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Zitate des Tages

30.08.2006 AFP
Geistlicher in Gabun will übers Wasser laufen und ertrinkt.
Überschrift einer AFP-Meldung vom Dienstag über den Pfarrer einer Pfingstkirche, der an einem Strand der Hauptstadt Libreville ertrank, als er – einer vermeintlichen Offenbarung folgend – die Mündung des Flusses Komo zu Fuß überqueren wollte Geistlicher in Gabun will übers Wasser laufen und ertrinkt.
29.08.2006 Klaus Schweinsberg
Das Horrorbild, der 72jährige Ökonom assistiert dem 22jährigen BWL-Studenten beim Einsortieren der Aldi-Regale, ist nicht so weit entfernt.
Klaus Schweinsberg, Chefredakteur der Zeitschrift Capital am Sonntag abend in der ARD-Sendung »Sabine Christiansen« Das Horrorbild, der 72jährige Ökonom assistiert dem 22jährigen BWL-Studenten beim Einsortieren der Aldi-Regale, ist nicht so weit entfernt.
28.08.2006 Claudia Roth
Manchmal denke ich mir, im Theater gibt es die besseren Schauspieler und die besseren Stücke.
Grünen-Chefin Claudia Roth am Sonntag im ARD-Fernsehen auf die Frage, ob echtes Theater nicht besser sei als Politinszenierungen Manchmal denke ich mir, im Theater gibt es die besseren Schauspieler und die besseren Stücke.
26.08.2006 Chito Peppler
Die Vereinigten Staaten haben die Zusicherung erbeten, daß Mr. Kurnaz menschlich behandelt wird und daß sie geeignete Schritte unternehmen um sicherzustellen, daß er keine Bedrohung für die internationale Gemeinschaft, Deutschland oder die Vereinigten Staaten darstellt.
Pentagon-Sprecher Chito Peppler am Freitag anläßlich der Freilassung des Bremers Murat Kurnaz aus dem Gefangenenlager Guantánamo an die Adresse der deutschen Behörden Die Vereinigten Staaten haben die Zusicherung erbeten, daß Mr. Kurnaz menschlich behandelt wird und daß sie geeignete Schritte unternehmen um sicherzustellen, daß er keine Bedrohung für die internationale Gemeinschaft, Deutschland oder die Vereinigten Staaten darstellt.
25.08.2006 Josef Ackermann
Ich bin kein Mensch des Luxus.
Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann im Interview mit der am Donnerstag erschienenen Septemberausgabe des Magazins Park Avenue Ich bin kein Mensch des Luxus.
24.08.2006 Bild-Zeitung
Demnach auffällig: schwitzende Perso­nen, Reisende mit schwe­rem Gepäck, Schwangere, Personen mit Sonnenbrillen und Mützen.
Die Bild-Zeitung am Mittwoch unter Berufung auf britische »Guidelines zur Identifizierung von Terrorverdächtigen im öffentlichen Raum« Demnach auffällig: schwitzende Perso­nen, Reisende mit schwe­rem Gepäck, Schwangere, Personen mit Sonnenbrillen und Mützen.
23.08.2006 Stefanie Graf
"Ich bin mit der Fixminze groß geworden, im Kindergarten, und hab sie selbst auch häufiger schon meinen Kindern nach Amerika mitgebracht."
Ex-Tennisstar Stefanie Graf, laut PR-Meldung vom Dienstag »das neue weltweite Gesicht von Teekanne«, über ihre Motiva­tion, für die Produkte der Firma zu werben
22.08.2006 Gerd Gröger
Ich werde von diesen Kommunisten verfolgt.
Der Potsdamer Ministerialbeamte Gerd Gröger gegenüber der Märkischen Oderzeitung. Gröger hatte 2002 ein Grundstück im brandenburgischen Ziegenhals erworben, auf dem sich eine Gedenkstätte für den im August 1944 ermordeten KPD-Vorsitzenden Ernst Thälmann befindet. Ich werde von diesen Kommunisten verfolgt.
21.08.2006 Frank-Walter Steinmeier
Ich kann nicht garantieren, daß die Aufgabe in einem Jahr erfüllt sein wird.
Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) in der Bild am Sonntag auf die Frage nach der voraussichtlichen Dauer eines Bundeswehreinsatzes im Nahostkonflikt Ich kann nicht garantieren, daß die Aufgabe in einem Jahr erfüllt sein wird.
19.08.2006 Christian Schmidt
Das war keine Totalabsage.
Der Parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Christian Schmidt (CSU), am Freitag im Deutschlandfunk zur Aussage seines Parteichefs Edmund Stoiber, die Bundeswehr dürfe sich im Nahostkonflikt nicht militärisch engagieren Das war keine Totalabsage.
18.08.2006 Peer Steinbrück
Wir müssen im Zweifel auf eine Urlaubsreise verzichten, um für später vorzusorgen.
Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) am Donnerstag in einem vorab veröffentlichten Interview mit der Zeitschrift Hörzu Wir müssen im Zweifel auf eine Urlaubsreise verzichten, um für später vorzusorgen.
17.08.2006 Petra Pau
Ich wünsche daher, Ihre späte Offenbarung wird weniger zum Anlaß für besserwissende Polemik genommen und statt dessen mehr für bessernde Besinnung.
Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (Linkspartei.PDS) an den Schriftsteller Günter Grass zu dessen Waffen-SS-Geständnis Ich wünsche daher, Ihre späte Offenbarung wird weniger zum Anlaß für besserwissende Polemik genommen und statt dessen mehr für bessernde Besinnung.
16.08.2006 Wetzlarer Neue Zeitung
Wenn jetzt ausgerechnet aus den Reihen der CDU die Forderung ertönt, Grass möge seinen Literaturnobelpreis zurückgeben, ist dies nicht nur überzogen, sondern Heuchelei. Ausgerechnet aus jener Partei kommt dieses Ansinnen, die der Bundesrepublik einen Bundeskanzler Kurt-Georg Kiesinger zumutete, der NSDAP-Mitglied war und einen Bundespräsidenten Karl Carstens, der im Dritten Reich den Sturmabteilungen SA der Nationalsozialisten angehörte.
Wetzlarer Neue Zeitung vom Dienstag Wenn jetzt ausgerechnet aus den Reihen der CDU die Forderung ertönt, Grass möge seinen Literaturnobelpreis zurückgeben, ist dies nicht nur überzogen, sondern Heuchelei. Ausgerechnet aus jener Partei kommt dieses Ansinnen, die der Bundesrepublik einen Bundeskanzler Kurt-Georg Kiesinger zumutete, der NSDAP-Mitglied war und einen Bundespräsidenten Karl Carstens, der im Dritten Reich den Sturmabteilungen SA der Nationalsozialisten angehörte.
15.08.2006 Walter Jens
Wenn man fast 80 Jahre alt ist, finde ich es sehr würdig und nobel zu sagen: Diesen Punkt in meinem Leben habe ich leider nicht berührt und hole das nun nach.
Der Schriftsteller Walter Jens in der Rheinischen Post vom Montag zum Bekenntnis von Günter Grass, Mitglied der Waffen-SS gewesen zu sein Wenn man fast 80 Jahre alt ist, finde ich es sehr würdig und nobel zu sagen: Diesen Punkt in meinem Leben habe ich leider nicht berührt und hole das nun nach.
14.08.2006 Martin Walser
Der Mündigste aller Zeit­genossen kann sechzig Jahre lang nicht mitteilen, daß er ohne eigenes Zutun in die Waffen-SS geraten ist. Das wirft ein vernichtendes Licht auf unser Bewältigungsklima mit seinem ­normierten Denk- und Sprach­ge­brauch.
Der Schriftsteller Martin Walser in der Stuttgarter Zeitung (Montagausgabe) über das Bekenntnis seines Kollegen Günter Grass, Mitglied der Waffen-SS gewesen zu sein Der Mündigste aller Zeit­genossen kann sechzig Jahre lang nicht mitteilen, daß er ohne eigenes Zutun in die Waffen-SS geraten ist. Das wirft ein vernichtendes Licht auf unser Bewältigungsklima mit seinem ­normierten Denk- und Sprach­ge­brauch.