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Gegründet 1947 Sa. / So., 16. / 17. Januar 2021, Nr. 13
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Coole Wampe

  • 16.01.2021

    Forelle galizisch

    Zum Gedenken an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht schlage ich ein polnisches Fischgericht mit sächsischem Entrée und jüdischem Dessert vor. Der Salat ist aus der Schweiz und der Ausklang des Menüs russisch.
    Von Maxi Wunder
  • 02.01.2021

    Grünkohl und Bregenwurst

    »Einmal was?«, fragt Roswitha, die am Bistrofenster bedient. »Na hier, euer …« – »Unser vom Wirt berotztes Essen, ja?« Rossi wird laut. »Mach mal ’n Benimmkurs, du Honk, man beißt die Hand nicht, die einen füttert!«
    Von Maxi Wunder
  • 24.12.2020

    Maustekakku

    Ich finde Kurt auch so nett, weil er der einzige Genosse ist, der mich noch nicht darüber belehrt hat, dass der Weihnachtstermin am 25. Dezember auf ein uraltes, heidnisches Fest zurückgeht: »Sol invictus«.
    Von Maxi Wunder
  • 19.12.2020

    Gefüllte Schneebälle

    »Kennt ihr schon die Coronahymne?« Udo macht lauter: »Hiding in my room, safe within my womb, I touch no one and no one touches me«, dröhnt es aus den Boxen. »Ach ja, backt bitte ein paar Schneebälle.«
    Von Maxi Wunder
  • 12.12.2020

    Schoko-Früchte-Dessert

    Die ursprünglich in Ecuador angebaute, später in Mexiko beliebte Kakaopflanze galt als göttlich. Der Konsum von Kakao war bei den Azteken der »Elite« vorbehalten, männlichen Adeligen, Priestern und angesehenen Kriegern.
    Von Maxi Wunder
  • 05.12.2020

    Bratapfeltiramisu

    Wasservögel, die nicht in den warmen Süden ziehen, sind an die Kälte angepasst. Während der Entenkörper selbst eine Temperatur von etwa 37,5 Grad Celsius hat, herrscht in den Beinen der Ente ein Temperaturgefälle.
    Von Maxi Wunder
  • 28.11.2020

    Rosenkohlcurry

    Udo stellt ein Tablett Schnäpse aufs Fensterbrett. »Worauf wir nur mit Spinoza antworten können: ›Ignorantia non est argumentum – die Unwissenheit ist kein Beweisgrund‹, mein lieber Torben.«
    Von Maxi Wunder
  • 21.11.2020

    Steinpilztagliatelle in Rotweinsauce

    »Hatten Sie Kontakt mit Infizierten?« »Weiß ich nicht«, antwortete ich, »die Herrschaften, die mich im Flieger angeniest haben, erklärten sich nicht dazu ...« – »Dann besteht kein Grund für einen Test.«
    Von Maxi Wunder
  • 14.11.2020

    Borschtsch à la truite

    Udo holt Luft zum Gegenangriff, doch es naht Kundschaft. Das »Probierstübchen« betreibt auflagenbedingt Außerhausverkauf: »Bütte einmal – öhm – Bortschuschuh …«
    Von Maxi Wunder
  • 07.11.2020

    Wirsinglasagne

    Frischen Wirsing erkennt man daran, dass seine Blätter leicht brechen und er rasselt, wenn man ihn schüttelt.
    Von Maxi Wunder
  • 31.10.2020

    Steckrübenauflauf

    Wer den Amis nicht gehorcht, wird nicht nur mit Krieg bestraft, sondern muss auch noch ihren Gruselkitsch kaufen.
    Von Maxi Wunder
  • 24.10.2020

    Veganerbouletten

    »›Superfood‹, lieber Udo, bezeichnet einfach nur teure, exotische Lebensmittel wie Gojibeeren, Moringa und eben Quinoa.« – »Und was ist daran super?« will Udo wissen.
    Von Maxi Wunder
  • 17.10.2020

    Steinpilzsauce

    Im Gasthof »Zum Alemannen« bestelle ich mir die landestypischen Maultaschen und Roswitha, mal wieder auf »low carb«, einen Viertelliter Weißwein aus der Region – und Steinpilzsauce.
    Von Maxi Wunder
  • 10.10.2020

    Obazda (völlig losgelöst)

    War ’ne gute Woche, also umsatzmäßig. In »Udos Probierstübchen« lautete das Motto »Oktoberfest«. Die Stimmung war deutsch-orgiastisch, ein Schmankerl wurde für Laktovegetarier geboten.
    Von Maxi Wunder
  • 02.10.2020

    Russische Fischsoljanka

    1966 eröffnete der Fernsehkoch Rudolf Kroboth in Weimar das erste »Gastmahl des Meeres«, ein Fischrestaurant mit preiswerten Gerichten ab zwei Mark. 32 Gaststätten desselben Typs sollten DDR-weit folgen.
    Von Maxi Wunder
  • 26.09.2020

    Kürbis-Cappuccino

    Heute leben in Friedenau Kinder, Millionen Kinder in der Obhut ihrer akademischen Helikoptermütter und coolen IT-Väter. Ich schätze das Durchschnittsalter der Friedenauer Bevölkerung auf neun Jahre.
    Von Maxi Wunder
  • 19.09.2020

    Fettuccine mit Obst und Gemüse

    Maronen waren vom Mittelalter bis gegen Ende des 19. Jahrhunderts in den Bergregionen Südeuropas das Hauptnahrungsmittel der Landbevölkerung, da sie anspruchsloser sind als Getreide.
    Von Maxi Wunder
  • 12.09.2020

    Aprikosencrêpes

    Mit schlechtem Gewissen serviere ich der jungen Tierschützerin die Crêpes, man lügt doch keine Kinder an. »Und das hier?« Lale deutet mit spitzem Zeigefinger auf den Eierkuchen.
    Von Maxi Wunder
  • 05.09.2020

    Bienenstich

    »Ein Drittel unserer Lebensmittel gedeihen durch Bestäubung. Das Bienensterben betrifft uns alle!« – »Dann stell den Kotzklotz doch in den Wald!«
    Von Maxi Wunder
  • 29.08.2020

    Böfflamott

    Beethoven lief oft verwahrlost, zerzaust und bekleckert durchs nächtliche Wien. Auf seinem Frack fand man Spuren von »Böfflamott« (korrekt: »Boeuf à la mode«) – Geschmortes vom Rind mit Wurzelgemüse.
    Von Maxi Wunder