Zum Inhalt der Seite

Iran will Ausländer ohne Papiere ausweisen

Teheran. Nach dem Krieg mit Israel will Iran alle Ausländer ohne gültigen Aufenthaltstitel ausweisen – darunter viele Afghanen, wie dpa am Freitag berichtete. Häuser und Wohnungen, die an Afghanen vermietet sind, sollen beschlagnahmt oder versiegelt werden. Im Iran sollen mehrere Millionen Afghanen leben, viele ohne legalen Aufenthaltsstatus. Viele arbeiten im Niedriglohnsektor, etwa in kleinen Supermärkten oder auf Baustellen. Im Zuge des Kriegs mit Israel hatten Irans Sicherheitsdienste auch Afghanen für Sabotageakte und verdeckte Operationen verantwortlich gemacht. Bereits vor dem Krieg hatten Behörden ein härteres Vorgehen gegen Afghanen angekündigt, die ohne Aufenthaltstitel im Land sind. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 28.06.2025, Seite 2, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!