»Ganz wichtig sind Bilder, die vor Ort produziert werden«
Interview: Emre Şahin
Seit Wochen sind die kurdischen Gebiete in Syrien schweren Angriffen durch dschihadistische Milizen der Haiat Tahrir Al-Scham (HTS) sowie protürkischer Gruppen ausgesetzt. Betroffen waren auch zwei kurdische Stadtteile in Aleppo, Scheich Maksud und Aschrafija. Sie kommen aus Afrin, sind aber in Aleppo aufgewachsen. Zunächst einmal: Wie geht es Ihrer Familie?
Die Verbindung nach Aleppo ist sehr schlecht, vor allem das Internet, auch aufgrund der Bombardierungen. Ich habe dort zwar immer noch Verwandte, aber meine Familie ist mittlerweile als Folge des Krieges in Syrien weltweit zerstreut. Das Problem ist: Die Leute haben Angst und wollen nicht wirklich reden, oder sie versuchen, am Telefon die Dinge schönzureden. Auch aufgrund der Erziehung durch das Assad-Regime: Alles wird kontrolliert, alles wird abgehört, die Leute haben Angst, über ihr eigenes Leid zu sprechen. Erst als die Angriffe intensiver wurden, haben meine Verwandten die Dinge beim Namen genannt. Aktuell ist die Lage in Aleppo sehr schwierig. Die Leute werden aufgrund ihres Kurdischseins diskriminiert. Viele Menschen, vor allem ältere, die nicht so gut Arabisch können, erkennt man schnell an ihrer Aussprache als Kurden. Das Kurdischsein gerät schnell unter Generalverdacht. Auf die Bomben folgen im Alltag verbale Angriffe.
Der syrische Übergangspräsident Ahmed Al-Scharaa, vor allem bekannt unter seinem dschihadistischen Namen Al-Dscholani, hat am 16. Januar ein Dekret zum angeblichen Schutz kultureller Rechte der Kurden unterzeichnet, während er zur gleichen Zeit kurdische Ortschaften bombardieren ließ. Ein Täuschungsmanöver?
Das Dekret gewährt keine dauerhafte verfassungsrechtliche Verankerung kurdischer Rechte und der Rechte weiterer Minderheiten. Unterzeichnet durch eine einzelne Person, ist es wie eine Lächerlichmachung kurdischer Kämpfe. Kurden werden im Dekret folkloristisch dargestellt. Das Neujahrsfest Newroz darf gefeiert werden, wird aber als Frühlingsfest verkauft, absichtlich so formuliert, so dass Al-Dscholani keine Probleme mit anderen islamistisch geprägten Gruppen bekommt, die Newroz als Unglauben ansehen. Ich sage bewusst Al-Dscholani, weil er sich nie für seine Vergangenheit entschuldigt hat.
Jedenfalls zeigt das Dekret die Denkweise dieses »neuen Syriens«. Eine einzige Person unterschreibt etwas, und das soll reichen. Aus HTS-Perspektive ist das Dekret allerdings schlau: Einerseits ist es ein Signal an den Westen, dass man in der Lage sei, kurdische Rechte zu wahren – aber nur kulturelle Rechte, nicht politische. Andererseits will man dadurch eine Spaltung innerhalb der kurdischen Gesellschaft anstiften. Das hat man auch gesehen, als Videos veröffentlicht wurden, in denen Kurden das Dekret feiern. Diese Leute wurden gezwungen, auf die Straße zu gehen. Aus Afrin gab es ein ganz berühmtes Video, das alle HTS-Kanäle verbreitet haben, in dem ein paar vereinzelte Leute tanzen. In Afrin leben Hunderttausende.
Was sollen solche Aufnahmen bewirken?
