Nachschlag: Weimer lesen
Keine Frage, Jan Böhmermann nervt. Geht’s um Russland, kennt der Satiriker, dessen Late-Night-Show seit fünf Jahren einmal wöchentlich im ZDF läuft, kein Halten, und auch sonst zeigt sich das Sturmgeschütz des verfassungstreuen Linksliberalismus gern staatstragend. Trotzdem ist das »ZDF Magazin Royale« noch eine der sehenswerteren Sendungen im ÖRR. Schon allein deshalb, weil hier auch mal die Richtigen ihr Fett abbekommen. Mit süffisantem Lächeln betritt Böhmermann die Bühne, in der Hand den Gedichtband des amtierenden Kulturstaatsministers Wolfram Weimer »Kopfpilz« (1986). Ob die Gedichte, in denen sich der spätere publizierende Medienunternehmer (»Mit Platon zum Profit. Ein Philosophie-Lesebuch für Manager«) am Gottfried-Benn-Sound ausprobiert, wirklich von Weimer sind, lässt Böhmermann allerdings offen (der Staatsminister ziert sich noch und droht mit Klage), was ihn indes nicht davon abhält, genüsslich zu zitieren. Ansonsten geht es um KI-Fakes, und es gibt einen der besten Brötchenwitze der jüngeren Zeit. Sehenswert. (row)
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Leserbrief von Onlineabonnent/in Heinrich H. aus Stadum (3. Dezember 2025 um 21:45 Uhr)Die Google-KI: »Wichtiger Hinweis: Bei Verdacht auf Kopfpilz sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden, um eine Ausbreitung und mögliche bleibende Schäden zu verhindern.« Hinsichtlich leicht verständlicher Erklärung von KI lohnt es sich, die empfohlene Sendung anzusehen. Böhmermann spricht (zu Recht) die Suizid-Problematik an: Da würde es sich lohnen, den Einfluss von persönlicher Umgebung und KI genauer anzuschauen. Warum soll die KI schlauer sein als die Umgebung? Die KI wurde ja auf das Verhalten der Umgebung trainiert, hat er selber dargelegt.
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