#jetztaberAbo

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Die junge Welt bietet klaren linken Positionen eine Plattform, stellt sich gegen den herrschenden Zeitgeist. Zu den politischen Entwicklungen in- und außerhalb Deutschlands sorgt sie für Information und Aufklärung und verbindet Menschen, die nach fortschrittlichen gesellschaftlichen Alternativen streben. Mit einem Abonnement der Zeitung stärken Sie dieses Projekt. Stehen Sie in diesen Zeiten nicht allein!

  • In wessen Interesse?

    Um Verhältnisse ändern zu können, müssen sie beschrieben werden. Wie Sie mit dieser Zeitung Klassenbewusstsein entwickeln können

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    Die Tageszeitung junge Welt wird von vielen Menschen mit sehr unterschiedlichen sozialen Hintergründen gelesen, die vor allem aus dem deutschsprachigen europäischen Raum kommen. Sie finden diese Zeitung schon deshalb außergewöhnlich, weil sie auch abbildet, was außerhalb Europas stattfindet. Auswahl und Auswertung der weltweiten Ereignisse erfolgen dabei auf der Grundlage marxistischer Kriterien: Wir fragen, wem was nutzt. Denn wir gehen davon aus, dass sich im imperialistischen Deutschland wie im von ihm dominierten Europa zwei Hauptklassen und damit auch gegensätzliche Interessen gegenüberstehen: Wem nutzt es, wenn in den kommenden Jahren der Rüstungsetat um viele Milliarden aufgestockt wird, und auf wessen Kosten soll dies geschehen? Wer hat ein Interesse an weltweiten Militäreinsätzen oder genauer, in wessen Interesse finden diese statt? Warum geht es den Menschen immer schlechter, obwohl gerade auch in diesen Tagen in vielen Medien erzählt wird, dass es Deutschland immer besser geht? Warum raubt das weltweit agierende Monopolkapital vielen Menschen die Lebensgrundlagen in den eigenen und in fremden Ländern, ohne dass sich die Betroffenen zusammenschließen, um sich wirkungsvoll wehren zu können? Und was hat dies mit Kultur zu tun, in wessen Interesse wird diese gemacht, was wird durch sie vermittelt?

    Bestehende Verhältnisse sind änderbar. Aber dazu müssen diese zunächst exakt beschrieben und analysiert werden. Uns interessieren aber auch ganz praktische Erfahrungen in den Klassenkämpfen hier und weltweit. Um eine solche Zeitung zu machen, genügt es nicht, sich aus dem Internet oder den Nachrichtentickern die wichtigsten Meldungen zusammenzustöpseln. Deshalb gehen wir auch davon aus, dass ein auch noch so gut gemachtes Internetportal die Arbeit einer Tageszeitung nicht ersetzen kann. Der jungen Welt steht für Erarbeitung, Herstellung, Vertrieb und Bewerbung der Zeitung ein 60köpfiges Team zur Verfügung. Das sind weniger als bei jeder anderen überregionalen Tageszeitung, aber auch mehr als bei den meisten Onlineportalen. Wir erstellen von Montag bis Samstag täglich ein gut strukturiertes Produkt – mit klarem Anfang und Ende. Das gilt für die Print- wie für die Onlineausgabe, auch wenn letzterer zusätzlich ein gut sortiertes Archiv für das weitere Studium zur Verfügung steht. Das hilft bei der Orientierung in komplizierten Zeiten – im Schnitt investieren unsere Leserinnen und Leser etwa eine halbe Stunde täglich, um aus ihrer jungen Welt das für sie Wichtigste zu entnehmen. Und dieses Konzept ist erfolgreich: Entgegen den Trends konnte junge Welt ihre verkaufte Auflage in den letzten zehn Jahren steigern. Alle anderen mussten im Vergleichszeitraum deutliche Auflagenverluste hinnehmen.

    Um aber auf diesem komplizierten kapitalistischen Markt überleben zu können, brauchen wir auch mehr Abonnements. Jedes einzelne hilft zudem, unsere jährlich stattfindende Rosa-Luxemburg-Konferenz zu finanzieren. Wer also diese Zeitung bereits schätzen gelernt hat, aber noch kein Abonnement besitzt, den möchten wir einladen, den nebenstehenden Coupon auszufüllen. Und wer diese Zeitung noch nicht gut genug kennt (oder Freunde und Arbeitskollegen hat, die sie gar nicht kennen), darf sich gerne die junge Welt für drei Wochen nach Hause liefern lassen (oder sie für drei Wochen verschenken).

    Das kostet Sie nichts, zudem endet dieses Probeabo automatisch nach drei Wochen, es muss also nicht abbestellt werden. Es geht uns darum, dass Sie diese Zeitung kennenlernen. Nach unseren Erfahrungen bestellen sehr viele, die ein Probeabo getestet haben, hinterher die junge Welt mit einem regulären Abo. Übrigens ein konkreter Beitrag zur Hebung des Klassenbewusstseins im deutschsprachigen Raum. Nutzen Sie den nebenstehenden Coupon!

    Verlag, Redaktion, Genossenschaft

    Die Tageszeitung junge Welt erscheint im Verlag 8. Mai, und der gehört der Genossenschaft LPG junge Welt eG (Linke Presse Verlags-, Förderungs- und Beteiligungsgenossenschaft junge Welt eG). Dort haben 2.084 Genossinnen und Genossen insgesamt 4.346 Anteile gezeichnet. Auch Sie können Mitglied und Mit­herausgeber(in) dieser Zeitung werden. Zeichnen Sie mindestens einen Anteil zu 500 Euro, der auch in monatlichen Raten zu 25 Euro eingezahlt werden kann. Weitere Infos finden Sie im Internet (www.jungewelt.de/unterstuetzen/genossenschaft/) oder fordern Sie formlos unsere Genossenschaftsbroschüre an (Verlag 8. Mai GmbH, Torstraße 6, 10119 Berlin).