Das Regime will zeigen: »Guckt her, wir haben den Kurden jetzt etwas gegeben, und sie freuen sich.« Es dient der Selbstlegitimation: Sie wollen zeigen, dass sie Kurden mobilisieren können. Aber die in den Videos gezeigten Gebiete sind unter Kontrolle der HTS und protürkischer Milizen. In Afrin sind die Menschen seit der Besatzung 2018 nie frei. Die HTS sagt: »Wir sind nicht gegen die Kurden, wir sind nur gegen die bösen Kurden.« Es gibt eine Kategorisierung in »gute, ehrenvolle« Kurden – »Al-Kurdi Al-Scharif« – und in »verräterische« – »Al-Kurd Al-Khain«.
Meist wird dann auch noch von den Kurden als »Nachfahren« Saladins gesprochen, der im 12. Jahrhundert Jerusalem von den Kreuzrittern erobert hatte. Auch Al-Dscholani hatte ihn bei der Dekretunterzeichnung erwähnt.
Er emotionalisiert dadurch. Der folkloristische Bezug zu Saladin soll signalisieren: Die Mehrheit der Kurden sind Muslime, sunnitisch, und sie stehen hinter uns. Bei der Unterzeichnung des Dekrets sagte er auch, die Voraussetzung für das »gute Kurdischsein« sei das Aufgeben von Waffen. Im Grunde sind gute Kurden solche, die nicht über ihr Kurdischsein sprechen.
Auffällig ist, dass viele arabischsprachige Medien wie der katarische Sender Al-Dschasira den Krieg gegen die Kurden medial aggressiv begleitet haben.
Katar ist ein kleines, aber reiches Land, das immer eine Regionalmacht sein wollte und dies auch mit Hilfe seiner Medienmacht anstrebte. Die Strategie hatte Erfolg, woraufhin auch Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate Katars Vorgehen kopiert haben und Gegenmodelle zu Al-Dschasira aufgebaut haben. Obwohl sie miteinander konkurrieren, ist das Interessante im Fall Syriens, dass es eine Art »Einigung« in der medialen Berichterstattung zwischen Saudi-Arabien und Katar gibt.
Vor ein paar Monaten war die HTS in der Berichterstattung saudi-arabischer Medien noch eine Terrororganisation. Auch deshalb, weil es innerhalb der HTS viele bekannte Dschihadisten aus Saudi-Arabien gibt, wie Abdullah Al-Muhaisini. Er ist auf der saudi-arabischen Terrorliste. Seit ein paar Monaten ist es ein ganz anderes Setting, mit ganz anderen Begrifflichkeiten. Statt HTS heißt es jetzt nur noch »der Staat«. Nicht »die Regierung« oder »der Übergangspräsident« – das gilt als Beleidigung. Einer der bekanntesten Oppositionellen gegen Assad war der in Frankreich lebende Haitham Manna. Er sagt, er werde nicht zu saudischen Medien eingeladen, weil er bestimmte Voraussetzungen erfüllen müsse: Dazu gehört auch, Ahmed Al-Schaara nicht Al-Dscholani zu nennen, sondern eben Ahmed Al-Schaara, den Präsidenten Syriens. Für Rami Abdulrahman, den Chef der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, die gegen Assad wichtige Dokumentationsarbeit geleistet hat, gilt dasselbe.
Saudi-Arabien und Katar tragen mit ihrer Berichterstattung zur Legitimierung und Romantisierung der HTS-Herrschaft bei. Alle Menschen, die die HTS in Frage stellen, werden dämonisiert und verteufelt. Ein Begriff, der immer mit dschihadistischen Organisationen in Verbindung gebracht wurde, ist »Tanzim«. Im Arabischen ist es eine linguistische Vernegativierung von »Organisation«, die vor allem im dschihadistischen Kontext auftaucht: Beim »Islamischen Staat« heißt es nicht etwa nur Al-Dawla Al-Islamija – der Islamische Staat –, sondern Tanzim Al-Dawla Al-Islamija. Oder Tanzim Al-Qaida. Nun taucht derselbe Begriff, der für IS und Al‑Qaida benutzt wurde, immer im Kontext der Syrisch Demokratischen Kräfte, kurz SDF, auf, die dabei mit der Arbeiterpartei Kurdistans, der PKK, gleichgesetzt werden. Diese Strategie zielt darauf ab, in den Reihen der multiethnischen und -religiösen SDF eine Spaltung hervorzurufen.
