine durch sie wurden die imperialistischen Klassenkräfte in ihren Wirkmöglichkeiten eingeschränkt. In den letzten 28 Jahren hat sich das Kräfteverhältnis allerdings so radikal verändert, dass der Imperialismus es sich immer mehr leistet, auf soziale und demokratische Zugeständnisse zu verzichten. Dafür werden rechte Kräfte in Stellung gebracht, die Klartext reden: »Ich bin für Folter, und das wissen Sie, und das Volk ist auch dafür! Mit Wahlen wirst du nichts ändern in Brasilien, du wirst nur etwas ändern, wenn Du einen Bürgerkrieg anzettelst. Der Bürgerkrieg wird vollenden, was die Militärdiktatur nicht geschafft hat. Mindestens 30.000 Leute müssen weg. Töten! Töten! Egal, wenn ein paar Unschuldige dabei sind«, meint der inzwischen als Präsident Brasiliens gewählte Jair Bolsonaro (ZDF-»Auslandsjournal« vom 24. Oktober 2018). Trotz alledem reden die meisten bürgerlichen Medien weiterhin davon, dass Brasilien »die viertgrößte Demokratie der Welt« sei.

    In solchen Zeiten ist ein Treffen konsequent linker Kräfte notwendig, um sich inhaltlich mit den Entwicklungen auseinanderzusetzen – aber auch, um Kraft zu schöpfen und praktisch zu erleben, dass es eine Linke in diesem Land weiterhin gibt. Friedrich Engels stellte schon vor über 150 Jahren fest, dass die bürgerliche Gesellschaft vor einem Dilemma stehe: entweder Übergang zum Sozialismus oder Rückfall in die Barbarei. Die kommende Konferenz will wie die vorherigen einen Beitrag dazu leisten, die Barbarei zu verhindern. Dazu haben wir spannende Gäste eingeladen: Der italienische Ökonom Vladimiro Giacché wird über die nächste Krise, der US-amerikanische Ökonom Michael Hudson über die nächsten imperialistischen Kriege und der Autor und Journalist Dietmar Dath über die nächste Revolution referieren (um nur einige zu nennen). Ein besonderer Höhepunkt wird in diesem Jahr der Beitrag aus Kuba sein: Wir erwarten im Rahmen einer Manifestation für das dann 60 Jahre revolutionäre Kuba auf der Konferenz hochrangige Gäste aus Politik und Kultur der roten Insel. An der Podiumsdiskussion »100 Jahre Novemberrevolution – wie geht Klassenpolitik heute?« werden sich Vertreter aus Kultur, sozialen Bewegungen, Gewerkschaften, Kommunisten und der Partei Die Linke streiten. Beendet wird die Konferenz pünktlich um 20 Uhr mit dem gemeinsamen Singen der Internationalen. Für den folgenden Tag empfehlen wir die Teilnahme an der großen Liebknecht-Luxemburg-Demonstration zu den Gräbern der Revolutionäre.

    Damit Sie sich rechtzeitig um Fahrt und Unterbringung kümmern können, bieten wir den Leserinnen und Lesern der jungen Welt schon ab heute die RLK-Einlassbänder zum Kauf an (www.rosa-luxemburg-konferenz.de). Wir rechnen mit insgesamt 3.000 Teilnehmenden – an der Tageskasse wird es bestenfalls noch Restkarten geben, doch das kann nicht garantiert werden. Sichern Sie sich deshalb so schnell wie möglich Ihren Platz!

    Verlag, Redaktion, Genossenschaft junge Welt

    Informationen und Vorbestellungen: rosa-luxemburg-konferenz.de

  • Selbst abonnieren oder Abonnenten werben

    Bestellflyer für ein junge Welt-Abonnement heute in der Printausgabe
    Aboflyer 3.11.

    Liebe Leserinnen und Leser,

    dieser Ausgabe liegt ein Faltblatt für ein reguläres Abonnement der Tageszeitung junge Welt bei. Wir möchten Sie heute bitten, dieses im Rahmen unserer Kampagne »Dein Abo gegen Dummheit, Lüge und Hass« zu nutzen: Mit Ihrer Bestellung tragen Sie dazu bei, dass uns die notwendigen Mittel für die Erstellung so einer Zeitung auch weiterhin zur Verfügung stehen. Falls Sie schon Abonnent sind, bitten wir Sie, jemanden in Ihrem Freundes- oder Bekanntenkreis zu finden, den Sie für ein Abo begeistern können.

    Der Beileger ist für ein Printabo angelegt, weil wir die gedruckte Zeitung auch in Zukunft für unverzichtbar halten, um fortschrittlichen Journalismus an den Mann oder die Frau zu bringen. Wir beteiligen uns nicht an der stufenweisen Selbstabschaffung der gedruckten Zeitungen. Aber wir freuen uns natürlich auch über jede Online­abo-Bestellung. Die macht auf einem gedruckten Coupon wenig Sinn, weil so ein Netzabo umgehend mit einem Passwort freigeschaltet wird. Falls Sie oder Ihre Bekannten also lieber ein Onlineabo buchen wollen, nutzen Sie einfach unser Internetformular (www.jungewelt.de/onlineabo).

    Wir empfehlen Ihnen, den beigefügten Coupon jederzeit verfügbar zu halten, ob an Ihrem Schreibtisch, in Ihrer Arbeitsmappe oder in Ihrer Jackentasche. So können Sie jederzeit – und eben auch offline – im konkreten Gespräch mit Freunden und Bekannten ein Bestellformular vorlegen. Wir freuen uns über jeden Beitrag – denn diese Kampagne wird nur erfolgreich sein, wenn sich möglichst viele Leserinnen und Leser beteiligen.

    Aktionsbüro junge Welt

    jW abonnieren geht auch hier: jungewelt.de/abo