  • Gesine Lötzsch

    »Die Schere zwischen arm und reich klafft in der Bundesrepublik Deutschland immer weiter auseinander. Armut, Ausgrenzung, Angst um den Arbeitsplatz, sozialer Abstieg sind trauriger Alltag. Die junge Welt berichtet aus der Sicht der Betroffenen, deckt Missstände auf und benennt Ursachen wie Verursacher. Im Kampf für mehr soziale Gerechtigkeit ist diese Zeitung für mich als Bundestagsabgeordnete unverzichtbar.«

  • Wer, wenn nicht wir?

    Die Rosa-Luxemburg-Konferenz steht ganz im Zeichen der internationalen Solidarität

    Dietmar Koschmieder
    20. Internationale Rosa Luxemburg Konferenz; 2015
    20. Internationale Rosa Luxemburg Konferenz; 2015

    Es ist unsere 23. Konferenz – und jede war eine besondere. Aber in diesem Jahr findet die Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz unter veränderten politischen Vorzeichen statt: Noch nie waren linke Bewegungen, Parteien, Strukturen so in der Defensive, schon lange nicht mehr waren rechte bis offen faschistische Positionen in der Gesellschaft so akzeptiert wie in diesen Tagen. Die Konferenz wird zeigen, ob es eine Linke im Land überhaupt noch gibt. Und sie wird zeigen, ob sich diese nur noch mit sich selbst beschäftigt oder ob noch immer gilt, dass die internationale Solidarität ihr unverzichtbares Kennzeichen ist.

    Regionaler Schwerpunkt 2018 ist Afrika, für dessen Klassenkämpfe sich leider viele europäische Linke kaum interessieren. Obwohl auch ihr relativer Wohlstand Ergebnis kolonialer Ausbeutungsverhältnisse ist. Menschen aus Afrika, die von imperialistischen Ländern in Armut gezwungen und mit Kriegen gequält werden und deshalb nur noch in der Flucht eine Überlebensperspektive sehen, werden in Europa oft als Gefahr für den eigenen, noch verbliebenen Wohlstand gesehen. Wir wollen mit der Konferenz ein Zeichen setzen: Namhafte Wissenschaftler, Kulturschaffende, Philosophen und Politiker des Kontinents werden nicht nur über ihre Arbeit und Kämpfe berichten – sondern den aufmerksamen Zuhörern auch viele wichtige Erkenntnisse für die eigene Arbeit mit auf den Weg geben. Weitere Gäste aus Afrika haben sich angekündigt und stehen den Konferenzbesuchern für Gespräche zur Verfügung, so der Generalsekretär der südafrikanischen Gewerkschaft NUMSA und Kollegen von der Zeitschrift Pan Africa Today.

    Aber nicht nur aus Afrika kommen interessante Gäste zur Konferenz. Entsprechend dem Schwerpunkt »Internationale Solidarität« wird es eine spezielle Solidaritätskundgebung der Konferenzteilnehmer mit der Bolivarischen Republik Venezuela geben. In einer Gesprächsrunde stehen der Stellvertretende Außenminister Venezuelas, William Castillo, der Internationale Sekretär der Kommunistischen Partei Venezuelas, Carolus Wimmer, sowie der Publizist Luis Britto García und der Historiker Vladimir Acosta dem jW-Auslandschef André Scheer Rede und Antwort – anschließend soll eine Berliner Erklärung zur Solidarität mit der Bolivarischen Revolution verabschiedet werden, mit der sich die Konferenzteilnehmer verpflichten, den venezolanischen Freunden und Genossen in ihrem Kampf für Unabhängigkeit, Fortschritt und gegen die in Europa übliche Desinformation auch in den kommenden Monaten aktiv beizustehen.

    Solidarität mit den Genossinnen und Genossen in Palästina und Israel spielen in der europäischen Linken eine besondere Rolle – auf der Konferenz werden wir Adel Amer, Generalsekretär der Kommunistischen Partei Israels, begrüßen können, und die palästinensische Spoken-Word-Künstlerin und Autorin Faten-El-Dabbas wird eine Kostprobe ihres künstlerischen Schaffens geben. Traditionell nehmen auch befreundete Zeitungen teil, etwa der Morning Star aus Großbritannien und Arbejderen aus Dänemark. Alle zusammen beenden wir die Konferenz am kommenden Samstag mit dem gemeinsamen Singen der Internationale um genau 20 Uhr.

  • Tobias aus Sachsen

    »Täglich führen mich meine Wege durch Dresden. Leider spiegeln sich die großen gesellschaftlichen Entwicklungen in alltäglichen Provokationen, Fremdenfeindlichkeit und damit verbundenem Leid wider. Die junge Welt stärkt mich als Mensch, jedem eine Schraube nach links zu drehen, der meine Hilfe braucht. Darum bin ich seit Jahren begeisterter Leser und rate allen mit einem Abo einzusteigen.«

  • Neue Herausforderungen

    Die Tageszeitung junge Welt stellt sich veränderten Bedingungen

    Dietmar Koschmieder
    Rosa-Luxemburg-Konferenz 2017 in Berlin
    Rosa-Luxemburg-Konferenz 2017 in Berlin

    Seit vielen Jahren steckt die Tageszeitungsbranche in einer tiefen Krise: Verkaufte Auflagen sinken dramatisch: Immer weniger Zeitungen werden im Einzelhandel verkauft. Die Zahl der Printabonnements schrumpft. Die Verluste können nicht annähernd durch neue Onlineabos ausgeglichen werden. Zwei wesentliche Gründe werden für diese Entwicklung genannt, ein dritter gerne verschwiegen: Zum einen haben technische Entwicklungen veränderte Formen der Übermittlung von Informationen hervorgebracht. Zum anderen wurden dadurch Lesegewohnheiten verändert: Immer mehr Menschen informieren sich über Smartphone, Laptop oder andere Onlineendgeräte und weniger über Fernsehen, Radio und Zeitungen.