Auffällig ist auch, dass die HTS sich medial scheinbar von ihrem dschihadistischen Auftreten zu trennen versucht. Ist das eine bewusste Strategie?
Die HTS hat weltweit ein schlechtes Image: Das sind alles Dschihadisten, sie waren beim IS oder bei Al‑Qaida. Dieses Image versucht das Regime mit einer medialen Strategie zu beseitigen. Beispielsweise ernannte es Hamza Al-Mustafa zum Medienminister. Er hat lange Zeit in der Türkei gelebt und gilt als verlängerter Arm Ankaras. Früher hat er Syria TV verwaltet, das auch gegen die HTS berichtet hat. Offensichtlich reichen die klassischen Medienplattformen zur Korrektur des Negativimages wohl aber nicht aus.
Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es ein Treffen gegeben haben könnte nach dem Motto: »Wie können wir unsere Medienstrategie entwickeln? Wir brauchen Gesichter, die dieses Negativimage medial wiederlegen.« So wurde nach jungen Leuten und vor allem Frauen ohne Kopftuch gesucht. Und alle sprechen die gleiche Sprache, nutzen die gleichen Begriffe. Sie sagen zum Beispiel »Kassad Al-Irhabija« – die Terrororganisation SDF. Das Wort »Kassad« (SDF) darf nie ohne negativen Zusatz fallen. Der Justizminister ist ein bekanntes Al-Qaida-Mitglied. Vor seinem Amt hat er auf seinem Youtube-Kanal salafistische Kurse gegeben. Vor zwei Monaten ließ er ein Gesetz verabschieden, durch das Frauen kein Recht mehr haben, ihren Kindern Dokumente auszustellen. Nur männliche Verwandte dürfen das. Wenn der Vater nicht da ist, dann darf es irgendein Cousin machen, aber nicht die Mutter. Frauen haben keine juristische Vormundschaft.
Ist das auch der Grund, warum die Übergangsregierung auf Influencer setzt?
Al-Dscholani ist nach dem Sturz Assads in Damaskus angekommen, und nur drei oder vier Tage später hat er schon die wichtigsten arabischsprachigen Youtuber nach Syrien eingeladen, darunter den Jordanier Joe Hattab, der für seine professionell gedrehten Reisevideos bekannt ist. Auf Youtube hat er 19,6 Millionen Follower. Oder den Palästinenser Ibn Hattuta, ebenfalls aus Jordanien, mit 3,5 Millionen Followern. Diese medial einflussreichen Persönlichkeiten haben Dscholani auf ihren Kanälen präsentiert und Videos gedreht, in denen unglaubliche Propaganda für die HTS gemacht wurde. Joe Hattab hat das Interview mit Dscholani geführt, in dem dieser zum ersten Mal im Damaskus-Dialekt spricht – sonst hat er immer Hocharabisch gesprochen. Das Interview und der Dialekt sollten ihn als eine Person zeigen, die den Menschen nah ist: Er lacht, macht Späße, redet im Dialekt, er ist einer von uns. In der Woche der Machtübernahme, in der viele Menschen und Minderheiten Angst hatten, sollten Videos wie diese sein Image aufweichen. Vor allem bei Leuten aus Damaskus, die im Vergleich zu Aleppo oft weniger konservativ sind. In Damaskus gibt es viele Sufi-Orden sowie eine sehr starke christliche Community. Damaskus war nie in den Händen oppositioneller Islamisten.
