Nachschlag: Family Business
Ein neuer Weihnachtsfilm ist geboren! Opulent ausgestattet und dramaturgisch mit durchaus fesselnden Momenten, erzählt er die Entstehung und Uraufführung des Bachschen Weihnachtsoratoriums in Leipzig. Das geschieht gegen anhaltende Widerstände, weniger der Kirche als aus der Lokalpolitik. Dabei nimmt man Devid Striesow den kauzigen Streiter für seine Sache zwar ab. Allerdings kommt der für jeden Ton seiner Musik Leidende nicht unter den flauschigen Sushirollen seines Kopfteppichs zum Vorschein. Für die Emotion sind Sohn Emanuel (Ludwig Simon) und Magdalena (Verena Altenberger), die den Laden zusammenhält und ganz nebenbei im Sopran schmettert, zuständig. Überhaupt, ohne die Sippschaft wäre nix draus geworden. Und zum Schluss – die Tinte der Noten ist noch nicht trocken –, da kommt nach musikloser Adventszeit der ganz große Knalleffekt. Jauchzet, frohlocket! Und habt Erbarmen, es nennt sich Eventfilm. Da wird Bach eben in Versalien geschrieben. Bestimmt wird er nicht zum letzten Mal ausgestrahlt worden sein. (mme)
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