    Es gibt aber einen dritten, ausschlaggebenden Grund: Das politische Personal des im Lande tatsächlich herrschenden Kapitals und die mit ihnen verbundenen Medien haben in den letzten Jahren massiv an Glaubwürdigkeit verloren. Eine wachsende Anzahl Menschen erkennt, dass der sogenannte Mainstreamjournalismus von einem Standpunkt aus berichtet und analysiert, der nicht der ihrige ist. Die meisten Medienhäuser können nicht unabhängig berichten lassen, weil sie nicht unabhängig sind: Profite werden vor allem über Anzeigen realisiert, also besteht eine Abhängigkeit von Anzeigenkunden. Ebenso haben Eigentümerfamilien klare Vorstellungen davon, welche Positionen ihre Medienprodukte einzunehmen haben – ob sie nun Springer in Deutschland oder Blocher in der Schweiz heißen – Zeitungskonzerne werden nicht nur gehalten, um Profite anzuhäufen. Um Gewinne bei steigenden Kosten und sinkenden Einnahmen überhaupt noch realisieren zu können, drängt man einst gepflegte bürgerliche Ideale wie Aufklärung und Investigation als lästige Kostenfaktoren immer mehr zurück. Redaktionen werden ausgedünnt, zusammengelegt und anstelle von selbst recherchierten Beiträgen wird Material auf dem Markt eingekauft: von Agenturen und doppelt freien Journalisten, die weder festangestellt sind noch anständig bezahlt werden. Unter solchen Bedingungen fällt es Geheimdiensten und sonstigen Nachrichtenmanipulierern leicht, ihre Desinformation gerade in Printmedien zu platzieren. Zugleich wird so leichter erkennbar, in wessen Interesse sie agieren.

    Mit der Unzufriedenheit vieler Menschen mit dem herkömmlichen Medienangebot wächst auch das Bedürfnis nach Alternativen. Das hat der Tageszeitung junge Welt in den letzten Jahren geholfen, entgegen allen Trends die verkaufte Auflage sowohl der gedruckten als auch der Onlineausgabe positiv zu entwickeln. Diese Entwicklung musste allerdings von den Machern und Lesern der Zeitung sehr hart erkämpft werden. Und mit mittlerweile rund 20.000 täglich verkauften Zeitungen bestimmt man natürlich keine Trends. Die sehen, wie beschrieben, anders aus. Der Verfall von Auflagen und Infrastruktur führt mit anwachsender Dynamik zu erhöhten Kosten für Herstellung, Transport und Zustellung dieser Zeitung. Die junge Welt muss also auch im kommenden Jahr alle Kräfte darauf konzentrieren, einerseits Einzelverkäufe und Abobestände zu erhöhen und andererseits das Produkt junge Welt vor allem im Onlinebereich weiterzuentwickeln.

    Dafür benötigen wir neue Ideen und Wege. Denn mittlerweile haben rechte Demagogen erkannt, dass sie ihre neoliberalen Angebote einfach nur als Alternativen zum »herrschenden System« oder zur »Lügenpresse« verkaufen müssen, um Erfolg zu haben. Dabei stellen sie kapitalistische Eigentumsverhältnisse keineswegs in Frage und lügen dazu wesentlich ungehemmter als viele Mainstreammedien. Wenn die junge Welt mit ihrem Spruch »Sie lügen wie gedruckt – wir drucken wie sie lügen« weiter aufklären will, muss sie diesen Gedanken deshalb viel stärker als bisher auch auf genau diese Kreise beziehen.

    Jetzt abonnieren: www.jungewelt.de/jetztaberabo

  • Roland aus Sachsen

    »Meine Aufgabe ist es als Professor, Studierende zu ermutigen, sich nach Abwägungen verschiedener Informationen ein eigenes Urteil in der Wissenschaft, aber auch im Alltäglichen zu bilden. Die junge Welt hat nicht nur einen alternativen Standpunkt gegenüber der Mainstream-Meinung. Sie ordnet diesen auch durch Spezialisten oder Korrespondenten an vielen Orten der Welt politisch und historisch ein. Aus diesem Grund ist es seit Langem meine Zeitung - und meine Empfehlung an alle Lernenden.«

  • Ressourcen für Aufklärung

    Warum die Rosa-Luxemburg-Konferenz überhaupt stattfinden kann, und was Sie dafür tun können

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    »... können wir nur selber tun«: Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Rosa-Luxemburg-Konferenz 2016 singen die »Internationale«

