Pasta al Pesto di Aglio Orsino
Von Maxi WunderEndlich ist dieser Kinderficker nicht mehr die Hauptmeldung in den Nachrichten«, freut sich Udo über die Verdrängung des Epstein-Themas durch das, worum es eigentlich geht: die Aufteilung der Welt, respektive USA und Israel gegen den Rest der Welt, zur Zeit gegen den Iran. Doch eines sei in der Sache noch erwähnt: Jeffrey Epsteins Zuhälterfreundin Ghislaine Maxwell kann man via Internet im texanischen Gefängnis beim Workout, Essen, Bettmachen, Buchlesen und Pennen zusehen, in oranger Knastkleidung, die insofern bemerkenswert ist, als sie nach den »Saggings« der 90er Jahre – unterhalb der Poritze hängende Jeans – und den schnürsenkellosen Sneakers ein Must jeder Gangstalook-Kollektion darstellt. Bislang brachten den markanten Overall vereinzelte Streetwear-Labels etwas kindlich als »Jumpsuit« auf den Markt. Doch was könnte die Treue Europas zum transatlantischen Verbündeten mit seinen zwei Millionen Strafgefangenen modisch besser zum Ausdruck bringen als dieser orange Einteiler, den man schon von den Bildern aus Guantanamo kennt? Wie wäre es mit einer Prêt-à-porter-Version für Kaja Kallas und Johann Wadephul? Den indiskreten Einblick in die Zelle der weltbestbezahlten Puffmutter haben wir einer gut funktionierenden Zellenüberwachungskamera im Federal Prison Camp in Bryan, Texas, zu verdanken sowie der Tatsache, dass die USA in Fällen besonderen öffentlichen Interesses die Persönlichkeitsrechte der Strafgefangenen offenbar hintanstellen.
Zurück zur Aufteilung der Welt. Die geht nur schleppend voran. Das Volk Israel wartet seit nunmehr 4.000 Jahren auf das ihm in 1. Mose 15 verhießene Land vom Euphrat bis zum Nil, wie uns Mike Huckabee, US-Botschafter in Israel, in Interviews klarmacht. Für die erste Tranche, einen Küstenstreifen am östlichen Mittelmeer namens Palästina, waren die Kosten bisher hoch. Auch kommen die Vereinigten Staaten zu kurz. Zwar liegt Europa ihnen noch zu Füßen, als Waffenkundin und Schlachtfeld, aber die leckeren Rohstoffe lagern nun einmal jenseits davon. In Russland und, besonders ärgerlich, vor der Haustür: Kanada, Lateinamerika, Grönland … Zum Greifen nah, aber die sträuben sich alle (mehr oder weniger). Furchtbar! »Die sollen mal von den Russen lernen«, findet Udo. »Nein, ich meine nicht die Ukraine, ich meine den Leipziger Auwald. Da haben sie laut Polizei russischstämmige Mitbürger erwischt, die Bärlauch ausbuddeln und an Gaststätten verticken. So kann man sich nämlich auch Rohstoffe besorgen: dezent zu Fuß und nur bewaffnet mit Spaten und Tüte. Seitdem flaniert berittene Polizei durch den Auwald. Romantisch!« Hier was Leckeres vom Schwarzmarkt:
Pasta al Pesto di Aglio Orsino
Frischen Bärlauch waschen und grob hacken. 200 g davon mit 100 g geriebenem Parmesan, 100 g Pinienkernen, 200 ml Olivenöl und einer Prise Salz in einem Mixer zu einer cremigen Paste verarbeiten. 500 g Pasta nach Wahl kochen, abgießen und mit dem Bärlauchpesto vermengen. Mit etwas Zitronensaft abschmecken und nach Belieben mit gehobeltem Parmesan bestreuen. Dazu Weißwein reichen.
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