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Aus: Ausgabe vom 22.11.2025, Seite 4 (Beilage) / Wochenendbeilage
China

Das Wunder China

Die Volksrepublik befindet sich in einem rasanten Modernisierungsprozess. Eindrücke von einem Besuch in Beijing
Von Rudolf Stumberger
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In der Verbotenen Stadt funktioniert Google Maps leider nicht, andernorts problemlos

Flug von München nach Beijing, Abflug 12.50 Uhr. Obwohl bei Air China gebucht, wird der Flug von der Lufthansa durchgeführt. Die Reise dauert an die zehn Stunden, Zeit genug, um nachzudenken, was ich eigentlich über die chinesische Hauptstadt weiß. Für mich ist sie ein unbeschriebenes Blatt, abgesehen von ein paar historischen Bruchstücken, die aus der medialen Erinnerung auftauchen: Mao Zedong, der Kaiserpalast, das Bild vom Platz des Himmlischen Friedens mit dem Demonstranten und dem Panzer. Aktuell im Reisegepäck habe ich aber Ratschläge und Empfehlungen von Freunden und Bekannten. Der eine liest vor allem den Spiegel, und er erzählt mir gerne von sozialer Kontrolle über die dortigen sozialen digitalen Netzwerke; der andere meint, in China gebe es keine Servietten, und Google Maps würde nicht funktionieren. Und im Gepäck auch das neuerdings stete Raunen der Medien, wie China »uns« bedrohe.

So gerüstet, steige ich nach zehn Stunden in einem sehr, sehr engen Sitz in der Billigklasse etwas gerädert aus dem Flugzeug, bereit, mich auf einen Kampf einzulassen – mit dem Bankschalter für das Geldwechseln, dem Ticketautomaten für die U-Bahn und der Bedrohung, wegen der chinesischen Schriftzeichen irgendwo verlorenzugehen. Doch mein gefestigter Wille zur Selbstbehauptung und Wehrtüchtigkeit geht ins Leere. Der internationale Flughafen von Beijing ist sehr aufgeräumt, das Geldwechseln bei einem Bankschalter problemlos, und das mit der aufladbaren Karte für die U-Bahn bekomme ich auch hin. Und stelle fest, die U-Bahn-Stationen sind auch mit lateinischen Buchstaben beschriftet, man weiß also (mit dem Plan oder der entsprechenden App auf dem Handy in der Hand), wo man sich befindet und wo man aussteigen muss.

Mein Hotel liegt in der Straße, die zum Park mit dem Himmelstempel führt. Ein paar Meter um die Ecke befindet sich ein Supermarkt, und ich bin verblüfft über das Warenangebot, es ist nicht minder vielfältig als zu Hause. In den Restaurants, soviel kann ich versichern, gibt es Servietten, und Google Maps funktioniert auch, nur nicht in der Gegend um die Verbotene Stadt. Überhaupt scheint vieles in der Stadt kaum unterschiedlich zu westlichen Städten zu sein. Da ist das große Kaufhaus – eine »Shoppingmall«, würde man in den USA sagen –, in der es vom chinesischen Elektroauto bis zum neuesten Handy mit Leica-Optik so ziemlich alles zu kaufen gibt. Die Hotels sind modern, nicht selten Neubauten, man spricht Englisch an der Rezeption. Auch der Straßenverkehr ähnelt dem westlicher Großstädte: In der Rushhour stehen die Autos (oft mit Elektroantrieb) im Stau. Ungewohnt aber der Anblick der abertausend Chinesen, die auf Zweirädern unterwegs sind. Meist handelt es sich dabei um Fahrräder oder Roller mit Elektroantrieb, die so zur sauberen Luft beitragen. Motorräder sieht man hingegen kaum und schon gar nicht Dreiräder – also Motorradgespanne. Ich als passionierter Gespannfahrer frage mich: Wo sind sie geblieben?