    Auch dieses Jahr endet für die junge Welt bekanntlich nicht am 31. Dezember, sondern mit dem gemeinsamen Singen der Internationale zum Abschluss der Rosa-Luxemburg-Konferenz am Samstag, den 13. Januar 2018, um genau 20 Uhr. Unmittelbar zuvor erfolgt unsere ganz spezielle Jahresbilanz: Leserinnen und Leser treffen sich und diskutieren mit Gleichgesinnten aus dem gesamten europäischen Raum. Spannende Vorträge von Linken aus aller Welt können ohne Sprachbarrieren verfolgt werden. Diesmal erwarten wir Philosophen, Umweltschützer, Politiker und Künstler aus Afrika, aber auch Gäste aus China und Kuba. Venezuela wird eine große offizielle Delegation entsenden: Neben Vladimir Acosta und Luis Britto García, die zu den führenden marxistischen Intellektuellen des Landes gehören, sind hochrangige Vertreter der Kommunistischen und der Sozialistischen Partei sowie des Außenministeriums angekündigt. Adel Amer, der Vorsitzende der Kommunistischen Partei Israels, wird ebenfalls da sein. Wer mit uns über den europäischen Tellerrand hinausblicken will, sollte sich rasch entscheiden. Zwar können wir im Berliner MOA-Konferenzhotel gut 3.000 Teilnehmende unterbringen. Doch wurden bereits über 1.300 Eintrittsbänder verkauft. Eingerechnet aller Helfer und geladener Gäste sind damit schon vor Weihnachten deutlich mehr als die Hälfte der Plätze vergeben. Wir empfehlen deshalb unseren Leserinnen und Lesern, sich rechtzeitig in jW-Ladengalerie oder auf rosa-luxemburg-konferenz.de die Eintrittsbänder zu besorgen. Sie ersparen sich damit langes Schlangestehen am Veranstaltungstag. Uns hilft das bei der Vorfinanzierung der sehr teuren Konferenz.

    Um die Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz ressourcenmäßig abzusichern, genügen allerdings die Eintrittsgelder allein bei weitem nicht. So wäre diese Veranstaltung ohne eine kontinuierlich wachsende Zahl von jW-Print- und Onlineabonnenten nicht durchführbar. Zum einen entstehen die notwendigen internationalen Kontakte erst durch unsere tägliche journalistische Arbeit, die wiederum fast ausschließlich durch Abonnements finanziert wird. Von der inhaltlichen Konzeption der Konferenz bis zur konkreten Umsetzung absolvieren die Kolleginnen und Kollegen von Verlag und Redaktion zudem etliche Sonderschichten. Ihre Kraft reichte aber nicht aus, würden sie nicht von zahlreichen Helferinnen und Helfern unterstützt. Nur so kann dieses wichtigste und größte jährlich stattfindende Symposium der deutschsprachigen Linken (als welches der ehemalige IBM-Chef Deutschland, Hans-Olaf Henkel die Konferenz einstufte) überhaupt stattfinden.

    Abonnieren sollten Sie die junge Welt allerdings vor allem für sich selbst (oder für Ihre Freunde): Präzise Informationen und Analysen der Zeitung helfen zu verstehen, was in der Welt geschieht. Noch nie war das ursprünglich bürgerliche Ideal der Aufklärung so bedroht wie in diesen Zeiten: Rechte Rattenfänger nutzen Unwissenheit und Halbwissen, um weitere Anhänger für ihre reaktionären bis faschistoiden Programme zu gewinnen. Imperialistische Kriege werden als legitimes Mittel verkauft, weltweit die Interessen des europäischen und damit vor allem des deutschen Kapitals durchzusetzen, auch und gerade in Afrika. Um solche Strategien erfolgreich zu bekämpfen, müssen sie zunächst durchschaut werden. Die Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz und die Tageszeitung junge Welt sind hervorragende Instrumente dafür.

    Verlag und Redaktion

    Hinweise zu Programm und Vorverkauf: rosa-luxemburg-konferenz.de

    www.rosa-luxemburg-konferenz.de

  • W. aus Himmelpfort

    »Wie alle Roten möchte ich, dass die hergestellten Güter an alle Menschenkinder gerecht verteilt werden. Welcher weite Weg dorthin führt und mit wem man für eine gerechtere Welt Schlittenfahren muss, steht nicht in jeder Zeitung - aber in der jungen Welt. Mit einem Abo dieser marxistisch orientierten Zeitung kann man an den Festtagen dafür sorgen, dass es klingelt.«

  • Norbert aus London

    »Ich bin Neurologe und Psychiater und arbeite seit 40 Jahren in der psychiatrischen Krisenversorgung – erst in Deutschland, dann in London. Ich habe gelernt: Die Herrschenden halten bei aller Konkurrenz international zusammen – wenn es gegen die Lohnabhängigen geht. Dem müssen wir unsere Solidarität entgegenstellen. Das jW-Onlineabo hilft mir dabei – täglich.«

  • Jetzt aber Abo!

    Wie Sie Ihrer Lieblingscousine eine richtige Freude bereiten können

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    Warum es für Sie selber oder Ihre Cousine Conny (aber auch für die junge Welt) so wichtig wäre, diese Zeitung zu abonnieren, haben wir an dieser Stelle schon öfter dargestellt. Wie aber funktioniert das eigentlich, wenn Sie Ihre Lieblingscousine zu Weihnachten mit einem jW-Abo überraschen wollen?

    Ganz einfach: Sie füllen den Coupon auf dieser Seite aus oder bestellen das Weihnachtsabo über das Internetformular (www.jungewelt.de/weihnachtsabo). Dazu brauchen wir zwei Adressen: Zum einen Ihre für die Rechnung, aber auch für die Geschenkurkunde und die von Ihnen ausgewählte Prämie, die wir Ihnen direkt zusenden. Zum anderen die von der Cousine Conny für die Zeitungszustellung. Ob Sie die Prämie selbst behalten oder Conny auf den Gabentisch legen, ist ganz allein Ihre Entscheidung. Für Abo, Kalender und Geschenkurkunde müssen Sie lediglich 60 Euro bezahlen – und Ihre Cousine findet ab dem 2. Januar 2018 drei Monate lang jeden Werktag eine junge Welt in ihrem Briefkasten, sozusagen als Gruß von Ihnen. Ein weiterer Vorteil: Das Weihnachtsabo läuft nach diesen drei Monaten automatisch aus, muss also weder von Ihnen noch von Conny abbestellt werden. Natürlich ist es aber unsere gemeinsame Absicht, dass ab dem 1. April 2018 aus dem Geschenkabo ein richtiges Vollabo der jungen Welt wird. Das soll Conny aber selbst entscheiden.

