Nachschlag: Gutes wiederentdecken
Der Tiefpunkt war mit »Jurassic World III« erreicht. Schon die Prämisse ist von jener sagenhaften, heute in der Kinowelt vollends durchgesetzten Dummheit, bei der man sich unweigerlich fragt, warum 365 Millionen Dollar nicht gereicht haben, ein paar fähige Autoren zu verpflichten. Raptoren sollen mit Laserpointern markierte Menschen töten. Leider gibt es ja keine weniger aufwendige Methode, einen zu töten, der ins Fadenkreuz eines Laserpointers geraten ist. Interessant die Frage, ob die ersten, Jahrzehnte zurückliegenden Teile eines Franchises an der Dummheit heutiger Fortsetzungen nachträglich leiden. Kann man »Jurassic Park« (1993) nach »Jurassic World« (2015–2025) noch genießen? Man kann. Eine gut geschriebene Handlung bleibt eine gut geschriebene Handlung, ein gut gealtertes CGI ein gut gealtertes CGI, mit Liebe entwickelte Figuren, subtiles Schauspiel, tatsächlich kluge Dialoge ebenfalls. Der Spielberg steht einsam in der Landschaft wie der Mont Ventoux und kann jederzeit wieder bestiegen werden. (fb)
links & bündig gegen rechte Bünde
Jetzt den kostenlosen jW-Newsletter abonnieren – täglich das Beste aus der Tageszeitung junge Welt, direkt in Ihr Postfach. Ihre E-Mail-Adresse wird natürlich niemals an Dritte weitergegeben.
Mehr aus: Feuilleton
-
Ohne Kommentar
vom 18.12.2025 -
Deutschland-Schänder des Tages: Xavier Naidoo
vom 18.12.2025 -
Ungeschützt und ausgeliefert
vom 18.12.2025 -
Es war nicht alles schlecht
vom 18.12.2025 -
Inneres Beben
vom 18.12.2025 -
28 nackte Rotarmisten
vom 18.12.2025 -
Vorschlag
vom 18.12.2025