Den Umschlag des Buches von Tom Schmieder »Als wir einmal fast erfolgreich waren« (2021) zieren neben einigen linken Symbolen Gläser und Aschenbecher. Die Geschichte beginnt im Jah...
Die weltweit ersten freien Fahrräder wurden in den sechziger Jahren von der anarchistischen Gruppe »Kabouters« in Amsterdam organisiert, das urbane Bereitstellen fahrbarer Untersätze hat sich seitdem gewandelt.
Greta Thunberg setzt bei ihrem Engagement für eine konsequente Klimapolitik weniger auf die amtierenden Politiker als auf die »junge Generation«. Also auf eine Massenbewegung statt auf Kabinettspolitik.
In Berlin entdeckt man die Natur in der Stadt. Der Ökologe Josef Reichholf fand bereits vor Jahren, dass die Dörfer sich der Natur verschließen und die Städte sich ihr öffnen.
Wie viele Werkzeugkästen habe ich schon gehabt in meinem Leben, angefangen mit einem für Laubsägearbeiten und Drachenbau? In meinem Kinderzimmer hing ein Schrank, der etwa 20 Werkzeuge zur Holzbearbeitung enthielt.
Viele Leute gehen beruflich mit Zahlen um, Buchhalter beispielsweise. Oftmals wissen sie dabei gar nicht (oder wollen nicht wissen), was sich hinter den Zahlen verbirgt.
Beim Lesen des Buches eines französischen Sägewerkarbeiters, der 1953 über seine Arbeit in »Das Sägewerk« (2020) berichtet hatte, konnte ich mir unter kapitalistischer Produktionslogik etwas vorstellen.
Der Umweltjournalist Benjamin von Brackel hat in seinem Buch »Der Natur auf der Spur« (2021) zahlreiche Studien versammelt, die nahelegen, dass »der Klimawandel Pflanzen und Tiere vor sich hertreibt«.
Die Gesundheitskasse AOK gibt bekannt: »Immer mehr Studien von Medizinern zeigen: Aufenthalt und Arbeit im Garten wirken vorbeugend und heilend bei vielen Krankheiten.«
In Kreuzberg gab es mal eine Zeitschrift namens Ich und mein Staubsauger, einer ihrer Autoren war Max Goldt. Ab Mitte der siebziger Jahre begann die große Zeit der Staubsauger. Sie wurden immer günstiger.
Kürzlich verbrachten wir ein Wochenende in Hettstedt – im Mansfelder Land. Es ging um die Bergwerke und Fabriken dort, die zuletzt zum Mansfeld-Kombinat gehörten.
Der Stalker kommt aus den USA – konkret aus Hollywood, wo die Polizei gar eine »Anti-Stalker-Unit« hat. Wie anders ist doch der sowjetische Stalker-Begriff, den ich erstmalig mit Tarkowskis Filmklassiker kennenlernte.
Die Freizeitreiterinnen, »Amazonen«, hat der Leiter des Marburger Literaturarchivs Ulrich Raulff in seinem Sachbuch »Das letzte Jahrhundert der Pferde« (2016) thematisiert: Eine »Geschichte der Trennung«.
Im »Anthropozän« kommen die von der technisch-wissenschaftlichen Moderne verdrängten Weltbilder der Indigenen und der Romantiker wieder zur Geltung (ob auch zum Tragen, ist noch nicht ausgemacht).
Eine Freundin schrieb mir, sie hätte in der 20. KW einige Tage frei. Ich schrieb zurück: »Was heißt KW?« – »Kalenderwoche! Kennst du das nicht?« Ich googelte.
Der Religionswissenschaftler Klaus Heinrich sprach in einem Vortrag, den er 1993 in der psychiatrischen Klinik des Berliner Universitätsklinikums »Rudolf Virchow« hielt, über »Sucht und Sog«.
In letzter Zeit sind mir immer wieder Leute begegnet, die sich quasi entschuldigten, dass sie so selten zum Lesen kommen. Sie halten sich alle für nicht »belesen« genug.