    Dieses Angebot ist von uns stark subventioniert, immerhin würde das dreimonatige Normalabo 110,20 Euro kosten. Wir möchten Ihnen aber die Möglichkeit geben, möglichst vielen Freunden und Bekannten so ein Abo zu schenken – um damit den Bekanntheitsgrad und erfahrungsgemäß auch den langfristigen Abobestand der jungen Welt zu erhöhen. Sie können auch ein ganz normales Abo verschenken – und die Laufzeit selber bestimmen: Ob Sie dann ein Quartals-, ein Halbjahres- oder ein Jahresabo verschenken, ist ganz Ihnen überlassen. Nutzen Sie dazu die Internetformulare (www.jungewelt.de/abo) oder wenden Sie sich an die Kolleginnen und Kollegen im Aboservice (­abo@jungewelt. de, 00 49 (0)30/53 63 55-80/ -81/ -82).

    Allerdings sollten Sie sich beeilen, wenn es ein Weihnachtsgeschenk sein soll. Damit wir Ihnen Geschenkgutschein und Kalender noch rechtzeitig zuschicken und Sie ihn dann Ihrer Lieblingscousine unter den Weihnachtsbaum legen können, sollte Ihr Auftrag bis zum 22. Dezember bei uns sein. Ansonsten kann man dieses Spezialabo noch bis zum 29. Dezember bestellen, damit die Belieferung Anfang Januar 2018 losgehen kann.

    Mit lieben Grüßen auch an Ihre Cousine Conny
    Aboservice der Tageszeitung junge Welt

    www.jungewelt.de/weihnachtsabo

  • Linke in Not

    Warum ein aufklärerisches Medium für Gegeninformation dringender benötigt wird denn je

    Dietmar Koschmieder
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    Die politische Lage ist katastrophal. Rechte Ideologien sind auf dem Vormarsch. In den Parlamenten tummeln sich immer mehr Politiker, die sich offen zu faschistischem Gedankengut bekennen, bürgerliche Medien rollen ihnen gefällig den Teppich aus. Im Windschatten dieser Entwicklung verändert sich der bisher bürgerlich-demokratisch-kapitalistische Staat: Noch in den 90er Jahren taten sich Regierungssprecher schwer, die simple Wahrheit zuzugeben, dass die an die Front geschickten deutschen Soldaten Krieg führen – oder gar, dass sie dies für imperialistische Interessen tun. Heute sorgen Tausende hochgerüsteter Wehrmachtsnachfolger überall in der Welt ganz offen für die Durchsetzung deutscher Kapitalinteressen.

    Die Heimatfront richten

    Damit das auch weiterhin reibungslos funktioniert, muss die Heimatfront gerichtet werden. Die Militarisierung des Alltags ist nicht nur im martialischen Auftreten der Bundeswehr in Schulen, auf Messen und in deren Präsentation auf Werbeträgern zu beobachten. Spezialwaffen und militärisch auftretende Sondereinheiten werden stolz im Einsatz bei friedlichen Demonstrationen präsentiert – zuletzt bei den Aktivitäten rund um den G-20-Gipfel in Hamburg im Sommer dieses Jahres. Die bürgerlichen Medien sind zur kritischen Berichterstattung weder willens noch in der Lage – statt dessen werden aus Kostengründen nur noch Erklärungen der Polizeipressestellen übernommen. Dies konnte man bei den Polizeiüberfällen auf linke Personen und Einrichtungen in dieser Woche beobachten. Es reichte der Vorwurf, gegen den G-20-Gipfel protestiert zu haben. Zu diesem ­dreisten Agieren des Polizeistaates gab es von seiten der sogenannten vierten Gewalt keine kritische Berichterstattung, oder gar Proteste. Und der Staat nutzt seine Freiheiten, lässt Nazis in seinem Auftrag faschistische Propaganda verbreiten, deckt Attentäter und regt muslimische Fanatiker dazu an, mit einem geklauten Lkw auf einem Weihnachtsmarkt ein Massaker anzurichten. Auch das nehmen bürgerliche Medien gerade mal so zur Kenntnis. Die Heimatfront steht.

    Teile und herrsche

    Dazu gehört auch, dass viele Menschen für ihre Zukunftsängste und sozialen Nöte keineswegs die Herrschenden, sondern die Ärmsten der Armen verantwortlich machen. Mittlerweile könnte auch ihnen bekannt sein, dass in den letzten Jahren nie mehr als drei Prozent aller Flüchtlinge ins reiche Europa gekommen sind. Selbst in der Partei Die Linke wird aber diesem Druck nachgegeben. Dort streitet man sich um Flüchtlings- und Einwanderungsgesetzgebung, redet von Heimat und nationalen Interessen – wenn es der interne Konflikt um Rederechte, Vorstandsposten und anderen parlamentarischen Kram zeitlich zulässt. Die Kommunistische Partei des Landes, die in einer solchen Situation dringender denn je benötigt würde, ist kaum noch handlungsfähig, weil sie gerade von Linkssektierern und Rechtsopportunisten aus den eigenen Reihen in die Mangel genommen wird.

