Nachschlag: Alte Liebe rostet nicht
Im öffentlich-rechtlichen Jugendfunk menschelt es gewaltig. Eine Reporterin durfte gar mitfliegen zum Flirt des Kanzlers mit Giorgia Meloni im »Vestibolo degli Amori difficili«. Diffizil war gestern, heute wird fast schon wieder kopuliert, und schon der Einstieg zieht rein: »Na, haste ausgeschlafen?« habe sie gefragt. Er nur so: »Nööö …« Es sei »kumpelhaft« zugegangen, freut sich Moderator Tom Westerholt. Zumindest betont er nicht, wie Rainer Pförtner von den Stuttgarter Nachrichten, dass die »Achse Berlin–Rom« wichtiger werde. Hallo?! War da mal was? »Das Positive zu betonen«, darum sei es den deutschen Konsultierern gegangen beim Treffen mit der ultrarechten Regierungschefin. Dass die den faschistischen Duce mehr verehrt als den sauerländischen Merz, geschenkt. Zur selben Zeit, als der Bundesligaspieltag mit »We remember«-Minuten eingeleitet, in den Stadien der Opfer der Nazis gedacht wird, spiegelt der DLF das widerliche Tête-à-Tête aus Rom. Geht es noch geschichtsvergessener? (mme)
Friedenspropaganda statt Kriegsspielzeug
Mit dem Winteraktionsabo bieten wir denen ein Einstiegsangebot, die genug haben von der Kriegspropaganda der Mainstreammedien und auf der Suche nach anderen Analysen und Hintergründen sind. Es eignet sich, um sich mit unserer marxistisch-orientierten Blattlinie vertraut zu machen und sich von der Qualität unserer journalistischen Arbeit zu überzeugen. Und mit einem Preis von 25 Euro ist es das ideale Präsent, um liebe Menschen im Umfeld mit 30 Tagen Friedenspropaganda zu beschenken.
links & bündig gegen rechte Bünde
Jetzt den kostenlosen jW-Newsletter abonnieren – täglich das Beste aus der Tageszeitung junge Welt, direkt in Ihr Postfach. Ihre E-Mail-Adresse wird natürlich niemals an Dritte weitergegeben.
Mehr aus: Feuilleton
-
Ohne Pappa
vom 27.01.2026 -
Bolschebeatniks
vom 27.01.2026 -
Vorschlag
vom 27.01.2026 -
Wegbereiter der Revolution
vom 27.01.2026 -
Riechen
vom 27.01.2026 -
Wenn das der Wagner wüsste
vom 27.01.2026 -
Ein Künstler namens Kim Jong-il
vom 27.01.2026