Das Württemberger Volk sang 1737: »Er zeigte wohl Projecten vor, / die Geld eintragen müssen; / sie fielen trefflich in das Ohr, / doch musst der Burger büssen.« Wem fallen da nicht die öffentlichen »Großprojekte« ein?
Im Edeka-Laden wurde neulich meine Freundin von einem US-Amerikaner gefragt, ob es Butter gebe, die auch gekühlt weich bleibt. Die normale deutsche Butter würde immer sein Knäckebrot zerbröseln.
In New York wurden die meisten Gemeinschaftsgärten auf städtischem Grund und Boden angelegt – auf Brachflächen und Müllhalden, die Immobilienspekulanten links liegen ließen.
In den 90er Jahren begannen Kubaner wegen der Blockade auf Brachflächen Nutzpflanzen zur Selbstversorgung anzubauen. In Europa griffen junge Leute das Prinzip auf, für den sich der Begriff »Urban Gardening« durchsetzte.
In meiner Umgebung gibt es immer mehr männliche Jugendliche, die beim Aufbau einer Weltbeziehung scheitern. Sie hängen rum, kriegen nichts auf die Reihe, schmeißen die Ausbildung, verwahrlosen. Die Welt überfordert sie.
Für die dumme politische Idee »ultrasichere Räume« macht der Kriminologe Joachim Häfele auch die Medien verantwortlich, die mit skandalisierenden Schlagzeilen leichtgläubigen Lesern ständig Angst einträufelten.
»Jeder Schuss ein Russ’!« sagte ein Käufer im Zeitungsladen und zeigte auf eine Schlagzeile in der Süddeutschen Zeitung: »Die deutsche Kulturelite rüstet auf«. Ich erwiderte: »Jeder Stuss ein Muss!«
Manchmal kommen die Anekdoten dem Titel der Kolumne sehr nahe. Zum Beispiel die Geschichte von Gerhard, der eines Tages in unsere WG einzog. Der Arztsohn studierte Germanistik …
Über die (großen und kleinen) Dinge, die jetzt vermehrt in autobiographisch getönten Sachbüchern behandelt werden, habe ich bereits an früherer Stelle geschrieben.
Die ehemalige Geo-Reporterin Gabriele Riedle hat eine »Art Abenteuerroman« veröffentlicht, »In Dschungeln. Wüsten. Im Krieg« betitelt. Es geht darin auch um Papua-Neuguinea.
In der Schule redeten wir Jungs gerne darüber, wie wir klauen würden und was. Die Mädchen hörten desinteressiert zu. Erst viel später kamen wir dahinter, dass sie selten übers Klauen redeten, es aber um so öfter taten.
Gerade dafür, meinte der FDP-Finanzminister Lindner kürzlich, brauche es Steuersenkungen. Also nicht mehr für die Großverdiener, sondern für die »breite Mitte«.
Wir haben inzwischen eine wahre Startup-Pest. Über die Lebensmittel- und Restaurantspeisenauslieferer hatte ich mich bereits echauffiert. Aber es gibt auf diesem windigen Internetmarkt nun mal Moden.
Die Tochter krempelte ihre Hosen hoch und zeigte uns ihre »Funny Socks«, bunte Socken mit lustigen Motiven. Die seien aus Baumwolle, und sie würden die online bei Amazon bestellen, erklärte sie.
»Es dauert nicht mehr lang, dann wird Weltraumschrott die Raumfahrt verhindern. Schon heute müssen Satelliten jede Woche Ausweichmanöver fliegen«, meinte die FAZ kürzlich.
Erika Fatland zeigt in ihrem Buch über den Himalaja, »Hoch oben« (2021), wie das Hängen in den Steilwänden von einer Teambuilding-Maßnahme für Manager in den 70ern zum Reiseziel für fortwährende Rekorde geworden ist.