    Für Aufklärung sorgen

    In diesen schwierigen Zeiten ist es nicht schwer, eine marxistische Tageszeitung mit spannenden Inhalten zu füllen. Aber es wird immer schwerer, diese auch unter möglichst vielen Menschen bekannt zu machen. Obwohl ein linkes Medium für Gegeninformation dringender denn je benötigt wird. Wir möchten deshalb alle unsere Leserinnen und Leser darum bitten, die Verbreitung unserer Zeitung zu befördern: Jeder Hinweis im Bekanntenkreis auf einen Kiosk, in dem diese Zeitung zu haben ist, hilft. Jedes Online- und Printabonnement trägt dazu bei, diese harten Zeiten zu überstehen. Und mit dem Weihnachtsabo bieten wir Ihnen eine gute Möglichkeit, die junge Welt selbst drei Monate lang zu testen – oder aber auch Freunden, Bekannten, Genossen eine andere Sicht auf die Dinge zu ermöglichen.

  • Ulf aus Erfurt

    » Ich lese schon berufsbedingt die junge Welt, denn die Wirklichkeit überbietet bekanntlich die Satire kaum einholbar. Mein Tipp für alle Thüringer: Lieber Mutbürger als Wutbürger! Abonniert die junge Welt.

  • Verlogene Debatte

    Intervention gegen rechtsaffine Demagogen. Eine Berliner Posse

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    Klaus Lederer macht mobil – die Gegenaufklärung tobt

    Vor ziemlich genau einem Jahr pfefferte Ken Jebsen, Betreiber des Onlineportals KenFM, für seine Kundschaft die frohe Botschaft in die Minikamera seines Laptops: Mit Donald Trump sei endlich mal ein US-Präsident gewählt worden, hinter dem er stehen könne. Für solche und ähnlich aufklärerische Einsichten soll er den »Kölner Karlspreis« der Internetplattform Neue Rheinische Zeitung (NRhZ) bekommen, für die Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann verantwortlich zeichnen – die in Personalunion zugleich den »Bundesverband Arbeiterfotografie« ausmachen. Die Preisverleihung sollte im Berliner Kino »Babylon« erfolgen, die Laudatio Mathias Bröckers halten, auch Klaus Hartmann vom Deutschen Freidenkerverband war mit einem Beitrag angekündigt, für das Kulturprogramm unter anderem die »Polit-Hip-Hop-Band« Die Bandbreite vorgesehen – zuletzt haben diese Herren den Wahlkampf der rechten Partei »Deutsche Mitte« unterstützt.

    Wen juckt es eigentlich, wenn ehemalige Organisatoren der rechtsaffinen Montagsmahnwachen sich gegenseitig feiern wollen? Nun, zum Beispiel den Kultursenator Klaus Lederer von Berlins Regierungspartei Die Linke. Am 13. November postete er auf Facebook: »Ich bin entsetzt, dass ein Kulturort in Berlin diesem Jahrmarkt der Verschwörungsgläubigen und Aluhüte eine Bühne bietet. Vom Geschäftsführer des Kinos Babylon würde ich mir angesichts dessen die Courage wünschen zu sagen: Als Plattform für diesen Wahnsinn stehen wir nicht zur Verfügung.« Am darauffolgenden Tag sagte der Kinobesitzer die Veranstaltung ab.

    Zu diesem Vorgang hat sich jW-Autor Knut Mellenthin geäußert, und seinen online erschienenen Debattenbeitrag wollen wir in Gänze und unkommentiert vorstellen – ohne ihn uns in allen Aspekten zu eigen zu machen: »Zuerst und aktuell vordringlich: Bitte nehmt mich in die Liste der Gegner dieses Zensuraktes auf. Ken Jebsen ist für mich nach seiner Vorgeschichte als Querfrontprediger und seelsorgerischer Beistand von Jürgen Elsässer auf dessen letztem Gang ins Abseits alles andere als ein Held. Aber finanzdruckgestützte Zensur durch einen Senator darf nicht sein. Nicht einmal, rein hypothetischer Fall, gegen die AfD. Antifaschisten können durchsetzen, dass ein Auftritt der Neonazis – ich verweigere ihnen das beschönigende ›Rechtspopulisten‹ – nicht stattfindet. Ein Senator oder Minister darf es von sich aus nicht! Außerdem gehört Ken Jebsen für mich zur Grauzone, über die man und mit der man kämpferisch diskutieren sollte, aber die man nicht adminis­trativ ausgrenzen darf. ›Aluhüte‹, das ist Standardgestammel von jemandem, der nicht mal wissen will, worüber er eigentlich spricht. Hat man je gehört, dass Möchtegerndiktator Lederer seine Macht eingesetzt hat, um Auftritte tatsächlicher Kriegsbefürworter von Union, SPD, Grünen und FDP zu vereiteln? Selbstverständlich nicht. Er genießt den Rückenwind der politisch und kulturell Hegemonialen und riskiert nicht deren Gegenwind. Also ein ziemlich mieser Typus, der aber typisch für dieses unser Land ist. Meine Ablehnung der Ledererschen Zensurmaßnahme wird nicht beeinträchtigt durch die Tatsache, dass die Verantwortlichen des Preisgebers von der NRhZ einen Trump-Fanklub unterhalten. Trump-Fans, die über Zensur klagen, finde ich verlogen, scheinheilig und beschissen. Aber sie legitimieren keine Zensur. Und was die Partei ›Die Linke‹ angeht: Die aktuelle Debatte ist, gemessen an der Gestaltungs- und Darstellungsmacht des Ledererschen Typs in eurer Partei, nur ein Nebenschauplatz. Ich wünsche mir, dass ihr irgendwann auch noch zum Wesentlichen vordringt.«

