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Film

Siegreiche Nomadin

Das Roadmovie »Nomadland« von Regisseurin Chloé Zhao hat den Golden Globe als bestes Filmdrama gewonnen. Das gab der Verband der Auslandspresse in der Nacht zum Montag bekannt. Zhao holte für den Film auch die Regietrophäe. Sie erzählt die Geschichte einer 60jährigen, die sich nach dem Tod ihres Mannes mit prekären Jobs über Wasser hält und als moderne Nomadin im Wohnwagen durch die USA zieht. In der Komödiensparte siegte »Borat Subsequent Movie­film« (dt.: Borat Anschluss Moviefilm) mit dem britischen Komiker Sacha Baron Cohen, der auch den Globe als bester Hauptdarsteller in einer Komödie erhielt. Die zwölfjährige Deutsche Helena Zengel ging bei der Verleihung leer aus. Sie war in der Sparte »Beste Nebendarstellerin« für den Western »Neues aus der Welt« nominiert. Die Trophäe ging an Jodie Foster für ihre Nebenrolle in dem Politthriller »The Mauritanian«.

Ohne Auszeichnung blieb auch die von Maria Schrader als Regisseurin inszenierte deutsche Dramaserie »Unorthodox« mit Shira Haas in der Hauptrolle. Als beste Mini­serie des Jahres wurde statt dessen »Das Damengambit« ausgewählt. Anya Taylor-Joy spielt darin ein Schachgenie und gewann dafür den Preis als beste Hauptdarstellerin in einer Miniserie. Sie läuft beim Streaminganbieter Netflix, einem der großen Gewinner der Verleihung. In den Serien- und Fernsehfilmkategorien war die Serie um das britische Königshaus »The Crown« mit vier Preisen der große Abräumer des Abends: beste Dramaserie, beste männliche Drama-TV-Rolle (Josh O’Connor als Prinz Charles), beste weibliche Drama-TV-Rolle (Emma Corrin als Prinzessin Diana) und beste TV-Nebenrolle (Gillian Anderson als Margaret Thatcher).

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Ebenfalls bei Netflix läuft »Ma Rainey’s Black Bottom«, für den Hauptdarsteller Chadwick Boseman posthum ein halbes Jahr nach seinem Krebstod im August als bester Schauspieler in einem Drama ausgezeichnet wurde. US-Schauspielerin und Sängerin Andra Day, die in »The United States vs. Billie Holiday« die Jazz-Sängerin Billie Holiday verkörpert, wurde zur besten Dramadarstellerin gekürt. In der Kategorie »Bester nichtenglischsprachiger Film« gewann das Familiendrama »Minari« von US-Regisseur Lee Isaac Chung. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 02.03.2021, Seite 10, Feuilleton

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