Blankgeputzte Stadt

Ich mache mich auf und durchkämme die Straßen von Beijing, ob ich nicht doch irgendwo Motorräder mit Beiwagen entdecke. Aber weitgehend Fehlanzeige. Bis ich nahe der Tianquio-U-Bahn-Station gleich auf mehrere Motorradgespanne stoße. Was haben die wohl für eine Geschichte zu erzählen? Da befindet sich in einer Straßenecke ein einzylindriges, schwarzes Ungetüm mit verrosteter Kette, auf dem Beiwagen liegen zwei Reisigbesen. Obwohl noch mit gelbem Nummernschild, scheint das Ding schon länger nicht mehr bewegt worden zu sein. Ich habe keine Ahnung, um was für eine Marke es sich handelt, »Zongshen« steht auf dem Getriebedeckel. Im Internet lerne ich, dass Zongshen ein großer chinesischer Motorradhersteller mit Sitz in Chongqing, China, ist. Das Unternehmen produziert eine Vielzahl von Motorrädern, Quads, Generatoren und Motoren.

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Das Gespann mit der fast bayerisch anmutenden blau-weißen Lackierung lässt das Herz von Motorradfans höher schlagen

Eine Straße weiter stoße ich vor einer Reparaturwerkstatt für Motorroller auf ein blaues Motorradgespann, ein Turnschuh steht unter dem Beiwagen, der andere liegt oben drauf. Auf dem Tank und der Seite des Beiwagens ist »Yingang« zu lesen und dass es »Yingang« seit 1995 gibt. Auf einem Deckel steht noch: »Travel Braveman 500«. Das Bike stammt von dem chinesischen Motorradhersteller YG Motors. Das ist, so schreibt ein australisches Motorradmagazin, eines der unzähligen chinesischen Unternehmen, die sich – wie aus dem Nichts kommend – mit dem Bau von Motorrädern beschäftigen. Standort soll Chongqing sein, ob die mit Zongshen verwandt sind? Mit der weiß-blauen Bemalung sieht das Retroding ziemlich bayerisch aus. Ich will etwas mehr über den Besitzer wissen und frage die drei Jungs, die vor dem Motorradladen herumhängen, ob sie etwas wissen. Doch trotz der Übersetzerfunktion von Google verstehen wir uns nicht wirklich.

Schließlich stoße ich noch auf ein mausgraues Gespann mit einem Plastikdach über dem Beiwagen, überall steht »China« drauf. Auf dem Tank ist noch »Regal Raptor« zu lesen. Diese Marke gehört zur »Lifeng«-Group, die in den 1980er Jahren in Zhejiang gegründet wurde. Das Unternehmen baut neben Motorrädern auch Kleinstelektroautos und andere seltsame Vehikel.

Es bleibt mir ein Rätsel, warum gerade an dieser Straßenkreuzung die Gespanne geparkt sind, während sie ansonsten in der Stadt kaum zu sehen sind. Schließlich bekomme ich eine Antwort. Ein Mitarbeiter der chinesischen Website »Beijing Sidecar« schreibt mir, die chinesische Regierung habe die alten 750er Maschinen praktisch von der Straße verbannt. In den großen Städten können sie nicht mehr zugelassen werden, und wenn man sie auf dem Land anmeldet, darf man damit nicht in die Städte fahren. Das Ganze geht zurück auf 2008, als man Beijing wegen der Olympischen Spiele blankputzte. Die Gespanne wurden als alt, schmutzig und unerwünscht angesehen. Sie sind wohl der sauberen Luft zum Opfer gefallen.

Geht man durch die Stadt, in der die Menschen morgens in den Parks ihre Qigong-Übungen machen, wird klar: China steckt in einem rasanten Modernisierungsprozess. Was auffällt, ist das völlige Fehlen von politischen Parolen im Stadtbild, nur auf der Mauer vor dem Platz des Himmlischen Friedens ist ein Mao-Porträt zu sehen. Und wie ist das jetzt nun, kapitalistische Wirtschaft und Kommunistische Partei?

