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In der Eiszeit

Das Eiszeitkino in Berlin-Kreuzberg schließt nach 35 Jahren und mindestens 75.000 Filmvorführungen. Es war eins der letzten unabhängigen Kinos der Stadt. Am Freitag wird um 20 Uhr der letzte Film im Eiszeit eingelegt, danach gibt es eine »Closing Party«. Bereits zum 30. Geburtstag hatte die damalige Betreiberin Suzan Beermann in dieser Zeitung geklagt, dass zu viele Leute zu Hause blieben und Serien oder sonst was guckten: »Deshalb ist die gute alte Spätvorstellung im Aussterben begriffen. Am schlimmsten ist es sonntags, da hängen die meisten beim ›Tatort‹ fest. Wie kann man sich bloß einen ›Tatort‹ ansehen? Das verstehe ich bis heute nicht.«

Das Eiszeit war in den achtziger Jahren von Jürgen Brüning und Heinz Hermann gegründet worden, der Legende nach in einem besetzten Haus in Schöneberg. Es musste verschiedentlich umziehen und befand sich zuletzt in der Zeughofstraße. 2014 wurde es von Rainer Krisp und Burkhard Voiges übernommen, die sich nun bei »allen treuen Stammgästen und Wegbegleitern« für »all die besonderen Momente« bedankten. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 16.05.2018, Seite 10, Feuilleton

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