    Redaktion, Verlag und Genossenschaft

  • Andreas aus Sangerhausen

    »Ich kann meinen Fahrgästen genaue Auskunft darüber geben, wie sie ihr Reiseziel erreichen können. In der Bahn weiß ich, wo es langgeht. Auch die junge Welt bietet Orientierungswissen. Für mich wichtig: Sie berichtet regelmäßig über Aktivitäten der Gewerkschaften. Ganz oft interviewt sie Kollegen aus den Betrieben. Sie wollen wissen, was bei der Bahn passiert? Ich lese dafür die junge Welt

  • Eine besondere Konferenz

    Am 13. Januar 2018 werden in Berlin die aktuellen Klassenkämpfe in Afrika erörtert

    Plakatmotiv der XXIII. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz
    Plakatmotiv der XXIII. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz

    Obwohl Plakate und Werbematerial für die XXIII. Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz noch gar nicht gedruckt sind, wurden bis gestern bereits 734 Eintrittsbänder verkauft – so viele wie noch nie zu diesem Zeitpunkt! Das liegt zum einen daran, dass ein kraftgebender Jahresauftakt für linke Kräfte nötiger ist denn je. Zum anderen gelang es uns, eine ganz besondere Konferenz auf die Beine zu stellen. Deshalb unsere Empfehlung: Bitte rechtzeitig die Eintrittsbänder erwerben!

    Schon immer war ein zentraler Ansatz dieser Veranstaltung, dass Deutschland nicht Europa und Europa nicht die Welt ist. In der Regel gibt es deshalb auch nur ein deutschsprachiges Hauptreferat. In diesem Jahr legen wir den Schwerpunkt auf die Klassenkämpfe in Afrika. Und bleiben dabei unserem Ansatz treu: Nicht vorrangig Europäer sollen die Lagen auf dem Kontinent bewerten, sondern möglichst viele Aktivisten, Politiker und Kulturschaffende aus Afrika selbst zu Wort kommen. Mit Beiträgen des Dichters und Umweltschützers Nnimmo Bassey aus Nigeria, der zudem Träger des Alternativen Nobelpreises des Jahres 2010 ist, des Politikwissenschaftlers und Philosophen Achille Mbembe aus Kamerun und der ehemaligen Sozialministerin Clotilde Ohouochi aus Côte d’Ivoire liefert die Konferenz Fakten und Zusammenhänge, die auch für Analysen und aktuellen Kämpfe hierzulande von größter Bedeutung sind. Das Verhältnis ihrer Länder zu Afrika wird für das revolutionäre Kuba der Journalist Enrique Ubieta und für die Volksrepublik China der Wirtschaftsprofessor Ding Xiaoqin erläutern. Die Vorträge wechseln sich mit kulturellen Beiträgen ab. Auch darüber berichten wir noch ausführlich, so zum Beispiel zum Auftritt des Künstlers Ibrahim Mahama aus Ghana. Er sorgte zuletzt auf der Documenta in Kassel für Schlagzeilen.

    Nicht einfach gestaltete sich in diesem Jahr die Themenfindung für die Podiumsdiskussion, mit der traditionell die Konferenz beendet wird. Wir verständigten uns im Vorbereitungskollektiv auf das aktuelle Thema »Soziale Frage und Flüchtlingselend: Abschied der Linken von der Internationalen Solidarität?« Dazu werden Selma Schacht, Betriebsrätin und Arbeiterkammerrätin der Stadt Wien, Canan Bayram, im Berliner Stadtbezirk Friedrichshain-Kreuzberg direkt in den Bundestag gewählte Abgeordnete der Grünen, Lorenz Gösta Beutin, Historiker und Bundestagsabgeordneter der Partei Die Linke aus Schleswig-Hollstein, und Günter Pohl, Internationalismusverantwortlicher im DKP-Vorstand, diskutieren. Beendet wird die Konferenz gegen 20 Uhr mit einem klaren Bekenntnis zum Internationalismus: Gemeinsamen singen wir die »Internationale«.

    Verlag, Redaktion, Genossenschaft

    Weitere Informationenzur Konferenz: www.rosa-luxemburg-konferenz.de

  • Franz aus Bayern

    »Als Bergsteiger weiß ich, dass das Erklimmen eines Gipfels, ähnlich wie der Weg zum Sozialismus, kein Spaziergang ist. Man muss sich oft neu orientieren, manchmal auch zurückgehen, wieder absteigen und es dann aufs neue angehen. Aber auf jeden Berg führt ein Weg, und zur Orientierung brauche ich Karte, Kompass, Höhenmesser und natürlich die junge Welt

  • Norbert aus Basel

    »Als blindem Menschen nutzen mir unsere Mainstream-Medien nichts, zumal ich an linken Informationen interessiert bin. Zum Glück habe ich die junge Welt entdeckt und gleich abonniert. Jetzt erhalte ich täglich meine marxistische Tageszeitung per E-Mail, die mir mein Smartphone vorliest. Ideal für blinde Menschen.«

  • Schwierigkeiten beim Lesen der Wahrheit

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    »junge Welt« in Brailleschrift

    Die Tageszeitung junge Welt ist nicht für jeden. Denn nicht jeder kann lesen. Und nicht alle, die lesen können, wollen das auch. Und nicht alle, die können und wollen, geben sich die dafür notwendige Zeit. Erstaunlich finden wir, dass einerseits nicht selten studierende oder studierte Menschen ein jW-Abo ablehnen – wegen fehlender Zeit. Andererseits nehmen sich nicht wenige Auszubildende morgens oder abends eine Stunde, um ihre jW zu lesen: Weil sie Informationen, Analyse und Kommentare mit klarem Klassenstandpunkt für sich selbst und für die Diskussion im Betrieb dringend brauchen.