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Von der Großen Halle des Volkes möchte man schon ein richtiges Foto davontragen, nicht nur ein Selfie

Aufblühen und mitziehen

Das werde ich auf dieser Reise nicht klären können, aber ich erinnere mich an eine Tagung vor ein paar Jahren in München mit dem Titel »Der Aufstieg Chinas und die Krise des neoliberalen Kapitalismus«, veranstaltet vom Münchner Institut für sozialökologische Wirtschaftsforschung, der Rosa-Luxemburg-Stiftung und dem Netzwerk »Transform Europa«. Mit dabei war damals Professor Hu Leming vom Institut für Ökonomie an der Chinesischen Akademie für Sozialwissenschaften in Beijing. Er sagte, »in einer sehr, sehr fernen Zukunft«, wenn ein »sehr hohes Produktivitätsniveau« erreicht sei, könne er sich eine Planwirtschaft vorstellen. Bis dahin aber gehe die Volksrepublik China den Weg der sozialistischen Marktwirtschaft. Also mit einer ökonomischen Mischung aus Staatsbetrieben und kapitalistischen Privatunternehmen. Die mittlerweile eine Menge Milliardäre hervorgebracht hat. »Lasst eine Gruppe von Menschen erstmals aufblühen und so die anderen mitziehen, das ist unser Ziel«, so Hu zu diesem ziemlich kapitalistischen Phänomen.

Beeindruckt von dieser Dynamik des Kapitalismus war in den 1970er Jahren auch der chinesische Parteichef Deng Xiaoping, dem man die Worte zuschreibt, ihm sei es egal, ob eine weiße oder schwarze Katze die Mäuse fange. Damals machte sich China daran, mit der Zulassung von privatwirtschaftlichen Unternehmen sozusagen »auf dem kapitalistischen Tiger zu reiten« und die Dynamik der »Anreize«, also des individuellen Gewinnstrebens, für die ökonomische Entwicklung zu nutzen. Professor Ding Xiaoqin von der Universität Shanghai zeigte damals auf der Tagung den rasanten Aufstieg Chinas auf. So stieg das Bruttoinlandsprodukt von 30,5 Milliarden US-Dollar 1952 auf 13,6 Billionen US-Dollar 2018. Das verfügbare Prokopfeinkommen stieg in dieser Zeit von jährlich geschätzten 37 auf 4.265 US-Dollar. Gleichzeitig fiel die Zahl der Menschen, die in absoluter Armut leben, von 770 Millionen (1978) auf 99 Millionen (2012), während die Lebenserwartung von 35 auf 77 Jahre anstieg. China ist heute die zweitgrößte Wirtschaftsmacht der Welt.

Was aber ist noch sozialistisch an der »sozialistischen Marktwirtschaft«, auf der dieser Erfolg beruht? Oder zeigt sich hier einfach die für die Linke wohl schmerzhafte Erkenntnis, dass es ohne Kapitalismus, ohne Milliardäre und soziale Ungleichheit nicht geht? Und dass damit eigentlich all die Opfer des sozialistischen Aufbaus der Sowjetunion vergeblich waren, die Planwirtschaft eine Sackgasse? China befinde sich in der Anfangsphase des Sozialismus, sagte Professor Ding Xiaoqin damals auf der Tagung, und das Sozialistische sei in der Führungsrolle der Kommunistischen Partei und dem Fundament staatlicher Betriebe zu sehen. Ziel seien die Wohlstandsentwicklung und die Anhebung des Produktivitätsniveaus. Mich erinnert dieses Entwicklungsmodell an die Wirtschaftswunderjahre in der Bundesrepublik. Damals gab es einen großen staatlichen oder kommunalen Sektor mit Millionen Arbeitsplätzen bei Post, Bahn, VW und den Stadtwerken. Und die Politik sorgte für die Regulierung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, auch wenn nicht die KPD, sondern Adenauer am Ruder war. Ähnlich wie jetzt in China, fuhr der gesellschaftliche Fahrstuhl für alle nach oben. Bei uns hat sich der Fahrstuhl freilich mittlerweile zu einem Paternoster entwickelt – für manche geht es wieder nach unten.

