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USA: Abschiebung nach Westafrika geplant

Freetown. Liberias Regierung hat sich für die Aufnahme eines Salvadorianers bereit erklärt, den die US-Regierung aus den USA abzuschieben plant. Das westafrikanische Land werde Kilmar Ábrego García »nach einer formellen Anfrage der US-Regierung auf einer strikt humanitären und temporären Grundlage aufnehmen«, erklärte die Regierung in Monrovia am Sonnabend. Washington hatte am Freitag erklärt, den im März irrtümlich nach El Salvador abgeschobenen Migranten binnen einer Woche in die »blühende Demokratie« Liberia abschieben zu wollen. Ábregos Anwalt Simon Sandoval-Moshenberg erklärte, der Salvadorianer habe keinerlei Verbindung zu dem Land. Eine Abschiebung dorthin in den Raum zu stellen sei »grausam und verfassungswidrig«. Sandoval-Moshenberg zufolge ist Costa Rica bereit, Ábrego García aufzunehmen. Washington wirft dem Familienvater Menschenschmuggel und Mitgliedschaft in der salvadorianischen Bande MS-13 vor. Nach seiner irrtümlichen Abschiebung nach El Salvador Anfang des Jahres war der 29jährige Anfang Juni in die USA zurückgekehrt und dort umgehend festgenommen worden. Der salvadorianische Staatsbürger ist mit einer US-Bürgerin verheiratet und lebte bis zu seiner Abschiebung im Bundesstaat Maryland im Osten der USA. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 27.10.2025, Seite 7, Ausland

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