Aus: Ausgabe vom 24.01.2026, Seite 10 / Feuilleton
Herr und Hund
Von Thomas Gsella»Ja, ich weiß, es fällt nicht immer leicht.
Und dann steigt die Mühe, die es kostet,
Wie ein Preis, wenn er dem Wucher weicht.
Junges Eisen glänzt und altes rostet.
*
Aber komm, du musst doch wieder raus.
Grad die müden Knochen soll man spüren.
Steh! Und lauf! Hinaus aus diesem Haus,
Ab ins Grüne, komm, ich werd dich führen.
*
Dreimal täglich zeig ich dir den Park,
Denn wenn ich’s nicht tue, tut es keiner.
Und du bist ein Herr, den ich sehr mag«,
Sprach der Hund zu mir, denn ich bin seiner.
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