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Aus: Ausgabe vom 06.01.2026, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Ende welcher Ordnung?

Moma | Mo., 7.38 Uhr, ZDF
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Laut der SPD-Politikerin Katarina Barley droht der Welt eine Neuordnung, doch in der EU soll alles beim alten bleiben (Frankfurt am Main, 26.2.2025)

Die Talkshowformate ruhen noch. Zum Glück. So müssen aber die Frühaufsteher ran. Aus Rheinland-Pfalz war am Montag Katarina Barley im ZDF zugeschaltet. Die Sozialdemokratin bekleidet das Amt der Stellvertreterin von Ursula von der Leyen (CDU), der Brüsseler Bunkerpräsidentin. Moderator Mitri Sirin interessierte zuerst, wieviel Verständnis Barley für die – von Desinteresse und Heuchelei geprägte – Position der EU-Regierungen zur Entführung des venezolanischen Präsidenten durch die USA hat. Barley tue sich schwer mit dem Herumeiern der anderen. Der Völkerrechtsbruch stehe außer Zweifel, sei aber nebensächlich. »Es wird jetzt eine Neuordnung geben der Welt« (sic). Die sei »nicht im deutschen Interesse«. Mitri sorgt sich um die herrschenden Verhältnisse: »Erleben wir hier gerade das Ende dieser regelbasierten Weltordnung?« Gar »das Ende des Völkerrechts, so wie wir es kennen?« Die verkürzte Antwort wäre ein »Ja«, aber Barley ist Profi, weicht aus und beruhigt Mitri: Die EU halte an der alten Ordnung fest. (mb)

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