-
12.09.20251 Leserbrief
- → Feuilleton
KI als Hausarzt
Ein Viertel der deutschen Bevölkerung konsultiert künstliche Intelligenz (KI) bei medizinischen Fragen. Im Vorjahr seien es nur neun Prozent gewesen, teilte Beratungskonzern Deloitte am Donnerstag mit, der jährlich eine Umfrage zur Digitalisierung im Gesundheitswesen durchführt. Grund sei demnach die Zugänglich- und Vielseitigkeit von Anwendungen wie Chat-GPT. Demgegenüber seien viele Befragte (41 Prozent) misstrauisch, wenn behandelnde Mediziner KI zur Diagnose heranziehen. Insgesamt hielten aber gut zwei Drittel den Einsatz von KI im Gesundheitswesen für sinnvoll. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
-
Onlineabonnent*in Heinrich H. aus Stadum 11. Sept. 2025 um 23:24 UhrDazu gibt es ein hervorragenden Mathematikerwitz: »Ein Professor drückt einem Physikstudenten, einem Mathematikstudenten und einem Medizinstudenten jeweils ein Telefonbuch in die Hand. Der Physikstudent: «Ich kann aus diesen Messergebnissen nicht auf den Versuch schliessen und damit ist das Ergebnis wertlos!» Der Mathematikstudent: «Diese Nummern lassen sich nicht als mathematische Reihe zusammenfassen, damit sind sie per Definition Definitionen und ohne Zusammenhang sind diese Definitionen wertlos» Der Medizinstudent schaut den Professor nur müde an und fragt: «Bis wann?» Was folgt daraus? KI und Arzt sind austauschbar.
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!