Joe Hattab war vor etwa zwei Jahren in Afghanistan unter der Taliban-Herrschaft. Er hat zwei sehr erfolgreiche Videos gedreht – wenn man die schaut, bekommt man fast Lust, zu den Taliban zu gehen. Er trägt Waffen der Taliban und spricht freundschaftlich mit ihnen. Ähnlich verhalten sich europäische und andere westliche Influencer. Sie gehen jetzt nach Syrien, reisen dort herum und zeigen, wie sie Schawarma und Hummus essen – für sie sind wir nur Schawarma und Hummus. In Aleppo gab es vor einigen Monaten eine Influencerkonferenz. Das hat große Empörung in der Gesellschaft ausgelöst – nach dem Motto: Aleppos Infrastruktur ist komplett zerstört, und es werden Influencer eingeladen. Die Leute kommen für diese Drehs nach Syrien und sind dann wieder weg, leben in Dubai oder woanders.
Um noch mal zurück zu Al-Dschasira zu kommen: Für Syrien hat der Sender sich offensichtlich etwas Besonderes ausgedacht und sogar einen eigenen Sender namens Syria Now gegründet.
Syria Now hieß früher Al-Dschasira Surija. Al-Dschasira hat für jedes Land einen gesonderten Kanal, Al-Dschasira Sudan, Al-Dschasira Falastin usw. Während die anderen Kanäle weiterhin so heißen, haben sie für Syrien eine gesonderte Strategie entwickelt. Bei Syria Now wird ebenfalls auf neue Gesichter gesetzt, die Kamera ist in Bewegung, die Sprache jugendlich, und vor der Kamera sind Leute mit Reichweite. Beispielsweise Mahdi Kamach oder Ahmed Al-Fakhouri – ein bekannter Name, der lange Zeit für die BBC gearbeitet hat. Es gibt ein Video von ihm, in dem er sagt: »Al-Dscholani ist ein Terrorist.« Neulich hat er sich mit Al-Dscholani getroffen und anschließend über ihn gesagt: »Al-Dscholani ist wie wir, er hat eine ganz normale Religiosität, wie ein ganz normaler Syrer.« Er hat versucht, das Bild von einer »coolen Person« zu vermitteln, die nah an der Bevölkerung ist. Auch der drusische Journalist Faisal Al-Kassem hat eine Sendung auf Syria Now. Bekannt ist er vor allem für seinen unglaublich tiefen Hass gegenüber Alawiten und Kurden.
Al-Dscholani wird bei allen Sendern praktisch wie ein Popstar dargestellt. Was sind die Säulen der Berichterstattung zu Syrien?
Ganz, ganz wichtig sind Bilder, die vor Ort produziert werden, zum Beispiel emotionalisierende Berichterstattung – es gibt immer noch unglaublich viel Leid in Syrien. Dann grenzenlose Kritik an Assad, wirklich grenzenlos. Zeigt man die Verbrechen Assads auf, bekommt man Authentizität. Eine weitere Säule ist sehr gut kontrollierte Kritik an der neuen Regierung. Und als letztes die Idealisierung von Al-Dscholani. Ich glaube, das ist ein Fehler, den wir generell in der Betrachtung der HTS machen: Wir legen besonders viel Wert auf Persönlichkeiten und personenorientierte Analysen. Wir denken, die HTS sei nur Dscholani. Und sie reagieren auf diesen Fokus, indem sie Dscholani idealisieren. Die HTS ist aber nicht nur Dscholani, sie ist vielfältig. Es gibt dort weiterhin IS-Leute, Al-Qaida-Leute, gemäßigte und konservative Dschihadisten, solche, die politisch salafistisch sind, Leute, die nur die Missionierung interessiert, und auch arabisch-nationalistische Menschen.
Am Anfang wurde versucht, in den Medien nicht zu stark über die Vergangenheit Dscholanis zu sprechen. Dann haben sie gemerkt, dass diese Strategie nicht funktioniert, denn er hat eine Vergangenheit. Syrische Funktionäre werden auf Auslandsreisen ständig damit konfrontiert: »Euer Präsident stand auf der Terrorliste.« Die neue mediale Strategie ist: Wir reden über seine Vergangenheit, konstruieren aber ein Narrativ, das besagt, dass er tatsächlich eine Al-Qaida-Person, ein Dschihadist war, aber ein »anderer« Dschihadist, ein »gerechter« Dschihadist; einer, der die dschihadistische Szene von innen heraus revolutioniert und weiterentwickelt habe.