Ich mache noch einen Ausflug in die sozialistischen Zeiten Chinas in den 1950er Jahren, als es noch ohne Marktwirtschaft gehen sollte. Mit der U-Bahn-Linie 14 fahre ich in den 798 Kunstbezirk, der auf dem weitläufigen Gelände einer ehemaligen Fabrik entstanden ist. Die ehemaligen Fabrikgebäude im Bauhaus-Stil sind noch erhalten, 1957 wurden hier Güter aus der DDR entladen, die über den langen Weg der Transsibirischen Eisenbahn gekommen waren. Ein mächtiger Kamin steht noch, ebenso die Gleise und eine Lokomotive. Heute sei das Kreativareal ein »vibrierender Spielplatz für Kunst und Installationen«, heißt es in meinem Reiseführer. Und in der Tat, die Ansammlung von Boutiquen, Kunstgalerien und kleinen Läden könnte auch in einer westlichen Metropole stehen. Nur eine Galerie unterscheidet sich stilistisch doch sehr: Es ist der Kunstpavillon von Nordkorea, in dem heroische Großgemälde präsentiert werden. Fotografieren verboten.

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  • Leserbrief von Onlineabonnent/in Harald S. aus Karbach (28. November 2025 um 06:07 Uhr)
    Vor zwei Wochen auf einem Rückflug von Japan entschloss ich mich bei einem Zwischenstopp in Shanghai ganz spontan auszusteigen und vier Tage in Shanghai zu bleiben. Ich wollte mir die berühmten Gärten von Suzhou anschauen. Ich bin 65 Jahre alt, nicht sehr technikaffin, besitze ein normales Smartphone. Das reicht aber schon, um die vier Tage zu einem etwas abenteuerlichen amüsanten Spaziergang zu machen. Google Maps brauchte ich nicht, das chinesische Pendant AMAP funktioniert sicherlich genauso gut. Bezahlt wird hier alles (!) mit Alipay, das Taxi, die Einkäufe und die Restaurants. Mit der IC-Card Shanghai bezahle ich Bus, U-Bahn, die Fähre nach Pudong und sogar den Maglev (Magnetschwebebahn, die schnellste Bahn der Welt) zum Flughafen, alles für geringe Beträge. Und seitdem die Taxifahrer gute Übersetzungsapps auf ihren Handys haben, sind die Zeiten von ruhigen Fahrten vorbei. Man wird während der ganzen Fahrt ausgefragt und kann aber auch selbst ausfragen. Man erfährt, dass man in China mit 60 Jahren in Rente geht, oder dass der Fahrer aus einer ärmlichen Gebirgsgegend im Landesinneren kommt und seine Familie nur drei bis viermal im Jahr sieht. Man könnte den ganzen Tag Taxifahren (kostet nicht viel) und hätte am Abend eine (natürlich nur subjektive Vorstellung) davon, wie die Menschen hier leben. Und bei meinem Rückflug mit Air China hatte ich wesentlich mehr Beinfreiheit als bei der Lufthansa! Mit Offenheit und Neugier kommt man gut durch die Welt.
  • Leserbrief von Alina Fuchs aus Nanjing (25. November 2025 um 08:01 Uhr)
    Naja, Hauptstädte sind ja immer etwas anders als der Rest des Landes, man denke an Berlin. Ich lebe mittlerweile knapp drei Monate als Studentin in Nanjing, China, reise regelmäßig in andere Städte und habe das letzte Wochenende in Beijing verbracht. Das ist schon merklich etwas anderes. Der Verkehr ist in China meist definitiv nicht westlich, bei der freien Auslegung der Verkehrsregeln würden deutsche Polizisten wahrscheinlich vor Schreck tot umfallen. Von den genannten Mopeds zugestellte Fußwege, die einen zum Spazieren auf der Straße oder dem eigentlichen Radweg nötigen, sind ebenfalls üblich. Für Google-Dienste braucht man definitiv einen VPN, wenn man plant, diese aktiv zu nutzen, und hätte ich in Nanjing, Wuhan oder meiner verrauchten Billigabsteige in Beijing versucht an der Rezeption Englisch zu sprechen, hätten die Kolleginnen dort wahrscheinlich die Übersetzer-App zurate gezogen. Und wer politische Slogans vermisst, der muss ebenfalls nur mal einen Blick in eine andere Stadt werfen. Um China kennenzulernen eignet sich ein kurzer Ausflug ins international geprägte Beijing oder Shanghai wohl eher weniger. Und was hier jetzt genau sozialistisch ist, lässt sich wahrscheinlich auf der Erscheinungsebene kaum zufriedenstellend beantworten.