    Manche haben aber noch ganz andere Schwierigkeiten mit dem Lesen: Sie sind blind oder stark sehbehindert. Wenn auch sie nicht auf die junge Welt verzichten wollen, nutzen sie drei gängige Methoden, um sich deren Inhalte anzueignen. Zunächst die naheliegendste: Jemand aus dem sozialen oder familiären Umfeld liest die Zeitung vor. Eine zweite: Man lässt sich die Texte in die Brailleschrift übertragen. Der 16jährige Louis Braille erfand 1825 die nach ihm benannte Blindenschrift. Jeder Buchstabe wird in ein Zeichen aus sechs jeweils unterschiedlich angeordneten Punkten übersetzt (heute würde man das eine 6-Bit-Codierung nennen), das sich mit den Fingerspitzen ertasten lässt. Texte aus dem Internet kann man sich direkt vom Computer mit Hilfe eines speziellen Ausgabegerätes in Braille darstellen lassen. Schon in den 90er Jahren lobten uns Blindenverbände dafür, dass unser Internetauftritt durch seine Klarheit das Mitlesen erleichtert. Das Lob galt auch unserem E-Mail-Abo, das es schon mehr als 20 Jahre gibt und mit dem jW-Texte ohne Zutaten und Ausschmückungen zur Verfügung gestellt werden. Das erleichtert die Übertragung enorm. So ein E-Mail-Abo kann man deshalb auch für die dritte Form der Nutzung von jW-Texten durch Blinde und Sehbehinderte einsetzen: Man lässt sich diese, wie unser Leser Norbert aus Basel, einfach vom jeweiligen Ausgabegerät vorlesen. Diese Aufgabe übernehmen mittlerweile fast alle Computer, Laptops oder Smartphones für unsere Abonnenten.

    Deshalb gehören nicht wenige Blinde und stark Sehbehinderte zu unserem linken Netzwerk. Niemand muss also auf die junge Welt verzichten – vorausgesetzt allerdings, er oder sie kennt überhaupt diese Zeitung. Auch darum ist es so wichtig, alle sehenden und nichtsehenden Menschen über das journalistische Angebot der jW zu informieren – und dass unsere Gemeinschaft durch weitere Abonnements gestärkt wird.

    Verlag, Redaktion und Genossenschaft

  • Rote Tradition

    Die Herrschenden haben gute Gründe, die antikapitalistische Manifestation im Januar in Berlin zu behindern

    Dietmar Koschmieder
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    Gedenken an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht im Januar 1988 in Berlin

    Zwar ist es der Kapitalistenklasse gelungen, die DDR und andere sozialistische Staaten niederzuringen – aber die Hoffnung, das sei schon das Ende der Geschichte, haben die Klügeren unter dem Personal der Herrschenden aufgegeben: Zunehmende soziale Widersprüche und Verwerfungen weisen immer drängender darauf hin, dass der bürgerliche Staat mit seinen Eigentums- und Produktionsverhältnissen Armut, Hunger und Krieg zwingend hervorbringt.

    Weil solche Erkenntnisse gefährlich werden können, werden die Verhältnisse verschleiert: Sie seien gottgewollt, jedenfalls nicht veränderbar und eigentlich nicht erkennbar. Macht wird genutzt, um aufgeklärte Gegenpositionen konsequent zu unterdrücken. Egal, ob Geschichtsschreibung, Bildungswesen, Medien, Rechtswesen, Philosophie oder Kultur: Wer die vordefinierten Spielräume nicht einhält, wird mal mit groben, mal mit feinen Mitteln auf Linie oder zum Schweigen gebracht. Für die, die trotzdem eine Alternative wollen, wird rechtes Pack von NPD bis AfD bereitgehalten.

    Aber das verhindert nicht, dass es Menschen gibt, die auch weiterhin Verhältnisse wollen, in denen die wichtigsten Produktionsmittel nicht mehr einer kleinen Oberschicht gehören. Solche Menschen informieren und organisieren sich. Solche Menschen abonnieren alternative Medien wie die Tageszeitung junge Welt. Und solche Menschen treffen sich zur Lenin-Liebknecht-Luxemburg-Demo am zweiten Januarwochenende in Berlin: die größte regelmäßig stattfindende antikapitalistische Manifestation im Lande.

    Kein Wunder, dass diese Berliner Demonstration den nach 1989 wieder überall in Deutschland Herrschenden ein Dorn im Auge ist. In den 90er Jahren begnügten sie sich noch damit, Häme und Arroganz über die Veranstaltung auskübeln zu lassen: Das Problem werde sich biologisch lösen, lästerten die DDR-Hasser von Die Welt bis Jungle World. Aber zu den Zigtausenden alten Genossinnen und Genossen gesellten sich immer mehr neue und junge. Die Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz der jungen Welt wird seit 1996 jedes Jahr am Vortag der Manifestation durchgeführt – auch um die Demonstration zu stärken. Die Herrschenden fingen an, die verhasste Kundgebung mit Polizeiprovokationen, Verboten und aktuell mit Behördenschikanen zu behindern. Zwar rudern die Verantwortlichen aufgrund von Protesten im Moment wieder zurück, aber noch sind nicht alle Restriktionen aufgehoben. Und sicher wird das nicht der letzte Angriff auf die Demo sein. Eigentlich nur konsequent von Institutionen, die den Kapitalismus schützen sollen. Und eigentlich nur konsequent, dass alle, die diesen abschaffen wollen, dort Fahne und Gesicht zeigen.

  • Nele aus Hamburg

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