Gegründet 1947 Sa. / So., 10. / 11. Januar 2026, Nr. 8
Die junge Welt wird von 3063 GenossInnen herausgegeben
Online Extra
10.01.2026, 13:14:32 / Inland
31. Rosa-Luxemburg-Konferenz

Stehen die USA vor einem Bürgerkrieg?

Robert Saleem Holbrook über die Situation in Nordamerika / Solidarität mit politischen Gefangenen
JSK_2438.jpg
Robert Saleem Holbrook

Ab 12.45 Uhr referierte der Anwalt Robert Saleem Holbrook. Er ist Geschäftsführer des Abolitionist Law Center und war selbst 27 Jahre in den USA eingesperrt, nachdem er als 16jähriger zu lebenslanger Haft verurteilt worden war. Holbrook erinnerte daran, dass bereits Rosa Luxemburg eine politische Gefangene war und widmete sich in seinem Vortrag dem gegenwärtigen rassistischen Gefängnissystem in den USA. Trump versuche das amerikanische Volk mit Rassismus zu spalten, so Holbrook. Die entscheidende Frage sei, ob sich das Volk einen könne im Kampf gegen die Milliardäre und die neue Weltordnung.

Mehr zum Thema Rassismus und Gefängnissystem in den USA kann man auf den Thema-Seiten der jungen Welt vom 17. Dezember 2025 nachlesen.

Im Anschluss folgte ein kurzer, von Gina Pietsch moderierter Block zu politischen Gefangenen. Nach der Rezitation eines Gedichts von Bertolt Brecht durch Pietsch sprach Noelle Hanrahan, die Direktorin des US-amerikanischen Prison Radio, über den seit 1982 inhaftierten Journalisten Mumia Abu-Jamal und die brutalen Haftbedingungen, denen er ausgesetzt ist. Im Anschluss gab es ein bewegendes Audiogrußwort von Mumia Abu-Jamal. Er prangerte den US-Neokolonialismus, der auf einer verschärften Ausbeutung der Menschen durch das Kapital basiert, an. Sebastian Carlens richtete kämpferische Grüße von der RLK an Mumia aus und erinnerte daran, dass nun auch der venezolanische Präsident Nicolás Maduro ein politischer Gefangener, genauer gesagt ein Kriegsgefangener, ist.

Während ein Grußwort von Daniela Klette aufgrund ihrer Haftbedingungen nicht zustandekam, erreichte die junge Welt eine Grußbotschaft des verfolgten Burkhard Garweg, die von Moderatorin Gina Pietsch teilweise vorgelesen wurde. Die ganze Botschaft Garwegs wird demnächst auf der Homepage der jungen Welt dokumentiert. (mp)

Friedenspropaganda statt Kriegsspielzeug

Mit dem Winteraktionsabo bieten wir denen ein Einstiegsangebot, die genug haben von der Kriegspropaganda der Mainstreammedien und auf der Suche nach anderen Analysen und Hintergründen sind. Es eignet sich, um sich mit unserer marxistisch-orientierten Blattlinie vertraut zu machen und sich von der Qualität unserer journalistischen Arbeit zu überzeugen. Und mit einem Preis von 25 Euro ist es das ideale Präsent, um liebe Menschen im Umfeld mit 30 Tagen Friedenspropaganda zu beschenken.

links & bündig gegen rechte Bünde

Jetzt den kostenlosen jW-Newsletter abonnieren – täglich das Beste aus der Tageszeitung junge Welt, direkt in Ihr Postfach. Ihre E-Mail-Adresse wird natürlich niemals an Dritte weitergegeben.