  • Leserbrief von Istvan Hidy aus Stuttgart (24. November 2025 um 11:19 Uhr)
    »Am deutschen Wesen mag die Welt genesen.« Zwei Anmerkungen zum Artikel, Zitat: »Ich bin verblüfft über das Warenangebot, es ist nicht minder vielfältig als zu Hause. In den Restaurants, soviel kann ich versichern, gibt es Servietten.« Es ist eine verkehrte Erwartung, China als Land mit geringem Warenangebot oder gar als Empfänger westlicher Versorgung zu betrachten. Tatsächlich trägt China rund 30 Prozent zur weltweiten industriellen Wertschöpfung bei. Angesichts dieser enormen Produktionskapazität ist es vielmehr so, dass ein erheblicher Teil der Produkte in Deutschland aus China stammt – nicht umgekehrt. Von einem »minderwertigen« oder »eingeschränkten« Warenangebot in China kann daher keine Rede sein. Auch die Bemerkung zu den Servietten wirkt irritierend. Die chinesische Esskultur ist historisch außerordentlich alt, vielfältig und reich an Traditionen. Bereits in der Antike wurden im Rahmen des Teerituals Papiertücher verwendet – also Vorformen moderner Servietten. Die Vorstellung, Elemente zivilisierter Tischkultur seien erst durch den Westen nach China gelangt, verkennt die lange und eigenständige kulturelle Entwicklung des Landes.
  • Leserbrief von Onlineabonnent/in Peter S. aus Berlin (22. November 2025 um 13:17 Uhr)
    Was noch sozialistisch an der »sozialistischen Marktwirtschaft« ist, sind die Banken in staatlicher Hand. Das sorgt für Kredite für Investitionen in die Produktion und nicht für Spekulation und Firmenaufkäufe etc. Siehe dazu Kommentare und Werk von Prof. Michael Hudson. Ich empfehle auch das Buch »Socialism with Chinese Characteristics« von Roland Boer.
  • Leserbrief von Onlineabonnent/in Gabriel T. aus Berlin (22. November 2025 um 10:26 Uhr)
    Hi, ein sehr guter Reisebericht, viel mehr lässt sich in einem Urlaub wohl kaum erreichen. Dass dein Freund vor allem Spiegel liest, ist etwas befremdlich, aber natürlich muss man zu allen Kontakt pflegen, einer meiner Freunde hat die Konkret abonniert. Nebenbei eine Frage: Was für ein Gespann fährst du? Gespannte Grüße G
  • Leserbrief von Onlineabonnent/in Joachim S. aus Berlin (22. November 2025 um 07:08 Uhr)
    Das Wunder China ist inzwischen weitergegangen. Zum Zeitpunkt der Reise des Autors lag das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf bereits etwa ein Drittel höher, als die Zahlen für 2018. Das dürfte in ähnlicher Größenordnung auch auf die Erhöhung der verfügbaren Einkommen pro Kopf zutreffen. Mit einem BIP von für 2025 erwarteten 19,4 Billionen Dollar dürfte China inzwischen an den bisher führenden USA vorbeigezogen sein. Bereits Anfang der 20er Jahre konnte China mit Stolz vermelden, dass die Zahl der absolut Armen auf Null gesunken ist. Die im Artikel genannten 99 Millionen von 1972 gehören zum Glück inzwischen längst der Vergangenheit an. Auch dadurch ist die Lebenserwartung weiter gestiegen. Inzwischen beträgt sie bereits über 79 Jahre, immerhin schon wieder zwei Jahre höher als im Artikel genannt.

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