Die HTS versucht nun zu sagen: »Ja, wir waren dschihadistisch, aber die SDF können mit ihrem Demokratieverständnis nicht gegen junge Leute argumentieren, die unter anderem beim IS waren, und sie für sich gewinnen. Was wir brauchen, sind Leute wie wir, die genau verstehen, wie diese Leute denken. Wir entsalafisieren sie nicht, sondern systematisieren ihre Denkweise, so dass sie sogar Teil des Staates werden können.« Diese Herangehensweise ist, glaube ich, für viele westliche Staaten interessant. Die HTS profitiert von der Vergangenheit. Dscholani hat sich nie für seine Terrorvergangenheit entschuldigt und es vom gesuchten Dschihadisten zum Präsidenten geschafft. Mit anderen Worten: Er schafft Hoffnung für alle Dschihadisten, und das ist gefährlich.
Wie aggressiv die Übergangsregierung die Medien für sich zu nutzen weiß, sah man im Krieg gegen die Kurden. Es wurden Eroberungen aus Ortschaften gemeldet, in denen die HTS teilweise noch gar nicht angekommen war.
Es gibt einen Dokufilm, produziert vom saudi-arabischen Sender Al-Arabija. Darin ging es darum, wie die HTS bei den Angriffen auf Assad-Truppen gearbeitet hat. Ein Beispiel ist die M4, eine der wichtigsten Fernstraßen Syriens, die Aleppo mit Damaskus verbindet. In der Doku sagt die HTS, sie hätten einen Teil der Strecke freigemacht, so dass ihre Mediengesichter Zugang zu dieser Straße hatten, um dort zu filmen: »Wir haben diese Gebiete erobert. Oh, ihr Assad-Soldaten, jetzt müsst ihr euch von diesem Regime trennen, noch habt ihr die Möglichkeit dazu – sonst …«
Das war ein unglaublicher medialer Krieg, auch um die Gegner zu demotivieren. Sie haben an den Ortseingangsschildern der Städte Bilder gemacht und Videos gedreht, um so zu tun, als hätten sie diese Städte bereits erobert. Die gleiche Strategie haben wir gegen die Gebiete in Nord- und Ostsyrien gesehen: »Wir haben diese und jene Gebiete erobert.« Und vor allem an die arabischen SDF-Truppen gerichtet: »Das ist eure letzte Chance, euch von den SDF zu trennen, denn in ein oder zwei Stunden wird es Konsequenzen haben.« Dabei waren sogar Leute vor Ort, die bei großen Sendern wie Al-Arabija oder Al-Hadath arbeiten, die von Saudi-Arabien und Katar finanziert werden. Sie posten auf ihren Social-Media-Kanälen Inhalte gegen Kurden, bei denen man denkt: Das können niemals Journalisten sein, das ist reine Propaganda. Aber sobald sie live im Fernsehen sind, versuchen sie plötzlich, seriös zu klingen.
Monzer Haider ist Politik- und Islamwissenschaftler. Er arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Islamische Theologie der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Derzeit promoviert er zum Phänomen des Salafismus. Zu seinen Schwerpunkten zählen das Themengebiet »Religion, Politik und Gesellschaft in Syrien« sowie die »Neue Rechte« und innere Sicherheitspolitik.
Von 2010 bis 2012 absolvierte er ein Bachelorstudium der Rechtswissenschaft an der Universität in Aleppo, wo er aufwuchs. Sein Studium setzte er drei Jahre später bis ins Jahr 2019 an der Universität Tübingen fort. Bei der Bundeszentrale für politische Bildung erlangte er den Abschluss der Masterclass »Islamismusprävention«.
Er publizierte im Jahr 2023 eine Vergleichsstudie zu »Narrativen der Neuen Rechten und des Islamismus im deutschsprachigen Raum«.
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